Mietpreisbremse trotz moderater Mietsteigerung: 4 von 22 NRW-Städten bremsen prophylaktisch

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(ots) -

- Ab dem 1. Juli greift in NRW die Mietpreisbremse: In Monheim am
Rhein, Erkrath, Bielefeld und Ratingen ist die Entscheidung
schwer nachvollziehbar
- Die größten Preissprünge zwischen 2010 und 2015 machten die
Mieten in Aachen (+29 Prozent), Paderborn (+25 Prozent) und St.
Augustin (+24 Prozent), das zeigt eine aktuelle Mietpreisanalyse
von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale
- Die teuersten Städte im Check sind Köln (10,20 Euro), Düsseldorf
(9,20 Euro) und Münster (9,00 Euro)

Die Mietpreisbremse in Nordrhein-Westfalen kommt zum 1. Juli.
Damit nutzt die Landesregierung die Möglichkeit, auf die gestiegenen
Mietpreise in den Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt zu
reagieren. Doch nicht in allen der 22 ausgewiesenen Städte sind die
Mieten in den vergangenen Jahren gestiegen. In Monheim am Rhein sind
sie zwischen 2010 und 2015 sogar um 6 Prozent gesunken. In Erkrath
(+1 Prozent) und Bielefeld (+2 Prozent) sind die Mieten stabil
geblieben, in Ratingen nur leicht gestiegen (+4 Prozent), das zeigt
eine aktuelle Mietpreisanalyse von immowelt.de, einem der führenden
Immobilienportale. Für die Mietpreisanalyse wurden die Angebotspreise
des 1. Quartals 2015 mit denen des 1. Quartals 2010 verglichen.

Mieten in Aachen um 29 Prozent gestiegen

Das Kurzgutachten über die Auswahl der Städte, in denen die
Mietpreisbremse gelten wird, soll laut dem NRW-Ministerium für Bauen,
Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr Anfang Juli veröffentlicht
werden. Betrachtet man die Mietpreisentwicklung der vergangenen 5
Jahre, ist die Einführung in vielen NRW-Städten nachvollziehbar. In
Aachen etwa sind die Mieten seit 2010 um 29 Prozent gestiegen. In
Paderborn entwickelten sich die Preise um 25 Prozent nach oben, in
St. Augustin um 24 Prozent. Stark gestiegen sind die Mieten auch in


den großen Rheinstädten Köln (+24 Prozent) und Bonn (+20 Prozent). In
Düsseldorf lag die Preissteigerung zwischen 2010 und 2015 bei 14
Prozent.

Mietpreisbremse zur Vorsorge

Nur schwer nachvollziehbar ist die Einführung der Mietpreisbremse
hingegen in den Städten Monheim, Erkrath, Ratingen und Bielefeld - wo
die Mietpreise rückläufig oder kaum gestiegen sind. An der
Rheinschiene soll offensichtlich eine Mietpreisentwicklung, wie sie
in den Großstädten Köln und Düsseldorf stattgefunden hat, verhindert
werden: In Köln stiegen die Preise bis zum 1. Quartal 2015 im Mittel
auf 10,20 Euro pro Quadratmeter, in Düsseldorf auf 9,20 Euro. In
Monheim (6,30 Euro), Erkrath (7,00 Euro) und Ratingen (7,80 Euro)
sind die Mieten trotz der Nähe zu den beiden Großstädten noch
vergleichsweise moderat. Auch in Bielefeld hat die Einführung der
Mietpreisbremse prophylaktischen Charakter: Im 1. Quartal 2015 lag
die Miete dort im Mittel bei 6,10 Euro pro Quadratmeter. In den
kommenden Jahren wird jedoch mit Zuzug und steigenden Studentenzahlen
gerechnet.

Bestehende Verträge und Neubauten ausgeschlossen

Die Mietpreisbremse sieht vor, dass bei Wiedervermietung von
Bestandsimmobilien die zulässige Miete höchstens auf dem Niveau der
ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich 10 Prozent angehoben werden
darf. Allerdings gibt es Ausnahmen: Für bestehende Mieten gilt ein
Bestandsschutz. Bei einer Neuvermietung darf ein Vermieter auch dann
eine Miete oberhalb der Grenze verlangen, wenn die Immobilie zuvor
bereits zu diesem Preis vermietet war. Er kann die Miete dann aber
nicht weiter erhöhen. Ausgenommen von der Mietpreisbremse sind
außerdem Neubauten, die nach dem 1. Oktober 2014 zum ersten Mal
bezogen wurden, sowie umfassend sanierte Wohnungen. Letzteres ist der
Fall, wenn die Modernisierung mindestens ein Drittel des Wertes einer
vergleichbaren Neubauwohnung gekostet hat.

Die vollständige Liste mit den Mietpreisentwicklungen in allen 22
Städten finden Sie im Anhang.

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise des
5-Jahresvergleichs für die 22 NRW-Städte waren 17.050 auf immowelt.de
inserierte Angebote. Die Preise geben jeweils den Median der im 1.
Quartal 2010 bis 2015 angebotenen Wohnungen wieder. Der Median ist
der mittlere Wert der Angebotspreise. Die Mietpreise sind
Nettokaltmieten bei Neuvermietung.

Weitere Informationen zur Mietpreisbremse in Nordrhein-Westfalen
und weiteren Städten finden Sie auf news.immowelt.de.

Diese und andere Pressemitteilungen von immowelt.de finden Sie in
unserem Pressebereich unter presse.immowelt.de.

Über immowelt.de:

Das Immobilienportal www.immowelt.de ist mit monatlich 5,3
Millionen eindeutigen Besuchern (comScore Media Metrix; Stand: Januar
2015) und mehreren Hunderttausend Immobilienangeboten pro Monat einer
der führenden Online-Marktplätze für Wohnungen, Häuser und
Gewerbeimmobilien. Betrieben wird das Portal von der Nürnberger
Immowelt AG, zu deren Portfolio auch die Special-Interest-Portale
bauen.de, ferienwohnung.com, wohngemeinschaft.de und dreamflat.de
gehören. Zweites Hauptgeschäftsfeld des Unternehmens ist die
Entwicklung von Softwarelösungen für die Immobilienbranche.



Pressekontakt:

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Nordostpark 3-5
90411 Nürnberg

Barbara Schmid
+49 (0)911/520 25-462
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Datum: 25.06.2015 - 11:44
Sprache: Deutsch
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Anzahl Zeichen: 5967
Kontakt-Informationen:
Firma: Immowelt AG
Stadt: Nürnberg


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