Grosse Chance vertan: Bundeswaldgesetz nicht auf der Hoehe der Zeit
(pressrelations) - Zur heutigen abschliessenden Beratung der Novellierung des Bundeswaldgesetzes im dafuer zustaendigen Ausschuss fuer Ernaehrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erklaert die zustaendige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion Petra
Crone:
Der dritte Anlauf, das Bundeswaldgesetz zeitgemaess und nachhaltig zu gestalten, ist gescheitert.
Union und FDP verweigern sich ihrer Verantwortung fuer unsere Lebensgrundlage Wald, indem sie naturschutzfachlichen Aspekten im Bundeswaldgesetz eine klare Absage erteilen. Starrsinnig verneinen die Regierungskoalitionen die oekologischen und oekonomischen Zusammenhaenge im Wald. Dadurch liefern sie ein Bundeswaldgesetz ab, das weit hinter den Erwartungen vieler Akteure aus Forstwirtschaft und Naturschutz zurueckbleibt.
Fuer die SPD-Bundestagsfraktion war und ist die Integration eines Mindestmasses an Naturschutz auf der gesamten Waldflaeche unabdingbar. Gemeinsam mit Verbaendevertretern fordern wir weiterhin die Verankerung der guten fachlichen Praxis im Bundeswaldgesetz.
Es kann auch nicht troesten, dass das Bundeswaldgesetz an der ein oder anderen Stelle an Effizienz gewinnt. Als Resultat aus naturschutzfachlicher Sicht bleibt es ein Fossil aus dem Jahre 1975. Mit keinem Federstrich werden die Ursachen der Missstaende in unseren deutschen Waeldern bekaempft.
Wir lehnen auch die Aenderung hinsichtlich der Almflaechen ab.
Diese Ergaenzung fuehrt dazu, dass in den bayerischen Alpen rund 7.000 Hektar Bergwald und davon die Haelfte ausgewiesener Schutzwald aus der Walddefinition herausfallen. Damit unterliegen sie nicht mehr dem Schutz des Bundeswaldgesetzes.
Berg- und Schutzwaelder haben eine zentrale Bedeutung fuer den Erosions-, Lawinen- und Hochwasserschutz. Hier wird auf dem Umweg ueber Berlin ureigene bayerische Landespolitik erledigt, um vor Ort keine Aufregung zu verursachen und geraeuschlos die Klientel zu bedienen.
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