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"Nachtcafé: Der erste Eindruck zählt" / Haben Vorurteile auch Vorteile? Darüber diskutiert Moderator Michael Steinbrecher u. a. mit Schlagersänger Roberto Blanco (FOTO)

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(ots) -
Ob beim Bewerbungsgespräch oder beim ersten Date: Es braucht nur
eine Zehntelsekunde, bis unser Gehirn ein Urteil über unser Gegenüber
gefällt hat. Dieser erste Eindruck verändert sich auch im weiteren
Verlauf des Kennenlernens kaum noch. "Der erste Eindruck zählt" ist
das Thema im ersten "Nachtcafé" nach der Sommerpause. Moderator
Michael Steinbrecher begrüßt dazu unter anderem Schlagersänger
Roberto Blanco und seine Ehefrau Luzandra. Zu sehen am Freitag, 16.
September, 22 Uhr im SWR Fernsehen.

Unbewusste Beeinflussung durch Stereotype Abgestempelt,
abgewertet, ausgegrenzt: Alle haben Stereotype im Kopf, die einen
mehr beeinflussen, als man glaubt. Dicke Menschen müssen permanent
Demütigungen und abfällige Kommentare ertragen. Wer eine andere
Herkunft oder Hautfarbe hat, für den sind misstrauische und
voreingenommene Blicke fast schon Alltag. Und manchmal ist es nur der
vermeintlich falsche Vorname auf den Bewerbungsunterlagen - und schon
werden Kevin oder Chantal eben nicht zum Vorstellungsgespräch
eingeladen.

Wie kommt man raus aus dem Schubladendenken? Auch wenn es um
Status und gesellschaftliches Ansehen geht, prägt der erste Eindruck.
So funktioniert das Prinzip "Mehr Schein als Sein" bei Hochstaplern
hervorragend. Immer wieder gelingt es charismatischen Blendern, als
falsche "Halbgötter in Weiß" jahrelang ganze Krankenhausteams zu
täuschen oder sich dank aristokratischem Habitus Zugang in gut
betuchte Kreise zu verschaffen. Wie unvoreingenommen ist man
tatsächlich, wenn man Unbekannten begegnet? Wie kommt man raus aus
diesem Schubladendenken? Haben Vorurteile vielleicht auch Vorteile?

Die Gäste im "Nachtcafé":

Roberto Blanco mit Ehefrau Luzandra, erleben Vorurteile durch
ihren Altersunterschied Gute Laune ist bei seinen Showauftritten
programmiert: "Ein bisschen Spaß muss sein" ist mehr als einer seiner




größten Hits, denn Lebensfreude pur versprüht Roberto Blanco bereits
seit mehr als 60 Jahren auf der Bühne. Vorurteile aufgrund seiner
dunklen Hautfarbe kennt die 79-jährige Entertainment-Ikone nicht.
Ganz im Gegenteil: "Genau das war mein Türöffner in die
Unterhaltungsbranche. In den 50er Jahren war ich der einzige Farbige
im deutschen Showgeschäft." Wenn er sich aber an der Seite seiner
Ehefrau zeigt, sind Vorurteile meist an der Tagesordnung. Doch der
Schlagersänger und seine 40 Jahre jüngere Luzandra pfeifen auf
spöttische Kommentare. Und wenn die blonde Kubanerin erzählt, dass
sie früher in der Schach-Nationalmannschaft gespielt hat, kommen
erst recht ungläubige Blicke, so Luzandra Blanco: "Die meisten
urteilen leider nach dem Äußeren und schauen nicht auf den Menschen
dahinter."

Anna Konda, die Wrestlerin hält nichts von Rollenbildern Blond und
eher zierlich - so sah früher auch Anna Konda aus. Doch das
Barbie-Image hat sie längst abgestreift, heute bringt die Wrestlerin
115 Kilo auf die Waage. Die zweifache Mutter holt im Fitnessstudio
täglich das Äußerste aus ihrem Körper heraus. Ihr Bizeps misst 47
Zentimeter, beim Bankdrücken schafft sie 150 Kilo. Vier Mal
hintereinander. Die Berlinerin hält nichts von Rollenbildern. "Ich
möchte diese männliche und weibliche Struktur in der Gesellschaft ein
bisschen durchbrechen. Auch um Männern zu zeigen, dass Frauen stärker
sein können."

Janis McDavid, hat weder Arme noch Beine Ob im Supermarkt, auf
Behörden oder im Zug - Janis McDavid fällt auf. Der
Wirtschaftsstudent hat keine Arme und keine Beine - an starrende
Blicke und Getuschel hat er sich längst gewöhnt. "Wenn ich in ein
Restaurant gehe, fühle ich mich manchmal wie ein Superstar - alle
drehen sich nach mir um", so Janis McDavid. Auf den ersten Blick wird
ihm oft wenig zugetraut - doch genau diese Zweifel sind sein Ansporn.
Sein Lebensmotto: Unmögliches möglich machen.

Prof. Dr. Dieter Frey, Sozialpsychologe

Ob beim Bewerbungsgespräch oder beim Blind Date - jeder will sich
bei der ersten Begegnung von seiner besten Seite zeigen. Denn bereits
innerhalb von Millisekunden bildet der Mensch unterbewusst eine
Meinung über sein Gegenüber. "Dem äußeren Erscheinungsbild schenken
wir ganz besondere Aufmerksamkeit", so Sozialpsychologe Prof. Dr.
Dieter Frey: "Attraktive Menschen haben einen Vertrauensvorschuss,
bekommen im Durchschnitt bessere Noten und werden von Richtern milder
verurteilt."

"Nachtcafé: Der erste Eindruck zählt" am Freitag, 16. September,
22 Uhr im SWR Fernsehen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Karen Schuller, Tel. 0711 929
13553 Fotos über www.ARD-Foto.de Pressekontakt: Svenja Trautmann,
Tel. 07221 929 22285, svenja.trautmann(at)SWR.de


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Datum: 14.09.2016 - 10:56 Uhr
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