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Das Siegerteam der Spielrunde 2015 des Deutschen Gründerpreises
für Schüler heißt OPPIA. Die drei Zwölftklässler gehen auf das
Hans-Multscher-Gymnasium in Leutkirch im Allgäu. Sie setzten sich mit
einem herausragenden Geschäftskonzept bei Deutschlands größtem
Existenzgründer-Planspiel durch. Bundesweit machten 4.274 Schüler in
rund 1.000 Teams mit. Die Gewinner wurden am Dienstagabend für ihre
fiktive Geschäftsidee im Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr
ausgezeichnet: Eine Lern-App, die Schülern und Studenten die
virtuelle Zusammenarbeit an naturwissenschaftlichen Aufgaben und
Problemstellungen erleichtern soll. Mithilfe von OPPIA (das finnische
Wort für "Lernen") lassen sich in einem Netzwerk via Smartphone und
Tablet schnell und einfach mathematische, chemische und physikalische
Formeln, Gleichungen und weitere Inhalte bearbeiten und austauschen.
Eine Anwendung, die es so noch nicht auf dem Markt gibt. Die Jury
bescheinigte dem Produkt auch im realen Leben gute Chancen und hohes
Nachfragepotenzial, weil damit tagtäglich auftretende Hürden im
Lernprozess effizient, mobil und innerhalb einer Lerngemeinschaft
überwunden werden können.
Bei der Übergabe des Pokals beglückwünschte Iris Gleicke,
parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft
und Energie, die Schülerinnen und Schüler. "Ich gratuliere allen
Teams zu ihrer tollen Leistung, ganz besonders natürlich dem
Siegerteam OPPIA. Mit dem Deutschen Gründerpreis für Schüler wollen
wir den Gründergeist in Deutschland fördern und jungen Leuten die
Gelegenheit geben, erste unternehmerische Erfahrungen zu sammeln.
Unser Land braucht junge, pfiffige und kreative Talente mit klaren
Zielen und Visionen."
Überzeugender Geschäftsplan und kreative Idee zählen
Neben dem Siegerteam OPPIA wurden neun weitere Gründerteams
ausgezeichnet. Den zweiten Platz holte sich das Team Airpack vom
Fürstenberg-Gymnasium, Donaueschingen mit seinem exzellenten
Business-Plan zur Vermarktung einer neuen Verpackungstechnik:
Wiederverwendbare Kartons mit einer innenliegenden, aufblasbaren
Membran, die sich an die Größe des zu verpackenden Gegenstands
anpasst und so Verpackungsmaterial spart. Auf den dritten Rang
schaffte es ein Schülerteam aus Dortmund. Unter dem Namen "Smart
Glasses 4 YOU" entwickelten sie einen sehr guten Geschäftsplan für
eine Navigationshilfe in Brillenformat für blinde und sehbehinderte
Menschen. Mit GPS-System, Sensoren und Lautsprecher ausgestattet,
soll die Brille dem Träger anhand von auditiven Anweisungen den Weg
weisen. Und auch bei den Geschäftskonzepten der übrigen sieben Teams
aus den bundesweiten Top-Ten-Teams spielte die Umsetzung technischer,
nachhaltiger und sozialer Aspekte in tragfähige Geschäftskonzepte
eine wesentliche Rolle: vom Notfall-Armband mit
Vitalfunktionskontrolle für ältere Menschen, über die ferngesteuerte
Fütterung von Haustieren, bis hin zu Mützen mit LED-Leuchten für
Fußgänger- und Fahrradfahrer, die Unfällen im Straßenverkehr
vorbeugen sollen.
Spielablauf und Preise
Das Ziel der Initiatoren stern, Sparkassen, ZDF und Porsche ist
es, jungen Menschen frühzeitig Mut zur Selbständigkeit zu machen. Von
Januar bis Mai hatten die Schülerteams Zeit, ihre fiktive
Geschäftsidee zu entwickeln. Anhand von neun Aufgaben erarbeiteten
die Jungunternehmer dazu passende Unternehmenskonzepte - inklusive
Produktentwicklung, Businessplan, Vertriebs- und Marketingstrategie.
Am Ende zählten vor allem der überzeugendste Geschäftsplan und ein
kreatives Produkt.
Die besten fünf Teams fahren im September ins Future Camp, ein
individuell auf die Teams zugeschnittenes viertägiges Management- und
Persönlichkeitstraining auf Schloss Kröchlendorff in der Uckermark.
