PresseKat - Das Erste / "Maischberger" - Im Anschluss an den Fernsehfilm "Die Stille danach"

Das Erste / "Maischberger" - Im Anschluss an den Fernsehfilm "Die Stille danach" am Mittwoch, 12. Oktober 2016, um 21:45 Uhr

ID: 1410717

(ots) - Das Thema:

Die Amokläufer: Warum wird aus Hass Mord?

Am 12. Oktober 2016 um 20:15 Uhr steht ein Amoklauf im Mittelpunkt
des Fernsehfilms "Die Stille danach" (MDR/ORF). Ein Teenager richtet
in seiner Schule ein Blutbad an, erschießt sich später selbst und
lässt seine vor Trauer und Schock gelähmte Familie fassungslos
zurück. In ihrer Sendung "Maischberger" direkt im Anschluss an den
Fernsehfilm beschäftigen sich dann Sandra Maischberger und ihre Gäste
ebenfalls mit dem Thema Amoklauf. Zusätzlich wird auf
www.DasErste.de/amok ein Live-Chat zum Themenabend angeboten.

Erfurt, Winnenden, München: Wie immer nach solchen Taten stellt
sich auch nach dem jüngsten Amoklauf in der bayerischen Hauptstadt
die Frage: Warum erschießt ein junger Mann wahllos Menschen? Ist
niemandem aufgefallen, dass er ein solches Verbrechen plante? Müssten
Eltern nicht erkennen, dass ihre Söhne potenzielle Täter sind? Warum
fallen Mitschülern oder Lehrern keine alarmierenden Vorzeichen auf?

Die Gäste:
Arbnor Segashi (Schwester starb bei Münchner Amoklauf)
Gisela Mayer (Mutter eines Amok-Opfers)
Pascal Mauf (überlebte Erfurter Amoklauf)
Prof. Dr. Britta Bannenberg (Kriminologin)

Arbnor Segashi / Die jüngere Schwester des Studenten wurde am 22.
Juli 2016 bei dem Amoklauf in München getötet. Als der Student von
den Schüssen am Olympia-Einkaufszentrum hörte, geriet er in Panik.
Denn seine Schwester Armela war mit einer Freundin dorthin gegangen.
Zwölf Stunden suchte er vergeblich nach der 14-Jährigen. "Mit dem Tod
von Armela haben meine Familie und ich alles Glück verloren", sagt
Arbnor Segashi. Hass auf den Täter empfindet der 21-Jährige trotzdem
nicht: "Hass ist der falsche Weg, denn Hass hat auch den Amokläufer
zu seinen Taten getrieben."

Gisela Mayer / Am 11. März 2009 tötete der Schüler Tim K. in




Winnenden 15 Menschen und verletzte 13 schwer. "Es war der
schwärzeste Tag meines Lebens", erinnert sich Gisela Mayer. Ihre 24
Jahre alte Tochter, eine angehende Lehrerin, wurde von dem
17-Jährigen in der Albertville-Realschule erschossen. Nach der Tat
versuchte Gisela Mayer mehrmals, Kontakt zu den Eltern des
Amokläufers aufzunehmen, um mehr über dessen Motiv zu erfahren - ohne
Erfolg. Die 59-Jährige engagiert sich seit der Tat gegen Gewalt an
Schulen.

Pascal Mauf / Den 26. April 2002 wird der 33-Jährige nie mehr
vergessen. Ein Amokläufer platzte mitten in seine Abiturprüfung am
Gutenberg-Gymnasium in Erfurt und erschoss vor den Augen der Schüler
seine Lehrerin. Pascal Mauf und seine Mitschüler verbarrikadierten
sich stundenlang im Klassenraum, bis sie von der Polizei gerettet
wurden. Der Amokläufer, ein ehemaliger Mitschüler, tötete 16
Menschen, bevor er sich selbst erschoss. "Ich kannte ihn ja vorher
als Schüler, also stellte ich mir lange die Frage: Warum habe ich
nicht gemerkt, dass etwas falsch läuft", sagt der heutige
stellvertretende Pressesprecher eines thüringischen
Landesministeriums.

Prof. Dr. Britta Bannenberg / "Die Profile der Amoktäter ähneln
sich. Sie haben eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, sind
Einzelgänger, extrem kränkbar, aber nicht impulsiv oder aggressiv
auffällig", erklärt die Amokexpertin. Seit über zehn Jahren
analysiert die Wissenschaftlerin Verhaltensmuster und spricht mit
überlebenden Tätern und Angehörigen. Britta Bannenberg hält es für
möglich, Amoktaten zu verhindern: "Gerade junge Täter machen im
Vorfeld eine Reihe von Andeutungen."

Die Kriminologin Prof. Dr. Britta Bannenberg wird an den Chats des
ARD-Themenabends teilnehmen.

"Maischberger" ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD,
hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit der Vincent TV GmbH.

Im Internet unter www.DasErste.de/maischberger

Redaktion: Elke Maar (WDR)

Fotos über www.ard-foto.de



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Datum: 11.10.2016 - 11:34 Uhr
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