(ots) - Zwei Rechtsanwälte aus Bremen und
Baden-Württemberg haben am Freitag (19. August 2016) Strafanzeige bei
der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen den amtierenden
VW-Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller gestellt. "Der
VW-Abgas-Skandal verlangt auch nach strafrechtlichen Konsequenzen",
sagte dazu der Bremer Rechtsanwalt Jens-Peter Gieschen von der
Kanzlei KWAG - Rechtsanwälte.
Zusammen mit dem Rechtsanwalt Michael Winter aus Kornwestheim
wirft Gieschen dem VW-Chef unter anderem Anstiftung beziehungsweise
Beihilfe zum Betrug, zur Luftverunreinigung und zur Körperverletzung
vor. Jeder Käufer eines Fahrzeugs mit manipulierter Software sei
Opfer eines seit langen Jahren geplanten Betrugs geworden.
Gleichzeitig würde durch das Betreiben manipulierter Fahrzeuge der
Tatbestand der Körperverletzung erfüllt. "Die Fahrzeuge sind nicht
zulassungsgemäß, mithin unter Verletzung verwaltungsrechtlicher
Pflichten geführt worden", sagt Winter. Hiervon hätten die Kunden
jedoch keine Kenntnis. "Sie handelten ohne Vorsatz." Jedoch sei den
Herstellern, also der Volkswagen AG und ihren Konzernmarken,
selbstverständlich bekannt gewesen, dass die betroffenen Fahrzeuge
entgegen den öffentlich-rechtlichen Vorschriften geführt würden. Die
Abgasvorschriften dienten dem Schutz der Umwelt und sollen
schädlicher Luftverschmutzung entgegenwirken. "Die illegale
Manipulation der Abgaswerte wird sich langfristig negativ auf die
Gesundheit der Menschen auswirken und ist damit eine Körperverletzung
im Sinne des Paragrafen 223 Strafgesetzbuch", sagt Rechtsanwalt
Winter.
Bisher ermittle die zuständige Staatsanwaltschaft offensichtlich
nur gegen Ex-VW-Vorstand Martin Winterkorn und den amtierenden
VW-Markenchef Herbert Diess. "Nach unserer Auffassung genügt das
nicht", sagt Rechtsanwalt Gieschen. Vielmehr sollten die
strafrechtlichen Ermittlungen auf den jetzigen Vorstandsvorsitzenden
sowie weitere Verantwortliche ausgeweitet werden. So sei Matthias
Müller bereits ab dem Jahr 2006 in verantwortlichen Positionen im
VW-Konzern beschäftigt gewesen. Gieschen: "Er stellt somit
keinesfalls die selbst gepriesene 'Lösung des Problems' sondern
vielmehr einen wesentlichen Teil desselben dar."
Gestern (22. August 2016) war bekannt geworden, dass nach der
technischen Umrüstung der Stickoxid-Ausstoß eines abgasmanipulierten
Audi um mehr als 13 Prozent angestiegen war. Verbraucherschützer
fordern deshalb, behördliche Nachprüfungen für bereits umgerüstete
Diesel von Volkswagen durchzusetzen. Untersucht werden sollten die
Auswirkungen der Nachrüstung, sowohl durch offizielle Labortests als
auch unter realen Bedingungen auf der Straße.
"Wir gehen davon aus, dass die Staatsanwaltschaft
unvoreingenommen, zeitnah und vollumfänglich ihrem gesetzlichen
Auftrag genügt und die entsprechenden strafrechtlichen Konsequenzen
gegenüber den Verantwortlichen gezogen werden", sagt Winter.
KWAG - Rechtsanwälte kooperiert zur Durchsetzung von
Schadensersatzansprüchen für Besitzer von abgasmanipulierten
VW-Fahrzeugen eng mit Rechtsanwalt Michael Winter und der US-Kanzlei
Hausfeld. Außerdem sind die Kanzleien in Sachen Lkw-Kartell tätig, um
Erstattungen für Logistikunternehmen und Speditionen durchzusetzen,
die von den illegalen Preisabsprachen der Nutzfahrzeughersteller
betroffen sind.
Kanzleiprofil KWAG - Rechtsanwälte:
KWAG - Rechtsanwälte mit Sitz in Bremen gehört zu den größten
ausschließlich im Bank- und Kapitalmarktrecht tätigen
Anwaltskanzleien in Norddeutschland und zählt bundesweit zu den
ersten Adressen in diesem Rechtsbereich. Gründungspartner sind die
Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht Jan-Henning Ahrens und
Jens-Peter Gieschen. KWAG ist auf die Durchsetzung von
Anlegerinteressen ebenso spezialisiert wie auf die Begleitung von
Investitionsentscheidungen, Sanierungsgesprächen und Verhandlungen
mit Banken für klein- und mittelständische Unternehmen. Daneben
stellt die Kanzlei ihre juristischen Kompetenzen auch bei der
anlegerfreundlichen Konzeptionierung von Finanzmarktprodukten zur
Verfügung. KWAG positioniert sich ausschließlich und eindeutig an der
Seite von Kapitalanlegern und Investoren. Die klare Orientierung am
Anlegerinteresse und die langjährige umfassende Erfahrung im
Wirtschafts- und Kapitalanlagerecht machen KWAG zu einem
verlässlichen Partner für private und geschäftliche Mandanten, vor,
während und nach wichtigen Anlageentscheidungen.
Kanzleiprofil Rechtsanwalt Michael Winter:
Rechtsanwalt Michael Winter ist vor allem auf Verkehrsstraf-,
Bußgeld- und Fahr-erlaubnisrecht spezialisiert. Die Kanzlei bietet
außerdem Unfallabwicklung mit eigener Schadenabteilung an. Im Rahmen
eines "Juristischen Zentrums für Geschädigte der Automobilindustrie"
(JZGA) wird betroffenen Autobesitzern unter direkter Beteiligung von
Rechtsanwalt Michael Winter die Möglichkeit eröffnet, ihre
abgas-manipulierten Fahrzeuge deutlich über dem Marktpreis an eine
Autohaus-Kette zu veräußern, die beim Erwerb eines neuen oder
gebrauchten Fahrzeugs zusätzliche Sonderrabatte gewährt. Dadurch
erübrigt sich ein durch mehrere Instanzen zu führendes
Gerichtsverfahren, mögliche Schadensersatzansprüche gegenüber dem
Konzern bleiben unberührt.
Pressekontakt:
Rechtsanwalt Jens-Peter Gieschen, KWAG - Rechtsanwälte, Lofthaus 4,
Am Winterhafen 3a, 28217 Bremen, info(at)kwag-recht.de,
Tel.: 0421 520948-0, Fax: 0421 520948-9, www.kwag-recht.de
Rechtsanwalt Michael Winter, Heubergstraße 21, 70806 Kornwestheim,
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