(ots) -
Mainz. Der SWR Rundfunkrat hat in seiner heutigen Sitzung
(Freitag, 8. Juli 2016) in Mainz den Jahresabschluss für das Jahr
2015 beraten und genehmigt. Dieser Jahresabschluss zeigt, dass die
finanzielle Lage des Südwestrundfunks (SWR) dank seines langfristig
angelegten Einspar- und Umbauprozesses solide ist. Das Bilanzergebnis
ist mit Erträgen in Höhe von 1.230,9 Mio. EUR, Aufwendungen von
1.255,2 Mio. EUR und einem Minus von 24,3 Mio. EUR deutlich besser
als letztes Jahr.
Operatives Ergebnis beträgt 49,9 Mio. EUR Im Bilanzergebnis
enthalten sind Faktoren auf die der SWR keinen Einfluss hat. Zu
diesen unbeeinflussbaren Faktoren zählen die Beitragsmehrerträge, auf
die der SWR keinen Zugriff hat, und Rückstellungen, auf deren
Entwicklung insbesondere die Niedrigzinspolitik der EZB einwirkt. SWR
Intendant Peter Boudgoust erläuterte vor dem Gremium, dass diese
Mehraufwendungen nichts mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
des SWR zu tun haben. Von diesen Sondereffekten bei der
Zinsentwicklung und den Rückstellungen sei nahezu die gesamte
deutsche Wirtschaft, ob privatrechtlich oder öffentlich-rechtlich,
betroffen. Deshalb hat der SWR in Abstimmung mit dem Verwaltungsrat
und den Wirtschaftsprüfern als neue Steuerungsgröße das sogenannte
operative Ergebnis eingeführt. Das operative Ergebnis ist das um
Sondereffekte aus der Altersversorgung und Beitragsmehrerträgen
bereinigte Jahresergebnis. 2015 beträgt das operative Ergebnis 49,9
Mio. EUR.
SWR Intendant Boudgoust: SWR kann Umbau vorantreiben SWR Intendant
Peter Boudgoust: "Der SWR kann auch nach Jahren ohne Anpassung des
Rundfunkbeitrags und sogar nach einer Beitragssenkung im
zurückliegenden Jahr ein positives operatives Ergebnis erzielen und
schafft es gleichzeitig, seinen Umbau voranzutreiben. Dieser Umbau
wird zum Beispiel deutlich an den Mitteln, die der SWR zu einem
erfolgreichen Start des Jungen Angebots von ARD und ZDF beisteuert.
Die neue halbe Stunde von "Landesschau Aktuell", die unsere
Nachrichtenrelevanz deutlich erhöht hat, die Ansprache eines jüngeren
Publikums auch mit regionalen Themen bei DASDING vor Ort oder jüngst
die Bündelung unserer Kräfte im Klassikbereich unter der Marke SWR
Classic, all dies wäre ohne unseren gezielten und fokussierten
Einspar- und Umbauprozess nicht möglich."
SWR Verwaltungsdirektor Büttner: Sparkurs erschafft Spielräume SWR
Verwaltungsdirektor Jan Büttner: "Der Blick auf das Jahresergebnis
zeigt: Unser 2010 eingeschlagener Sparkurs war richtig. Er hat uns
Spielräume geschaffen, die es uns ermöglichen, Programmvorhaben
gezielt zu unterstützen und den Sender entlang der Leitlinien
Aktualität und Regionalität neu auszurichten. Diese Spielräume
brauchen wir aber auch weiterhin dringend, und deshalb dürfen wir bei
unserem Einspar- und Umbauprozess nicht nachlassen. In den nächsten
Jahren wird der Umbau hin zu einem multimedialen Unternehmen im
Vordergrund stehen; die finanziellen und personellen Kapazitäten
dafür können bei sinkenden Beiträgen nur aus dem Umbauprozess
kommen."
Verwaltungsratsvorsitzender Stechl: SWR hat solide gewirtschaftet
Der Vorsitzende des SWR Verwaltungsrats Hans-Albert Stechl: " Der SWR
hat 2015 solide gewirtschaftet, das zeigt sich vor allem am guten
operativen Ergebnis. Der Verwaltungsrat ist sich sicher, mit dem
operativen Ergebnis eine Steuerungsgröße mitentwickelt zu haben, die
gleichzeitig für mehr Transparenz und mehr Vergleichbarkeit sorgt.
Externe Einflussfaktoren auf das Bilanzergebnis, die nichts mit der
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des SWR zu tun haben, können
durch die neue Steuerungsgröße des operativen Ergebnisses besser
eingeordnet werden."
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