PresseKat - RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, zu: PID-Urteil

RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, zu: PID-Urteil

ID: 223462

(ots) - Dass das strenge deutsche
Embryonenschutzgesetz auf dem kleinen Rechtsweg nach und nach
ausgehöhlt würde, lässt sich nach dem gestrigen Urteil zur
Präimplantationsdiagnostik (PID) noch nicht sagen. Der
Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil die medizintechnische
Selektionsmethode auf außeruterale Embryonen begrenzt, bei denen
schwerwiegende genetische Defekte nicht auszuschließen sind. Ein
Elternpaar mit erblicher Vorbelastung soll nicht Roulette spielen
müssen. Doch die Erwartung der Richter, ihr Signal würde auch strikt
nach dem Buchstaben des Urteils aufgefasst, ist blauäugig. Das zeigt
der Blick in die USA oder nach England, wo heute schon
"Menschendesign" per PID einschließlich der Geschlechtswahl des
künftigen Kindes möglich ist. Die Fortpflanzungsmedizin ist auch ein
florierender Geschäftszweig. Und wer will, wenn diese Tür geöffnet
wird, ausschließen, dass sich eine Zwei-Klassen-Fortpflanzung
etabliert, bei der nicht nur Erbkrankheiten, sondern auch andere
genetische Risikofaktoren oder ungünstige Eigenschaften aussortiert
werden.



Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
Telefon: +49 (06221) 519-0




Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.07.2010 - 18:59 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 223462
Anzahl Zeichen: 1317

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Heidelberg



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, zu: PID-Urteil"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Rhein-Neckar-Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

RNZ: Er hat es verpatzt ...

Von Klaus Welzel Groß waren die Hoffnungen, die beide Seiten in Heiner Geißler setzten. Doch der Schlichter des Konflikts um Stuttgart 21 hat die verfahrene Situation noch verschlimmert: Er hat seinen Auftrag verpatzt. Und der hätte gelaute ...

RNZ: EinHumanist ...

Von Klaus Welzel Erst war er Kommunist, dann Marktliberaler, heute sagt er über sich, er sei ein liberaler Konservativer. Doch vor, während und nach seiner politischen Wandlung hatte eines stets Bestand: Kaum ein anderer Schriftsteller setzt ...

Rhein-Neckar-Zeitung: Ein Humanist ...

Von Klaus Welzel Erst war er Kommunist, dann Marktliberaler, heute sagt er über sich, er sei ein liberaler Konservativer. Doch vor, während und nach seiner politischen Wandlung hatte eines stets Bestand: Kaum ein anderer Schriftsteller setzt ...

Alle Meldungen von Rhein-Neckar-Zeitung