(ots) -
Sperrfrist: 19.09.2016 19:00
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Die Europäische Union setzt im Kampf gegen die synthetische Droge
Crystal auf eine Gesetzesverschärfung. Nach Recherchen von "MDR
Aktuell" wird deshalb die EU-Verordnung zu den sogenannten
Drogenausgangsstoffen zum 21. September 2016 geändert.
Demnach fällt die Chemikalie Chlorephedrin künftig in die
"Kategorie 1" der EU-Verordnung zu Drogenausgangsstoffen und
unterliegt damit sehr starken Handelsrestriktionen sowie strengsten
Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen. Die Chemikalie Chlorephedrin
dient als Grundstoff für Crystal Meth, ist bisher leicht zugänglich
und unter anderem in Erkältungspräparaten wie Hustensäften enthalten.
Vertreiber und Verwender der chemischen Substanz benötigen nach
der neuen EU-Verordnung künftig eine Erlaubnis für den Besitz dieser
Stoffe und für alle Arten von Vorgängen im Zusammenhang
Chlorephedrin. Die Gesetzesverschärfung ist vor allem auf das
jahrelange Betreiben der sächsischen und bayerischen
Landesregierungen sowie Tschechiens zurückzuführen. Diese Länder sind
besonders stark mit der Droge konfrontiert.
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