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Effiziente Abrechnung im Gesundheitswesen

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(firmenpresse) -

In kaum einem anderen Bereich ist Geld so sensibel verteilt wie im Gesundheitswesen. Wie sorgfältig abgerechnet wird, hat einen direkten Einfluss darauf, ob Leistungen vollständig refinanziert werden und ob eine Einrichtung ihre Personalstruktur halten kann. Zudem steigen die Kosten und Bürokratielast in ambulanten Praxen und Kliniken, während Budgets enger werden. Eine effiziente Abrechnung ist damit keine reine Controlling-Aufgabe mehr, sondern eine Stellschraube für Versorgungsqualität und Stabilität. In einem System mit Ausgaben von fast 500 Milliarden Euro pro Jahr fällt jede Ineffizienz ins Gewicht.

Verwaltungskosten als unterschätzter Hebel

Rund fünf Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben in Deutschland entfallen auf Verwaltung und sonstige Aufwendungen, was etwa 14 bis 15 Milliarden Euro pro Jahr entspricht. Ein Teil davon ist unverzichtbar, etwa für die Abrechnung und Beratung. Doch treiben Medienbrüche und Doppeldokumentationen den Aufwand spürbar nach oben. Medizinisches Personal und Pflegekräfte verbringen nach verschiedenen Erhebungen täglich drei bis vier Stunden mit administrativen Aufgaben. Das ist Zeit, die in der direkten Versorgung fehlt. Jede Entlastung wirkt daher unmittelbar auf die Versorgungsrealität.

Spezialisierte Abrechnung im Praxisalltag

Besonders deutlich zeigt sich das im ambulanten Bereich. Die KFO-Abrechnung in kieferorthopädischen Praxen etwa folgt eigenen Regeln und Mischmodellen zwischen GKV- und PKV-Leistungen. Hinzu kommen komplexe Privatvereinbarungen. Ohne digitale Unterstützung steigen Fehlerrisiken und Rückfragen der Kostenträger, außerdem verlängern sich Zahlungsziele. Ähnliche Herausforderungen bestehen bei Selektivverträgen und der integrierten Versorgung. Je heterogener die Vergütungslandschaft wird, desto wichtiger werden strukturierte Daten und automatisierte Plausibilitätsprüfungen.





Digitalisierungsschub durch ePA und E-Rechnung

Die politisch angeschobene Digitalisierung setzt genau hier an. Mit der elektronischen Patientenakte, die seit 2025 schrittweise für alle Versicherten ausgerollt wird, wachsen medizinische Informationen und Abrechnungsdaten stärker zusammen. Leistungen und Diagnosen liegen künftig digital vor und lassen sich automatisiert auswerten. Parallel dazu hält die E-Rechnung Einzug in Praxen und Kliniken. Sie sorgt dafür, dass Abrechnungsdaten standardisiert und maschinenlesbar sind. Über die Telematikinfrastruktur werden sie sicher übertragen. Das reduziert Medienbrüche und beschleunigt Zahlungsflüsse. Gleichzeitig sinkt das Risiko formaler Fehler.

Klinikreform verändert die Logik der Vergütung

Mit der laufenden Krankenhausreform verschiebt sich die Art, wie stationäre Leistungen vergütet werden. Künftig soll ein großer Teil der Erlöse als Vorhaltepauschale fließen, der restliche Anteil bleibt leistungsbezogen. Für die Abrechnung bedeutet das weniger Anreiz zur Fallzahlsteigerung, aber einen höheren Druck, Strukturen und Leistungsgruppen korrekt abzubilden. Wer hier Transparenz über Kostenstellen und Case-Mix hat, kann strategisch planen und unrentable Strukturen abbauen. Wichtige Versorgungsangebote lassen sich so besser sichern. Eine fehlende Datenqualität hingegen macht Kliniken angreifbar und erschwert Verhandlungen mit Kostenträgern.

Wie digitale Abrechnungslösungen konkret wirken

Moderne Abrechnungslösungen gehen dabei über den reinen Datentransfer hinaus. Sie prüfen, ob Leistungen vollständig und korrekt kodiert sind. Bei Auffälligkeiten schlagen sie Korrekturen vor. Sie unterstützen außerdem das Controlling mit Auswertungen in nahezu Echtzeit. Besonders wirksam sind Systeme, die Abrechnung und medizinische Dokumentation eng verzahnen. Dann entstehen weniger Lücken, Rückläuferquoten sinken und Mahnläufe werden seltener nötig.

Effiziente Abrechnung ist Patientenpolitik

Effiziente Abrechnung im Gesundheitswesen bedeutet mehr als Kostenoptimierung. Sie entlastet Fachkräfte von Routineaufgaben und schafft Luft für eine direkte Zuwendung. Zudem stärkt sie die finanzielle Basis von Praxen und Kliniken. Angesichts knapper Budgets und demografischem Wandel wird die Transparenz über Leistungen und Kosten zum entscheidenden Faktor im Wettbewerb um Personal und Patienten. Neue, oft kostenintensive Innovationen erhöhen diesen Druck zusätzlich. Wer jetzt in digitale Prozesse und saubere Datenstrukturen investiert, stärkt die Abrechnungskompetenz. So verbessern sich Kennzahlen und die Chance auf eine Versorgung, die langfristig tragfähig bleibt, wächst.



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Datum: 15.12.2025 - 14:35 Uhr
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