PresseKat - Experten stehen den Betroffenen Rede und Antwort

Experten stehen den Betroffenen Rede und Antwort

ID: 1539348

Erster Retinitis pigmentosa Patiententag der Universit├Ąts-Augenklinik in T├╝bingen war ein gro├čer Erfolg

(firmenpresse) - (Reutlingen/T├╝bingen) - Der erste Retinitis pigmentosa Patiententag am Department f├╝r Augenheilkunde der Universit├Ąts-Augenklinik in T├╝bingen war ein riesiger Erfolg. Unter dem Motto "Meet the Experts" boten weltweit anerkannte Spezialisten Blinden, Sehbinderten und ihren Angeh├Ârigen am vergangenen Samstag einen ├ťberblick ├╝ber den aktuellen Stand der Forschung. Patienten, die mittels Transkornealer Elektrostimulation therapiert werden oder ein elektronisches Netzhautimplantat erhalten haben, berichteten live von ihren Erfahrungen.



"Morgen beginnt die "Woche des Sehens"", begr├╝├čte Prof. Dr. med. Eberhart Zrenner die Zuh├Ârer des ersten Retinitis pigmentosa Patiententages am vergangenen Samstag in T├╝bingen. Diese au├čergew├Âhnliche Veranstaltung, zu der das Zentrum f├╝r seltene Augenerkrankungen (ZSA) des Departments f├╝r Augenheilkunde der Universit├Ąts-Augenklinik eingeladen hatte, passte perfekt in die bundesweite Kampagne, die vom 8. bis zum 15. Oktober 2017 Veranstaltungen unter dem Leitthema "Blindheit verstehen und verh├╝ten" zusammenf├╝hrt. ├ťber 500 Teilnehmer, Menschen mit Sehbehinderung und ihre Angeh├Ârigen, waren der Einladung nach T├╝bingen gefolgt. Aufgrund des gro├čen Interesses musste bereits im Vorfeld der Veranstaltung in einen deutlich gr├Â├čeren H├Ârsaal in der N├Ąhe der neuen T├╝binger Augenklinik gewechselt werden.



"Meet the Experts" - das Motto des Patiententages durfte man w├Ârtlich nehmen. Mit Prof. Zrenner sowie PD Dr. med. Katarina Stingl, Prof. Dr. med. Karl Ulrich Bartz-Schmidt, PD Dr. med. Andreas Schatz und Prof. Dr. med. Dr. phil Dominik Fischer waren weltweit anerkannte Spezialisten aus Medizin und Forschung des Universit├Ątsklinikums T├╝bingen versammelt, um den Teilnehmern ganz pers├Ânlich Rede und Antwort zu stehen.



Dr. Stingl, die die Sprechstunde f├╝r erbliche Netzhauterkrankungen an der Universit├Ąts-Augenklinik T├╝bingen als Nachfolgerin von Prof. Zrenner leitet, hatte wenige Tage vorher vom Patientenverband PRO RETINA den Retinitis-Pigmentosa-Forschungspreis 2017 erhalten. Die Fach├Ąrztin f├╝r Augenheilkunde referierte unter anderem ├╝ber aktuelle Studien zu Netzhautimplantaten. Einigen der bereits erblindeten Patienten k├Ânnen Netzhautimplantate helfen, einen Teil der Sehf├Ąhigkeit wieder zu gewinnen. Prof. Dominik Fischer informierte die interessierten Besucher ├╝ber die M├Âglichkeiten der Gentherapie, die allerdings zurzeit noch in der Studienphase sind. Prof. Bartz-Schmidt, der ├Ąrztliche Direktor der T├╝binger Universit├Ąts-Augenklinik, der zu den weltweit wenigen Spezialisten geh├Ârt, die diese Operation durchf├╝hren k├Ânnen, erl├Ąuterte anschlie├čend, wie die Implantation eines subretinalen Sehchips durchgef├╝hrt wird. Er stellte auch andere Sehprothesen, die in K├Âln implantiert wurden, vor. Aufmerksam folgten die Zuh├Ârer auch den Ausf├╝hrungen von Prof. Zrenner. Er beschrieb den Stand der Forschung in Bezug auf Therapiem├Âglichkeiten bei RP. Je nach Patient und Krankheitsverlauf m├╝sse entschieden werden, ob Pr├Ąvention, Erhalt oder Wiederherstellung angezeigt seien. Entsprechend k├Ânnten medikament├Âse oder Gentherapie sowie Elektrostimulation oder elektronische Implantate in Fragen kommen. Dr. Schatz, unter anderem Studienleiter in der Abteilung "Experimentelle Elektrophysiologie" der Augenklinik, erkl├Ąrte in seinem Vortrag "Die Transkorneale Elektrostimulation (TES) - ein erster Therapieansatz bei RP" welche Voraussetzungen erf├╝llt sein m├╝ssen, damit bei RP-Patienten mit ausreichendem Restsehverm├Âgen der Verlauf der Erkrankung mittels Elektrostimulation verlangsamt werden kann.







