Starker Anstieg von Vandalismus und Graffiti / DB intensiviert Vorbeugung
(pressrelations) - >DB-PrÀventionszug macht Station in Leipzig / Neun Prozent mehr Delikte, 50 Millionen Schaden jÀhrlich / DB und Bundespolizei steigern Anstrengungen im PrÀventionsbereich
(Leipzig, 26. November 2009) Die Deutsche Bahn verzeichnet einen starken Anstieg der Delikte durch Vandalismus und Graffiti und intensiviert daher ihre BemĂŒhungen im Kampf gegen dieses Ăbel. "Vorbeugung gegen Gewalt und Vandalismus ist ein wichtiger Bestandteil unseres gesellschaftlichen Engagements. Alle Experten sind sich einig, dass nur durch eine Intensivierung der PrĂ€ventionsmaĂnahmen der Trend umgekehrt werden kann", erlĂ€utert Artur Stempel, KonzernbevollmĂ€chtigter der DB fĂŒr den Freistaat Sachsen, beim Start des PrĂ€ventionszuges in Leipzig. Am Samstag, 28. November findet von 9 bis 14 Uhr in Leipzig ein Publikumstag statt. Dieser Tag der offenen TĂŒr ermöglicht allen Interessierten einen Blick in den PrĂ€ventionszug.
Im Verlauf dieses Jahres wurden laut Bundespolizei-Statistik 39 078 Taten gezĂ€hlt. Dies entspricht einem Anstieg von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2008: 35 846 FĂ€lle). Diese Zahlen bestĂ€rken die DB und die Bundespolizei in ihrer Auffassung, dass PrĂ€ventionsmaĂnahmen ausgeweitet werden mĂŒssen. "Die PrĂ€ventionskampagne gegen Gewalt, Vandalismus, Graffiti und Scratching soll Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene sensibilisieren", so Ralph W. KrĂŒger, Leiter Einsatz bei der Bundespolizeidirektion Pirna. Bahninterne Zahlen ĂŒber Graffiti und Vandalismus weisen zusĂ€tzlich aus, dass das AusmaĂ der SchĂ€den steigt. "Die TĂ€ter schlagen immer intensiver zu", ergĂ€nzt Erhard Kittler, Regionalbereichsleiter SĂŒdost der DB Sicherheit GmbH. "Heute werden im Vergleich zu frĂŒher ganze ZĂŒge besprĂŒht und nicht nur ein einzelnes Graffiti angebracht." Auf das Jahr betrachtet, geht die DB davon aus, wie im Vorjahr rund 50 Millionen Euro fĂŒr die Beseitigung der SchĂ€den aufbringen zu mĂŒssen.
Ein Instrument bei der Vorbeugung ist der DB-PrĂ€ventionszug, der im Rahmen der Sicherheitskampagne "Fair und sicher unterwegs" auf Tour geht. Nach Leipzig macht er in Magdeburg, Braunschweig, Dortmund, Essen und Köln Halt. Der PrĂ€ventionszug besteht aus fĂŒnf Themenwagen, durch die ein multimedialer Lehrpfad fĂŒhrt. Rund 120 Minuten dauert ein Besuch, der von Experten der DB wie auch der Bundespolizei begleitet wird. Zudem findet innerhalb der FĂŒhrung ein Konflikt- und Situationstraining statt, dass durch Bundespolizisten durchgefĂŒhrt wird. Neben der Bundespolizei sind die Schweizerischen Bundesbahnen und das Deutsche Forum fĂŒr KriminalprĂ€vention Partner des PrĂ€ventionszugs.
Neben dem PrĂ€ventionszug unternimmt die DB groĂe Anstrengungen, um die PrĂ€ventionsarbeit zu verstĂ€rken. Beispielweise wurden allein dieses Jahr 46 000 SchĂŒler (2008: 31 000) ĂŒber Vandalismus und Gefahren auf Bahnanlagen informiert. HierfĂŒr sind eigens 24 Mitarbeiter der Deutschen Bahn deutschlandweit in Schulen unterwegs.
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