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Intelligenztest als soziale Selektion

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Intelligenztest als soziale Selektion

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"Es sind nicht die Einwanderer aus der Türkei, Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten, die Deutschland dumm machen, wie noch vor kurzem das Bundesbank-Vorstandsmitglied Sarrazin meinte. Es sind Sarrazin und bestimmte Unionspolitiker wie Peter Trapp und Markus Ferber, die ihr Gift versprühen", erklärt Sevim Dagdelen anlässlich der Forderung von Unionspolitikern, einen IQ-Test für Einwanderer einzuführen. Die migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Spätestens bei der Verknüpfung des Elitendiskurses mit der Migrations- und Integrationspolitik stimmen die Unionspolitiker mit dem rassistischen Weltbild Sarrazins überein. Demnach sollten nun einwandernde Kinder einen höheren IQ nachweisen als in Deutschland lebende Kinder, da humanitäre Gründe wie Familiennachzug auf Dauer nicht das einzige Kriterium für Einwanderung sein könnten. Letzteres ist ohnehin kaum noch möglich. Die vorherige und die jetzige Bundesregierung haben bereits dafür gesorgt, dass mittels des Nachweises von Deutschsprachkenntnissen eine soziale Selektion stattfindet.

Nun soll für die wenigen, die nach Deutschland kommen könnten, eine weitere Selektionsstufe eingeführt werden. Den vermeintlichen 'Mangel', nicht deutsch zu sein, sollen Einwanderer durch eine höhere Intelligenz wettmachen. Neben sprachlichen Fähigkeiten sollen vor allem leistungs- und bedarfsorientierte Kriterien ausschlaggebend sein. Ergebnis ist eine weitere Verschärfung der sozialen Selektion. Gefördert und unterstützt werden in Deutschland nur diejenigen, die es eigentlich am wenigsten nötig haben, und kommen sollen auch nur die, die gebraucht werden bzw. für die Wirtschaft von Nutzen sind."


F.d.R. Susanne Müller
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 28.06.2010 - 16:47 Uhr
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