PresseKat - Kfz-Versicherung: So vermeiden Führerschein-Neulinge Mondpreise

Kfz-Versicherung: So vermeiden Führerschein-Neulinge Mondpreise

ID: 221116

• Gesellschaften fordern für hohes Unfallrisiko der Fahranfänger extrem hohe Beiträge
• FinanceScout24 erklärt, wie man Mondpreise für die Haftpflicht vermeiden kann
• Wenn Eltern und Kinder den Versicherer gemeinsam wechseln, winken teils hohe Rabatte

(firmenpresse) - Gerade volljährig geworden, den Führerschein in der Tasche, und jetzt noch in den großen Ferien jobben, um das erste eigene Auto zu finanzieren – so sehen auch dieses Jahr die Pläne vieler Jugendlicher für den Sommer aus. Mehr als 100.000 Führerschein-Neulinge freuen sich alljährlich auf die neue Mobilität – und erleben wenig später ihr blaues Wunder, wenn sie den mühsam ersparten Kleinwagen versichern müssen. „Besonders für die Männer unter den Fahranfängern kann die Kfz-Haftpflicht richtig teuer werden“, bestätigt Dr. Errit Schlossberger, Geschäftsführer des unabhängigen Verbraucher- und Finanzportals FinanceScout24. „Mehr als 2.000 Euro Jahresprämie sind keine Ausnahme. Wer auch andere Fahranfänger ans Steuer lassen möchte, bezahlt noch mehr.“

Aus Sicht der Assekuranz durchaus zu Recht: Denn junge Männer zwischen 18 und 24 Jahren – und zunehmend auch junge Frauen – verursachen überproportional häufig schwere Unfälle mit Toten und Verletzten, bestätigt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV). Auch die Statistiken des ADAC sprechen eine eindeutige Sprache: Bei fast jedem vierten Unfall nach riskanten Überholmanövern sitzt ein Fahranfänger am Steuer. Bei Unfällen nach Alkoholfahrten geht rund jede dritte Karambolage auf das Konto von Neulingen, und bei einem Crash wegen überhöhter Geschwindigkeit halten Anfänger sogar in 42 Prozent der Fälle das Lenkrad in der Hand.
Die Kfz-Versicherer haben daher wenig Interesse, diese „Problembären“ unter den Autofahrern zu versichern. Obschon sie grundsätzlich auch Fahranfänger zumindest in die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflicht aufnehmen müssen. Zur Abschreckung verlangen sie deshalb teilweise extrem hohe Jahresbeiträge von bis zu 4.000 Euro, hat eine FinanceScout24-Analyse ergeben. Hat ein Teenager gerade den Führerschein erworben, wird er nämlich vom Versicherer in die niedrigste Schadenfreiheitsklasse (SF) 0 eingestuft. Das heißt: Er zahlt bis zu 230 Prozent der Basisprämie. „Das klingt zunächst entmutigend. Aber es gibt durchaus Mittel und Wege, um an eine finanzierbare Police zu kommen“, erklärt Schlossberger. Neben der Elternregelung und der Zweitwagenlösung helfe es auch, wenn ein enger Verwandter ebenfalls Neukunde werden möchte. „Im Kfz-Bereich gibt es sehr viel Verhandlungsspielraum, denn die Autoversicherung gilt als Türöffner für weitere Geschäfte“, rät der FinanceScout24-Chef.





Fahranfänger können bei derselben Gesellschaft auf einen preiswerten Einstieg drängen, bei der auch Mama oder Papa ihr Auto versichert haben. Viele Assekuranzen bieten – aber eben nur auf Anfrage – an, den Nachwuchs für 140, mitunter sogar für 115 Prozent des Basisbeitrags aufzunehmen. Das kann mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Das große Plus der Elternregelung: Der Führerschein-Novize ist selbst Versicherungsnehmer und kann von Anfang an eigene schadensfreie Jahre aufbauen.

Option 2: Die Eltern melden den fahrbaren Untersatz des Nachwuchses auf ihren Namen als Zweitwagen an. Statt 230 Prozent Beitragssatz verlangt der Versicherer dann häufig nur 120 Prozent. „Bei langjährigen und guten Kunden sind im Idealfall sogar 75 Prozent drin“, weiß Schlossberger. „Allerdings können Fahranfänger dann keine eigenen schadensfreie Jahre sammeln. Hat eines der Fahrzeuge einen Unfall, könnte das zweite zudem ebenfalls hochgestuft werden.“

Ziert sich der Versicherer, sollte man definitiv einen Wechsel des Anbieters in Erwägung ziehen. Fragen nämlich Vater oder Mutter zusammen mit Sohn oder Tochter als Neukunden an, gewähren viele Gesellschaften Rabatte, weil sie auf diese Weise gleich zwei neue Kunden binden. „Man sollte jedoch immer prüfen, wie lange man sich zusammen mit einem Verwandten an einen neuen Versicherer binden muss“, empfiehlt Schlossberger. Apropos Rabatt: Zusätzliche Nachlässe gibt es auch, wenn nur der Fahranfänger selbst den Wagen lenkt. Eltern, Geschwister oder Freunde dürfen dann aber nicht hinters Steuer. „An Alleinfahrer-Regelungen sollte man sich penibel halten“, warnt der FinanceScout24-Geschäftsführer. „Bei Verstößen wird es sonst teuer.“

Einige Anbieter gewähren zudem Beitragsvergünstigungen, wenn Fahranfänger ihren Führerschein bereits mit 17 machen und am Projekt „Begleitetes Fahren“ teilnehmen. Andere räumen Nachlässe für den Besitz einer Bahncard oder eines Jahrestickets für den öffentlichen Nahverkehr ein. „Großes Sparpotenzial bietet auch ein Wagen mit schwacher bis mäßiger Motorisierung“, so Schlossberger, denn der Fahrzeugtyp spiele für die Beitragshöhe eine große Rolle. Führerschein-Novizen sollten sich deshalb zunächst die Einstufungen im Typklassenverzeichnis ansehen, bevor sie beim Gebrauchtwagenhändler vorbeischauen.

Und noch weitere „Sparschweine“ haben die Experten von FinanceScout24 entdeckt: Wer schon einige Zeit Fahrpraxis mit Moped, Mofa oder einem Fahrrad mit Hilfsmotor hat und dies mit einer Versicherung nachweisen kann, wird bei manchen Gesellschaften nicht mit 230 Prozent, sondern mit nur 140 Prozent eingestuft. Schlossberger: „Nachfragen muss man aber schon selbst. Denn diese Sparvariante wird nur selten vom Versicherer aktiv angeboten.“ Bares Geld sparen kann ferner das richtige Timing: Wie schnell der Schadenfreiheitsrabatt steigt, hängt nämlich auch vom Versicherungsbeginn ab. Wer sich noch im ersten Halbjahr 2010 versichert und in der Haftpflicht mit 230 Prozent einsteigt, kann 2011 schon auf 140 Prozent fallen. Wird die Police dagegen erst im zweiten Halbjahr 2010 abgeschlossen, ist der Beitragssatz für das ganze Jahr 2011 auf 230 Prozent eingefroren.

Schlossbergers Fazit: „Um einen schnellen Überblick über die Preisgestaltung und die Konditionen der Versicherer zu erhalten, sollten gerade Fahranfänger unbedingt ein unabhängiges Vergleichsportal wie FinanceScout24 nutzen. Denn mit dem Online-Abschluss einer Versicherung lässt sich zusätzlich Geld sparen.“

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Datum: 02.07.2010 - 09:47 Uhr
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