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Hungertod im Getreidefeld durch Achterbahn-Sommer / Deutsche Wildtier Stiftung befürchtet: Hamsterbacken bleiben leer

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(ots) - Schwarze Knopfaugen, rosa Nase, glänzendes Fell,
30 Zentimeter groß und rund 500 Gramm schwer: So sieht der
europäische Feldhamster (Cricetus cricetus) aus, wenn er gut gegessen
hat. Aber das ist heute leider kaum der Fall! "Noch bis in die 1980er
Jahre hinein wurde der nachtaktive Nager auf den Getreidefeldern als
Plage bekämpft - heute ist der Feldhamster unser absolutes
Sorgenkind. Er gehört zu den am stärksten bedrohten Säugetierarten in
Deutschland", sagt Peer Cyriacks, Biologe der Deutschen Wildtier
Stiftung.

Ein großes Problem des Sommers 2015: Durch die trocken-heiße, dann
aber wieder nasse Witterung ist das Getreide in diesem Jahr besonders
früh reif und muss geerntet werden. Auch auf dem Gut der Deutschen
Wildtier Stiftung werden Ernteeinbußen erwartet. Die Hitze hat die
Böden stark strapaziert. Die Pflanzen sind trocken, das Getreide ist
notreif. Äcker in Sachsen-Anhalt, Hessen und Bayern sind ebenfalls
von der Hitzewelle geschwächt.

Für den Feldhamster sind frühe Ernten eine Katastrophe. Dr. Ulrich
Weinhold vom Institut für Faunistik und Partner der Deutschen
Wildtier Stiftung im Hamsterschutz, kennt die Ökologie des
Feldhamsters ganz genau: "Je später die Ernte, desto mehr Zeit hat
der Feldhamster, seinen Nachwuchs groß zu ziehen. Vor allem der
zweite Wurf der Muttertiere, der jetzt im Juli auf die Welt kommt,
hat immer das Pech, seine ersten selbständigen Schritte auf
abgeernteten Feldern machen zu müssen. In der Regel überleben das die
wenigsten, denn sowohl Nahrung als auch Deckung fehlen nach der Ernte
vollständig."

Dabei ist der Feldhamster ohnehin schon ein Opfer der intensiven
Landwirtschaft. Die Umstellung von Sommer- auf Wintergetreide und die
damit verbundenen frühen Erntetermine, der Einsatz von Pestiziden und
moderne und effizient arbeitende Maschinen machen es dem scheuen Tier




sowieso schon schwer, in kurzer Zeit die Hamsterbacken voll zu
kriegen. Biologe Peer Cyriacks: "Deshalb unterstützt die Deutsche
Wildtier Stiftung Projekte zum Schutz des Feldhamsters: Landwirte
erhalten einen finanziellen Ausgleich dafür, wenn sie einen Teil
ihrer Flächen hamsterfreundlich bewirtschaften und Pflanzen wie die
Luzerne anbauen, die dem Hamster nahrhaftes Futter und Deckung
bieten." Eine weitere Schutzmaßnahme sind Getreidestreifen, die bis
zum Herbst auf den Feldern verbleiben. Bis zum Winterschlaf bieten
diese Getreideinseln vielen Tieren Nahrung und Deckung, so auch dem
Feldhamster. Hier können die Feldhamster ausreichend Vorräte für den
Winterschlaf hamstern, die sie in ihrer Speisekammer unterm Acker
einlagern. Patenschaften für den Feldhamster machen dieses Projekt
möglich - damit sie auch im nächsten Frühjahr wieder aus dem
Winterschlaf erwachen.

Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de



Pressekontakt:
Eva Goris
Pressesprecherin
Telefon: 040 9707869-13
E.Goris(at)DeWiSt.de
www.DeutscheWildtierStiftung.de


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Datum: 10.07.2015 - 09:51 Uhr
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