(ots) - Sehr geehrte Damen und Herren,
heute beginnen in Agadir/Marokkodie offiziellen Verhandlungen zur
Zukunft der Internationalen Walfangkommission auf
Arbeitsgruppenebene, kommenden Montag wird dann die Hauptverhandlung
eröffnet.
Zur 62. Jahreskonferenz zeigt sich die Internationale
Walfangkommission (IWC) heillos zerstritten. Die beiden Lager aus
Walfanggegnern wie Deutschland, Großbritannien, Australien und
Brasilien stehen den Walfangbefürwortern Island, Norwegen und allen
voran Japan unbeweglich gegenüber. Auf Betreiben des Vorsitzenden
wurde während der vergangenen zwölf Monate ein Kompromissvorschlag
erarbeitet, der beiden Positionen gerecht werden soll.
Tatsächlich wäre die Annahme dieses Vorschlages ein massiver
Rückschritt für die bedrohten Meeressäuger. Das Walfangmoratorium
würde aufgehoben, es würden kommerzielle Fangquoten an die
Walfangländer vergeben und die Jagd im antarktischen Schutzgebiet
offiziell von der IWC genehmigt.
Den EU-Mitgliedsstaaten kommt eine wichtige, vermittelnde Rolle
zu. Dies gilt besonders für Deutschland, dessen Delegation in der
vergangenen Woche vom Bundestag ein eindeutiges Walschutzmandat mit
auf den Weg bekommen hat.
Auf der Walfang-Konferenz in Agadir ist für Sie erreichbar:
Thilo Maack, Meeresbiologe und IWC-Experte, Tel. 0171-8780841
Für Rückfragen erreichen Sie mich unter Tel. 040-30618 383 oder
mobil unter 0171-8780778.
Mit freundlichen Grüßen
Björn Jettka
Medienkoordinator/Pressesprecher Greenpeace e.V.