PINKWART: Wir wollen mit Hochschulsonderprogramm 5.000 Stellen schaffen
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Berlin. Im Vorfeld des zweiten Bildungsgipfels hat der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und nordrhein-westfÀlische Innovationsminister PROF. DR. ANDREAS PINKWART in Abstimmung mit dem PrÀsidium der FDP ein Positionspapier vorgelegt. Hierzu erklÀrte PROF. DR. ANDREAS PINKWART heute vor Medienvertretern in Berlin:
"Die FDP bekrĂ€ftigt ihr Ziel, den staatlichen Anteil von Bund, LĂ€ndern und Kommunen zur Erreichung des 10-Prozent-Ziels spĂ€testens bis 2015 zu erreichen und nachhaltig zu sichern. Der Bund soll es LĂ€ndern, Kommunen, Wirtschaft und Privaten erleichtern, ihre jeweiligen BeitrĂ€ge bis spĂ€testens 2015 zu erbringen. Wir sind dabei offen fĂŒr VorschlĂ€ge aus den LĂ€ndern, die zur Erreichung des 10-Prozent-Ziels geeignet sind und eine unmittelbare oder mittelbare Finanzierung durch den Bund erfordern. Gleichzeitig erteilen wir aber allen Versuchen eine Absage, den erforderlichen Finanzbedarf mit allerlei Finanzakrobatik so klein wie nur eben möglich zu rechnen.
Schwarz-Gelb hat eine klare PrioritĂ€tensetzung fĂŒr mehr Bildung und Forschung vereinbart. Der bevorstehende Bildungsgipfel muss diese Schwerpunktsetzung widerspiegeln und ein hohes MaĂ an Verbindlichkeit bei den MaĂnahmen wie bei der notwendigen Finanzierung erreichen.
Im Rahmen des von der schwarz-gelben Koalition vereinbarten Mittelaufwuchses beim Bund allein bis 2013 in Höhe von 12 Milliarden Euro spricht sich die FDP neben der bereits beschlossenen VerlĂ€ngerung der drei Pakte fĂŒr Hochschulen, Exzellenz und Forschung insbesondere fĂŒr folgende MaĂnahmen aus:
- Das nationale Stipendienprogramm soll parallel zur Aufstockung des BaFöG bereits zum kommenden Wintersemester starten. Wir mĂŒssen alles tun, um Aufstieg durch Bildung zu ermöglichen und nicht durch finanzielle Fragen zu gefĂ€hrden.
- Der Bologna-Prozess ist richtig und wichtig. Neben sichtbaren Erfolgen bei der Studiennachfrage, der Studiendauer und den Absolventenzahlen gibt es aber noch Verbesserungsbedarf. Hierzu zĂ€hlt die ĂberprĂŒfung der Studierbarkeit durch die Hochschulen und Akkreditierungsagenturen ebenso wie eine bessere personelle Ausstattung. Wir schlagen hierzu als Anschub ein Hochschulsonderprogramm des Bundes vor. Die Verbesserung der Betreuungsrelation berĂŒhrt den Kern hochwertiger Lehre. Wir wollen in den kommenden zehn Jahren die Schaffung von 5000 Stellen fĂŒr Juniorprofessoren und wissenschaftliche Mitarbeiter mit einem Gesamtvolumen von 4 Milliarden Euro fördern.
- Ebenfalls ergĂ€nzend zum Hochschulpakt zwischen Bund und LĂ€ndern setzen wir uns fĂŒr ein gemeinsames Programm zur Erhöhung der StudienanfĂ€ngerplĂ€tze in der Humanmedizin ein. Um der Nachfrage der doppelten AbiturjahrgĂ€nge zu entsprechen, soll das Studienplatzangebot von 2011 bis 2017 zunĂ€chst um 10 Prozent erweitert werden. Ab 2017 soll die Anzahl der angebotenen StudienplĂ€tze dauerhaft um rund 5 Prozent ĂŒber dem heutigen Niveau bestehen bleiben, um dem Ărztemangel wirksam zu begegnen.
- Zur StĂ€rkung der Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen der Wirtschaft hĂ€lt die FDP eine baldige Vereinbarung zwischen Bund und LĂ€ndern zur EinfĂŒhrung einer steuerlichen FuE-Förderung fĂŒr unverzichtbar.
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