(ots) - Online-Zwang, eingeschränkte Rechte an gekauften
Spielen, schlechtes Marketing - es gibt kaum etwas, was Microsoft zum
Start der Xbox One vor vier Jahren nicht falsch gemacht hätte. Zwar
wurde das meiste bereits nach kurzer Zeit wieder geändert, doch da
war es bereits zu spät. So leicht vergisst ein Videospieler nicht und
verzeihen tut er erst recht nicht. Auch deshalb ist Sony mit seiner
Playstation vier Jahre später allen Mitbewerbern Lichtjahre enteilt.
Es ist bewundernswert, dass die von Bill Gates gegründete Firma
dennoch nie aufgegeben hat und in diesem Herbst wieder eine neue
Konsole auf den Markt bringt - zu einer Zeit, in der das Videospiel
langsam aber sicher endlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen
ist. Ob ein Startpreis von knapp 500 Euro allerdings dazu angetan
ist, die Vorherrschaft der Japaner zu brechen, darf bezweifelt
werden.
Ja, die Technik der "Xbox One X" ist gut. Aber was bringt sie,
wenn viele deutsche Haushalte sie gar nicht nutzen können, weil
passende Fernseher und schnelle Internetleitungen noch fehlen? Ein
erneuter Flop aber wäre schade. Vor allem für die Videospieler. Denn
auch bei Videospielkonsolen gilt, dass Konkurrenz geschäftsbelebend
ist.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell