(ots) - Vier NDR Autorinnen und Autoren werden in diesem
Jahr mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnet: Daniela Raskito
und Sven Hille aus der Trailer-Redaktion des NDR Fernsehens erhalten
die Ehrung für ihre zehnteilige Filmreihe "#EinMomentDerBleibt". In
den Filmen schildern Flüchtlinge in einem komplett weißen Studio ihre
bewegende Geschichte und die meist sehr traumatische Zeit der Flucht.
In der Kategorie Hörfunk bekommen Christian Hinkelmann und Sharon
Welzel den Preis für das Projekt "Stolpersteine". N-JOY, das junge
Hörfunk-Programm des NDR, hat es gemeinsam mit Studierenden der
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) realisiert. In
den "Stolpersteinen", Teil der ARD-weiten Aktion "Auschwitz und ich"
anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des
Konzentrationslagers, beschreiben überlebende Häftlinge den grausamen
Alltag im Vernichtungslager. Der Medienpreis der Evangelischen Kirche
wird am 12. Oktober 2016 im Rahmen des 4. Evangelischen
Medienkongresses in Kooperation mit dem NDR in Hamburg überreicht.
NDR Intendant Lutz Marmor: "Den Autorinnen und Autoren ist es
jeweils gelungen, ernste Themen eindringlich und für die Menschen
berührend umzusetzen. Dafür ist der renommierte
Robert-Geisendörfer-Preis eine verdiente Auszeichnung."
Zur Ehrung von "#EinMomentDerBleibt" in der Kategorie Fernsehen
sagt die Jury: "Mit radikaler und konsequenter filmischer Reduktion
gelingt ein eindringlicher Appell, dass jeder Mensch zählt und seine
Rechte nicht verhandelbar sind." Daniela Raskito und Sven Hille
erhielten für ihre Filmreihe in diesem Jahr bereits den
DRK-Medienpreis. Die Beiträge liefen im November und Dezember im NDR
Fernsehen sowie im Januar im WDR Hörfunk, unter
www.NDR.de/einmomentderbleibt sind sie im Internet zu sehen.
Die Auszeichnung an Christian Hinkelmann und Sharon Welzel
begründet die Jury so: "Das Radioprogramm für junge Hörerinnen und
Hörer lässt Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz zu Wort
kommen. Erlebnisberichte, die eine Woche lang wie Stolpersteine ins
Programm gerollt wurden und Gelegenheit boten, sich mit dem Holocaust
auseinanderzusetzen. Für das Projekt wurde über Monate in den
Schallarchiven der ARD recherchiert". Die unkommentierten, kurzen
O-Töne der überlebenden Häftlinge, die auf N-JOY zu hören waren,
wurden von den Design-Studierenden des Labors für Zeitbezogene Medien
auch visualisiert - die Videos sind auf Internetseite
www.auschwitzundich.ARD.de veröffentlicht. Das crossmediale Projekt
wurde auch mit dem Karl H. Ditze Förderpreis 2015 geehrt.
Der Robert-Geisendörfer-Preis wird seit 1983 alljährlich für
herausragende publizistische Leistungen deutscher Radio- und
Fernsehsender verliehen. In jeder Kategorie werden zwei Produktionen
ausgezeichnet, die "das persönliche und soziale
Verantwortungsbewusstsein stärken, zum guten Miteinander von
Einzelnen, Gruppen, Völkern und zur gegenseitigen Achtung der
Geschlechter beitragen." Jede Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert.
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