Was den Patiententag f├╝r die Betroffenen so au├čergew├Âhnlich machte, waren neben den Vortr├Ągen der Experten vor allem die Berichte von Betroffenen wie Verena Heier. Die 26-j├Ąhrige RP-Patientin war aus K├Âln angereist, um ├╝ber ihre pers├Ânlichen Erfahrungen mit der Elektrostimulation zu erz├Ąhlen: "Die TES Therapie gibt mir die Sicherheit, etwas gegen das Voranschreiten der Erkrankung zu tun." Das Gef├╝hl zu haben, etwas gegen die Krankheit tun zu k├Ânnen, war auch f├╝r Peter B├Âhm wichtig, als er sich das Implantat mit 47 Jahren einsetzen lie├č. Der IT-Berater schilderte seine Erfahrungen mit dem Chip: "Der Chip half mir, mich im Dunkeln besser zu orientieren, vor allem bei starken Lichtquellen und Kontrasten. Das geht allerdings nicht ohne Training." Miikka Terho wurde von Prof. Zrenner als echter Pionier vorgestellt, da ihm 2008, als einer der ersten Patienten weltweit, der Chip der Retina Implant eingesetzt worden war. Der Finne konnte seinen Namen, der in 8 cm gro├čen wei├čen Lettern auf schwarzem Grund vor ihm geschrieben stand, nicht nur entziffern, sondern sogar korrigieren: "Ein bis dato Blinder weist auf einen Schreibfehler in seinem Namen hin", beschrieb Prof. Zrenner den damals Aufsehen erregenden Forschungserfolg. Inzwischen tr├Ągt der vollst├Ąndig erblindete RP-Patient nach einer erfolgreichen Reimplantation die Weiterentwicklung des Chips: den RETINA IMPLANT Alpha AMS, der das CE-Kennzeichen besitzt.



Dass, bei allen Fortschritten in der Medizin, die Diagnose Retinitis pigmentosa zun├Ąchst ein Schock ist, beschrieb Karin Papp als Vertreterin der Selbsthilfeorganisation PRO RETINA Deutschland e.V. sehr eindr├╝cklich. Sie ist selbst Betroffene und schilderte, wie es sich anf├╝hlt, wenn einem der Arzt erkl├Ąrt, dass man an einer unheilbaren Krankheit leidet, die zur Zerst├Ârung der Netzhaut und im Endstadium meist zur vollst├Ąndigen Erblindung f├╝hren wird. Sich mit dem scheinbar unausweichlichen Verlauf der erblich bedingten degenerativen Netzhauterkrankung nicht abfinden zu wollen, war sicherlich die Triebfeder f├╝r viele der angereisten Teilnehmer. Und auch wenn die Experten ihnen keine Wunder versprechen konnten - und wollten -, so konnten sie ihnen doch eindrucksvoll vermitteln, dass es so viele aussichtsreiche Forschungsans├Ątze zum Verst├Ąndnis und zur Verh├╝tung von Blindheit gibt, wie nie zuvor.

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Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die Retina Implant AG unterst├╝tzte die Veranstaltung
Die Retina Implant AG erforscht und entwickelt innovative Therapien und Hightech-Produkte f├╝r Menschen, die an der Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) leiden. Bereits erblindeten Patienten kann das subretinale Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS helfen, einen Teil der Sehf├Ąhigkeit wieder zu gewinnen. Der Mikrochip besitzt das CE-Kennzeichen und wird in spezialisierten RI Implantationszentren unter die Netzhaut implantiert (subretinal).
F├╝r RP-Patienten mit ausreichendem Restsehverm├Âgen bietet die Transkorneale Elektrostimulation (TES Therapie) mit dem RI OkuStim┬« System die Chance, den Verlauf der RP-Erkrankung zu verlangsamen.
Das Unternehmen mit Sitz in Reutlingen besch├Ąftigt rund 45 Mitarbeiter und wird geleitet von Reinhard Rubow (CEO und Vorstandssprecher), J├╝rgen Klein (Vorstand Marketing & Vertrieb) und Dr. Alfred Stett (Vorstand Technologie).



PresseKontakt / Agentur:

Zeeb Kommunikation GmbH
Anja P├Ątzold
Hohenheimer Stra├če 58a
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Bereitgestellt von Benutzer: Adenion
Datum: 11.10.2017 - 13:40 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ines W├╝lker
Stadt:

Reutlingen


Telefon: 07121 36403-0

Kategorie:

Forschung und Entwicklung



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