PresseKat - Erste europaweite Platooning-Testfahrt gestartet: Elektronisch gekoppelte Lkw brauchen weniger Platz

Erste europaweite Platooning-Testfahrt gestartet: Elektronisch gekoppelte Lkw brauchen weniger Platz, weniger Kraftstoff und sind sicherer! (AUDIO)

ID: 1340286

(ots) -
Daimler Trucks nimmt mit seinen drei Highway Pilot Connect-Lkw
teil

MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN

Anmoderation:

568.000 Staus gab es im vergangenen Jahr auf deutschen Straßen.
Die Gesamtlänge belief sich auf rund 1,1 Millionen Kilometer! Und
insgesamt sind Auto- und Lkw-Fahrer mehr als 340.000 Stunden im
Stau gestanden. Das bedeutet aber nicht nur unnütz Zeit vergeudet,
sondern erhöhter Kraftstoffverbrauch und erhöhter CO2-Ausstoß.
Volkswirtschaftlich ist das eine ungeheure Verschwendung von
Ressourcen. Um die Zahl der Staus in Zukunft zu reduzieren, arbeiten
die europäischen Lkw-Hersteller gemeinsam mit der Europäischen Union
am Thema vernetztes Fahren. Heute Vormittag sind die sechs
wichtigsten Lkw-Hersteller zu einer bisher einmaligen Kolonnenfahrt
nach Rotterdam aufgebrochen. Mit dabei auch Daimler Trucks mit seinen
drei Highway Pilot Connect-Lkw. Martin Zeilinger, Leiter Daimler
Trucks Vorentwicklung, erläutert die Ziele der Platooning Challenge:

O-Ton Martin Zeilinger

Das ist eine Sternfahrt, die von der niederländischen
Verkehrsministerin ausgeschrieben wurde und zu der alle europäischen
OEMs eingeladen sind, von ihrem Heimathafen nach Rotterdam zu fahren.
Demonstriert wird das Platooning, darunter verstehen wir das
elektronische Koppeln von Fahrzeugen untereinander, das auf
öffentlichen Straßen schon funktioniert. (0:20)

Die drei Lkw von Daimler Trucks sind mit einer Ausnahmegenehmigung
heute und morgen auf den deutschen Autobahnen unterwegs und werden
von zahlreichen Journalisten begleitet. Die Lkw sind über WLAN
miteinander vernetzt, fahren autonom und brauchen einen deutlich
geringeren Sicherheitsabstand, erklärt Wolfgang Bernhard, im Vorstand
der Daimler AG verantwortlich für Daimler Trucks & Buses:

O-Ton Dr. Wolfgang Bernhard





Bei 80 Km/h braucht man normalerweise einen Sicherheitsabstand von
50 Metern, hier brauchen wir nur noch 15 Meter Sicherheitsabstand.
Der Fahrer kann sich zurücklehnen, braucht nicht mehr Gas geben,
nicht mehr lenken, weil er mit einer elektronischen Deichsel am
Vordermann hängt. Er kriegt dann auch noch das Bild des ersten Lkw,
also das, was er sieht, auf sein Display gespiegelt, sodass er weiß,
was da vorne los ist. Und ansonsten braucht er nichts mehr machen.
Wir verbinden jetzt bis zu drei Lkw miteinander, das heißt weniger
Platzbedarf und weniger Spritbedarf. (0:34)

Wie beim Fahrradfahren nutzen die Lkw beim Platooning den
Windschatten des Vordermanns aus. Doch nicht nur der
Kraftstoffverbrauch und der CO2-Ausstoß werden dadurch verringert,
sagt Martin Zeilinger:

O-Ton Martin Zeilinger

Es ist natürlich auch ein Sicherheitssystem. Wenn Sie heute mal
auf die Straßen schauen, da wird ja doch nicht immer der
Sicherheitsabstand eingehalten. Die Lkw-Fahrer fahren heute zum Teil
schon dichter auf, als es erlaubt ist, und mit dieser elektronischen
Kopplung und der Kopplung der Bremssysteme haben wir natürlich auch
einen Sicherheitszugewinn. (0:18)

Die vernetzten Lkw kommunizieren sowohl untereinander als auch mit
dem Kunden, dem Zoll oder der Spedition. So werden lange Wartezeiten
vermieden und auch die Lkw-Leerfahrten können deutlich verringert
werden. Bisher sind in Europa noch rund 25 Prozent aller gefahrenen
Lkw-Kilometer Leefahrten! Alles in allem bringen die vernetzten Lkw
einen deutlichen Vorteil für Mensch und Umwelt, betont Dr. Wolfgang
Bernhard:

O-Ton Dr. Wolfgang Bernhard

Ich glaube, dass damit die Chancen größer werden, dass sich
gesetzlich etwas tut. Das ist noch ein langer Weg, um so etwas zu
ermöglichen. Zumindest zeigt es der Öffentlichkeit, dass wir
innovationskräftig sind und dass sich die europäische Lkw-Industrie,
insbesondere Daimler, in der Lage sieht, solche Innovationen relativ
kurzfristig auf die Straße zu bringen. (0:18)

Abmoderation:

Bis 2020 wollen die wichtigsten europäischen Lkw-Hersteller,
darunter auch der Maktführer Daimler Trucks, die vernetzten Lkw auf
die Straße bringen. Bis dahin müssen aber noch einige Fragen zu
Haftung und Akzeptanz geklärt werden. Mit der Kolonnenfahrt nach
Rotterdam soll den Herstellern ermöglicht werden, die Technologie auf
öffentlichen Straßen ausgiebig zu testen und dadurch mehr Erfahrung
zu sammeln. Am Mittwochvormittag werden die Lkw am Hafen von
Rotterdam von der niederländischen Ministerin für Infrastruktur und
Umwelt Melanie Schultz empfangen.

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
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Ansprechpartner:
Daimler AG, Uta Leitner, 0711 1753058
all4radio, Claudia Ingelmann, 0711 327 77 590


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Datum: 04.04.2016 - 11:50 Uhr
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