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Kriminelle stehlen BMW-Navi mit Peilsender / GPS-Gerät reist über
Riga, Helsinki, Paris, Honkong und Vietnam bis nach China / BMW plant
weiterhin keinen mechanischen Diebstahlschutz / BMW-Geräte sind
völlig überteuert
BMW-Navis sind bei Dieben beliebt: Mittlerweile tragen in einigen
deutschen Großstädten bis zu zwei Drittel aller aufgebrochenen Autos
das blauweiße Logo. Denn: Anders als bei vielen anderen Herstellern
lassen sich die Geräte vergleichsweise leicht stehlen und in neue
Fahrzeuge einbauen. AUTO BILD will für die aktuelle Ausgabe 14/2016
(EVT: 8. April 2016) wissen: Welchen Weg nimmt das Diebesgut zurück
und wo genau landet es? Dafür stattet die Redaktion ein BMW-Navi mit
einem Peilsender aus, stellt das Fahrzeug an der Hamburger
Stadtgrenze ab. In der Nacht vom 22. auf den 23. November 2015 ist es
soweit: Kriminelle klauen das präparierte Navi. Mit Hilfe des
Peilsenders verfolgt AUTO BILD die globalisierten Vertriebswege der
Navi-Mafia: Nach 71 Tagen und 18.000 Kilometern wird das Gerät in
China in einen neuen BMW eingebaut. AUTO BILD-Redakteur Claudius
Maintz: "Der systematische Schmuggel von geklauten Navis ist ein
einträgliches Geschäft. Die Verbindungen reichen von Osteuropa bis
nach China. Solange Polizei und Hersteller nur zögerlich reagieren,
wird sich daran auch nichts ändern."
Von Hamburg kommt das GPS-Gerät zunächst über Litauen nach Riga
und Helsinki, bevor es am 19. Dezember 2015 im Luftfrachtsektor des
Pariser Flughafens Charles de Gaulle landet. Das nächste Ziel:
Honkong. Die Stadt gehört politisch zu China, besitzt aber den Status
eines Freihafens. So können Waren aus aller Welt günstig umgeschlagen
werden. Vermutlich geht es für das Navi danach auf dem Seeweg weiter
nach Vietnam, von wo aus es nach China geschmuggelt wird.
Am 2. Februar 2016 ist die Reise im chinesischen Xianyang zu Ende.
Das Thermometer im Peilsender im Navi misst die Betriebstemperatur,
es taucht immer wieder vor demselben Wohnblock auf. Als AUTO
BILD-Redakteur Claudius Maintz dorthin reist, wird er in einem BMW
520i fündig. Der Besitzer hat sich das Gerät in einer Werkstatt
einbauen lassen und angeblich keine Ahnung, dass es gestohlen ist.
Teilehändler und Autowerkstatt, die Redakteur Claudius Maintz in
Lettland und China zur Rede stellt, geben vor, nichts von illegalen
Geschäften zu wissen. "Es ist ein Riesen-Skandal, dass Polizei und
Hersteller das Problem bis jetzt nicht ernst nehmen", so Claudius
Maintz. "Der Navi-Klau muss den Kriminellen an vielen Stellschrauben
erschwert werden. Vor allem aber sind BMW-Navis völlig überteuert.
BMW macht pro Gerät rund 700 Prozent Gewinn. Wären sie erheblich
billiger, würde sich der Handel mit gestohlener Ware nicht mehr
lohnen."
Die Reportage "Weltreise unseres geklauten Navis" lesen Sie in der
aktuellen Ausgabe 14/2016 von AUTO BILD, die am 8. April 2016
erscheint. AUTO BILD im Internet: www.autobild.de
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