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Basel II das unbekannte Wesen

ID: 13335

(firmenpresse) - Was tun, wenn die Hausbank den Geldhahn zudreht will? Weder f√ľr die notwendige Erweiterung des Gesch√§ftes noch f√ľr eine neue, wohl begr√ľndete Gesch√§ftsidee? Immer mehr Mittelst√§ndler erleben mit Schrecken: Die Banken verwandeln sich vom Helfer zum Bremser. Und als Begr√ľndung h√∂ren sie nur: "Basel II" zwingt uns dazu. Wie sich ein Gesch√§ftsmann auf solche Kreditablehnungen vorbe-reiten und sie wom√∂glich verhindern kann, zeigen die Bankexperten J√∂rg Praski und Gerhard Wissler.

F√ľr die Banken ist Basel II, die Neuordnung der Eigenkapitalvereinbarung f√ľr Banken, die vom Baseler Ausschuss f√ľr Banken-aufsicht entworfen wurde, ein willkommener Anlass, ihre Kreditlinien nach unten "anzupassen". Da sie damit die Vers√§umnisse der Vergangenheit auf dem ohnehin schon genug geplagten R√ľcken des Mittelst√§ndlers abladen, ist zu bedauern. Aber was kann der Mittelst√§ndler tun, wenn die bisherige Hausbank, mit der man oft √ľber Jahrzehnte treu verbunden ist, pl√∂tzlich ohne ersichtliche neue Umst√§nde, einen solchen Wunsch √§ussert? Wenn sie mitteilt, auf Grund der ge√§nderten Gesch√§ftspolitik sehe man sich leider veranlasst... und bedauere mitteilen zu m√ľssen.

Sp√§testens jetzt leuchten alle Alarmsignale auf. Viel besser w√§re es nat√ľrlich gewesen, einer solchen Situation vorbeugend zu begegnen, damit es erst gar nicht so weit kommt. Aber wie macht man das richtig?

Das ist die Frage, f√ľr die J√∂rg Praski (41) von der consult kontor praski & partner eine Antwort entwickelt hat. Zusammen mit Gerhard M. Wissler (60), einem ehemaligen Bankdirektor, wurde daraus ein umfassendes auf die spezifischen Bed√ľrfnisse des Mittelstandes zuge-schnittenes Beratungsangebot, das sehr praktisch zu handhabenden ist und einfach umzusetzende L√∂sungen bietet.
Hier zunächst ein Fall aus der täglichen Praxis:

Eigentlich hat Peter M., Gr√ľnder und Mitge-sellschafter eines mittelst√§ndischen Unternehmens, wichtigeres zu tun, als diesen Termin wahrzunehmen, um den seine langj√§hrige Hausbank ihn kurzfristig gebeten hatte. Man wolle sich mit ihm √ľber die weitere gesch√§ftliche Zusammenarbeit unterhalten, hiess es. Dass er deswegen seine Reise nach China um einen Tag verschieben muss, passt ihm √ľberhaupt nicht; intuitiv sp√ľrt er jedoch, dass "etwas in der Luft" liegt. Was dann folgt ist typisch f√ľr viele solcher Gespr√§che, zu denen Banken ihre mittelst√§ndische Kreditkundschaft zunehmend oft bittet, aufgeschreckt von ausufernden Kreditrisiken.





Was erst diplomatisch mit den Erfordernissen von Basel II umschrieben wird, erweist sich sehr schnell als klare Forderung. Die Gesch√§ftspolitik habe sich ge√§ndert, wird erkl√§rt. Man habe Standards, an die man sich halten m√ľsse. Man bitte um Verst√§ndnis, dass man im Hinblick auf die wachsenden Risiken im Markt die Kreditlinie signifikant reduzieren oder auf der Hinzuziehung einer weiteren Bank bestehen m√ľsse. Im √ľbrigen geh√∂re die Firma ohnehin nicht mehr zum engsten Kreis der Zielgruppe, auf die man sich strategisch konzentrieren m√∂chte. Hinzu komme, dass sich die wirtschaftlichen Verh√§ltnisse in letzter Zeit verschlechtert h√§tten und im Hinblick auf die k√ľnftigen Ratingstrukturen eine Anhebung der Konditionen leider unumg√§nglich sei.

Aus ihrer beruflichen Praxis im Alltag wissen Praski und Wissler: Jetzt kann, wenn √ľberhaupt, nur noch die Flucht nach vorne retten. Mittels eines dv-basierenden Tools analysieren die Berater vor Ort anhand der Gesch√§ftsunterlagen und in Gespr√§chen mit den Verant-wortlichen die finanzielle und die gesch√§ftliche Situation des betreffenden Unternehmens. Sie nehmen Daten aus dem Bilanz- und Rechnungswesen ebenso unter die Lupe, wie den Markt, in dem das Unternehmen agiert, seine Wettbewerbsposition, die Technologie, die Unternehmensorganisation und das Management. Die Summe dieser Einzel-analysen wird in einem der Hausbank angepassten Bewertungsgutachten zu-sammengefasst und im Abgleich mit betriebs-wirtschaftlichen und branchentypischen Kenn-zahlen bewertet. Damit w√§re die erste Stufe zu einem erfolgreichen Gespr√§ch mit der Bank genommen. Nun ergibt sich allerdings ein weiteres Problem.

Erfahrungsgem√§ss sprechen Banken und Unternehmern in unterschiedlichen Sprachen. Hier erweist sich einmal mehr das Erfolgsmodell der Berater. J√∂rg Praski weiss aus langj√§hriger T√§tigkeit in Fach- und F√ľhrungspositionen, wie der Mittelstand "tickt". Gerhard Wissler, viele Jahre in der Gesch√§ftsf√ľhrung einer grossen deutschen Bank, kennt die Eigenheiten der Finanziers. Deshalb besteht ihr Angebot dar√ľber hinaus in der Begleitung und Moderation der Gespr√§che zwischen Bank und Unternehmen. Jede Bank weiss, ein auf so seri√∂ser und kompetenter Basis gef√ľhrtes Gespr√§ch zu sch√§tzen. Es zeigt ihr, dass es oft vorteilhafter ist, einen Kompromiss einzugehen, als den "Geldhahn" abrupt zuzudrehen.

Ihre praktische Erfahrungen im Umgang mit Basel II und seine Auswirkungen auf den Mittelstand ermöglichen es Praski und Wissler, brisante Situationen zu entschärfen. Kein Wunder, dass einige Banken das Beratungs-unternehmen consult kontor inzwischen bitten, die Unternehmenssituation noch vor "offiziellen Bankgesprächen" als unab-hängiger Dritter zu untersuchen.

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Datum: 28.04.2004 - 10:25 Uhr
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Stadt:

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