(ots) -
"Zwischen Abkehr und Minztee" heißt der Film von Kadriye Acar, der
am Samstag, 16. Juli 2016, 18.00 Uhr, im ZDF den Blick nach
Düsseldorf-Oberbilk richtet und das dortige "Klein-Marokko am Rhein"
vorstellt. In dieser dritten Folge der neuen Reportage-Reihe "Mein
Land, Dein Land" wird ein Viertel der nordrhein-westfälischen
Landeshauptstadt erkundet, das ganz besonders von Zuwanderung geprägt
wurde und wird.
"Nur deutsch sein kann ich nicht, nur marokkanisch kann ich aber
auch nicht sein", sagt Inneneinrichter El Ourdane Aberkane aus
Düsseldorf. "Beides muss im Gleichgewicht sein." Der Besitzer des
marokkanischen Einrichtungshauses "Tisir" lebt mit seiner Familie in
zweiter Generation in Deutschland. Seine Kundschaft kommt aus der
ganzen Republik. Aberkane will den Marokkanern "ein Stück Heimat in
die Wohnzimmer bringen". Denn die Ellerstraße in Düsseldorf-Oberbilk
und die dazugehörigen Seitenstraßen bilden das so genannte
Maghrebinische Viertel. Dort finden sich marokkanische Bäcker, ein
Konditor, Supermärkte, Shisha-Bars und Möbelläden.
Düsseldorf hat die zweitgrößte marokkanische Community in
Deutschland. Eine kleine Gemeinde von rund 5000 Menschen, die selbst
oder deren Vorfahren vorwiegend aus Nord-Marokko, aus Nador, stammen.
Sie wurden als Gastarbeiter für die deutsche Industrie angeworben und
sind geblieben, wie so viele andere Gastarbeiter auch.
Wären nicht die Übergriffe von Köln in der Silvesternacht und das
"Projekt Casablanca" der Düsseldorfer Polizei gewesen - die
marokkanische Gemeinde hätte ihr Leben abseits der Öffentlichkeit
weiterführen können. Aber seither lebt das Viertel im
Scheinwerferlicht - und dagegen wehren sich seine Bewohner. Den
Medien misstraut man, "weil sie die Kriminellen mit den
Alteingesessenen in einen Topf geschmissen haben", sagt Nadia
Bouazzi-Ouldaly von "Nadia's Pflegedienst". Und doch gibt es auch
die, die bereit sind, ihr Viertel mit den Facetten zu zeigen, die es
für sie lebens- und liebenswert machen.
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