PresseKat - „Von Schwärmen und Umschwärmten...“: Ein deutsch-koreanisch-afrikanisches Tanzprojekt

„Von Schwärmen und Umschwärmten...“: Ein deutsch-koreanisch-afrikanisches Tanzprojekt

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Wie Frauenbilder in verschiedenen Kulturen geformt werden und wie sie sich in ihrer jeweiligen Gesellschaftsform positionieren, zeigen sechs Tänzerinnen aus Deutschland, Korea und Afrika in der Produktion „Von Schwärmen und Umschwärmten...“ von Ilona Pászthy (IPtanz) in Kooperation mit TrustDanceTheatre, Seoul, und Compagnie Jacques Bana Yanga, Kinshasa. Dabei lassen sie sich in ihrer künstlerischen Arbeit inspirieren von Themen wie dem Umgang mit Schönheitsidealen, Wünschen, Selbstverwirklichung oder Anpassung.
Das Stück wurde sowohl als Outdoor- als auch Indoor-Version konzipiert und feiert somit zwei Premieren: am 2.10.2016 im Öffentlichen Raum sowie am 7.10.2016 um 20 Uhr in den Räumen von BARNES CROSSING, Freiraum für TanzPerformanceKunst im Kunstzentrum Wachsfabrik.
Informationen sowie Ticket-Reservierung unter
www.barnescrossing.de oder www.ip-tanz.com.

(firmenpresse) - Schwerpunktthema aller Produktionen von Ilona Pászthy in diesem Jahr ist „Schwarm“. In allen Stücken liegt der Fokus auf der Frage nach gesellschaftlichen Verhaltensmustern und Interaktionsformen sowie deren Ausformung in Schwarmstrukturen und Netzwerken. Welchen Stellenwert hat der einzelne in ihnen und wie findet er seine Rolle darin? Was denken andere von mir, kann ich meinen eigenen Weg gehen oder passe ich mich den vorherrschenden Normen an?
Das Wissen darüber, wie sich Schwärme aus Individuen bilden, und welchen Gesetzmäßigkeiten sie dabei folgen, hat Pászthy intensiv recherchiert: So lieferte der Mathematiker und Schwarmforscher Dr. Dr. Dimitry Volchenkov (Fakultät für Physik, Universität Bielefeld) theoretisches Hintergrundwissen, ein Aufenthalt Korea brachte praktische Einblicke in die Lebenswelten kollektivistischer Gesellschaften und offenbarte das Maß an Freiheit, das dem Individuum zugestanden wird. Ist die eigene Entscheidung vielleicht doch nur ein Streben nach Normhaftigkeit?
Während der Probenphase in Seoul im Juli diese Jahres etwa stellte Pászthy schnell fest: Ohne plastische Chirurgie geht dort bei Frauen fast nichts. Ist ein (vermeintlicher) Makel korrigiert, folgt der nächste, dann der übernächste – wann ist Schluss? „Mir ist klar geworden, dass koreanische Frauen viel stärker als bei uns Sklaven eines vorgegebenen Schönheitsdeals sind“, erklärt Pászthy. „Wie eingeengt
die Frauen dabei sind, wie abhängig von ,ihrer Klinik‘ und der Anerkennung von außen, war dann auch schnell Thema der Probenarbeit.“ – eindrucksvoll dargestellt von einer in Frischhaltefolie eingewickelten Tänzerin. Sie ist zwar „konserviert“, aber auch eingeengt, und ihr Gesicht von der Folie plattgedrückt und zur Fratze eingeschnürt.
Im September ist ein weiterer Kooperationsaufenthalt in Kinshasa geplant. Anfang Oktober zeigen dann alle drei Compagnien die Ergebnisse ihres interdisziplinären, interkulturellen choreografischen Diskurs‘.




Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:

IPtanz
Ilona Pászthy erhielt ihre Ausbildung zur Tänzerin in Hannover und an der Dansacademie Rotterdam. Es folgten Engagements an verschiedenen Theatern und Kompanien. Sie ist Mitbegründerin des Choreografen Netzwerkes Köln e.V. „Barnes Crossing“ und seit 2001 auch als Dozentin an Schauspiel- und Hochschulen tätig. Seit 2000 entstehen mit ihrer interdisziplinären Künstlergruppe IPtanz jährlich eigene Produktionen, die spartenübergreifend sozialkritisch den Zeitgeist und die daraus resultierenden gesellschaftlichen Strukturen zum Thema haben. Grundlegend für ihre künstlerische Arbeit ist das choreografierte Zusammenspiel unterschiedlicher Kunstsparten und Tanz auf der Bühne. Die Einbeziehung des öffentlichen Raumes bzw. die Auflösung des konventionellen Theaterraumes sind wesentliche Bestandteile ihrer Inszenierungen.



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Andrea Böttcher
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Datum: 30.08.2016 - 14:02 Uhr
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Kategorie:

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Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 01.09.2016

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