Auf die Plätze sechs bis zehn warten Praktikumsplätze bei coolen
Startups, den Gründerpreis-Siegern der Vorjahre. Das Siegerteam OPPIA
erlebt noch einen weiteren Höhepunkt: Bei der Siegerehrung des
Deutschen Gründerpreises eine Woche später am 30. Juni im
ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin werden die Schüler gemeinsam mit den
Gründern realer Unternehmen geehrt. Die Laudatio wird
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel halten.
Lehrerin des Jahres kommt aus Ansbach in Bayern
Zum zweiten Mal wurde bei der Preisverleihung der Titel "Lehrer
des Jahres" vergeben. Beate Nachtrab vom Theresien-Gymnasium in
Ansbach (Bayern) erhielt von ihren Schülern für ihre Betreuung beim
Planspiel Bestnoten und überzeugte die Jury durch ihr
außerordentliches Engagement. Die Auszeichnung unterstreicht die
wichtige Rolle der Lehrerinnen und Lehrer im Wettbewerb.
Pressefotos
Weitere Informationen und Pressefotos von den Top Ten-Teams und
dem Lehrer des Jahres finden Sie zum Download unter:
https://www.dgp-schueler.de/top/pressefotos.html
Hörfunk-Service: O-Töne vom Siegerteam
http://www.presseportal.de/pm/6562/3047769
Hintergrund
Rund 70.000 Jugendliche ab 16 Jahren haben seit 1999 am Deutschen
Gründerpreis für Schüler teilgenommen. Die Teams der allgemein- oder
berufsbildenden Schulen verwandeln in dem internetbasierten
Wettbewerb ihre Ideen in fiktive Unternehmenskonzepte inklusive
Businessplan und Marketingstrategie. Deutschlands größtes
Existenzgründer-Planspiel ist neben den Kategorien StartUp,
Aufsteiger und Lebenswerk eine Kategorie des Deutschen
Gründerpreises. Ausgerufen von stern, Sparkassen, ZDF und Porsche,
geht dieser Preis seit 1997 an herausragende Unternehmer in
Deutschland. Ziel ist es, das Gründungsklima im Land zu fördern und
potenziellen Unternehmern Mut zur Selbstständigkeit zu machen.
www.dgp-schueler.de
www.facebook.com/dgpschueler
https://twitter.com/dgp_schueler
Die Top-Ten-Teams und ihre Geschäftsideen
1. Platz: Team OPPIA, Leutkirch im Allgäu (Ba-Wü)
Eine Lern-App, die Schülern, Studenten und Lernenden die virtuelle
Zusammenarbeit an Aufgaben und Problemstellungen in den Fächern
Mathe, Physik und Chemie erleichtern soll.
2. Platz: Team Airpack, Donaueschingen, (Ba-Wü)
Eine neue Verpackungstechnik: Das Besondere an den
wiederverwendbaren Kartons ist, sie besitzen eine innenliegende,
aufblasbare Membran, die sich an die Größe des zu verpackenden
Gegenstands anpasst und so Verpackungsmaterial spart.
3. Platz: Team Smart Glasses 4 YOU, Dortmund, (NRW)
Eine Brille für blinde und sehbehinderte Menschen. Mit GPS-System,
Sensoren und Lautsprecher ausgestattet, soll die Brille dem Träger
anhand von auditiven Anweisungen den Weg weisen.
4. Platz: Team Petty, Rheine, (NRW)
Mehr Freizeit für Haustierhalter: Ein via Smartphone-App
gesteuerter Futterautomat versorgt die Haustiere ganz automatisch zu
bestimmten Zeiten mit Nahrung und kontrolliert, ob gegessen oder
getrunken wurde.
5. Platz: Team Clever Snacks, Rheine, (NRW)
Das Catering-Unternehmen Clever Snacks sagt ungesunder Ernährung
in Schulen und Kindertagesstätten den Kampf an. Sie wollen diese u.a.
mit Obst und Salaten beliefern.
6. Platz: Team Vicurita, Geisenheim, (Hessen)
Ein Armband für Senioren, das über eine App gesteuert wird,
ermöglicht dem Träger ein kontinuierliches Monitoring seiner
Vital-Funktionen. Bei kritischen Messwerten sendet das System
automatisch einen Hilferuf.
7. Platz: Team Light the Night, Reutlingen, (Ba-Wü)
Die trendig gestalteten Mützen für Kinder und Erwachsene mit
LED-Leuchten richten sich an Fahrradfahrer und Fußgänger, damit sie
im Dunkeln besser im Straßenverkehr gesehen werden.
8. Platz: Team The Potato-Flower Company, Altenburg, (Thüringen)
Ob für Biogas, Floristik oder gesunde Ernährung - das Team
Potato-Flower Company möchte die Pflanze Topinambur in Europa groß
herausbringen. Bei der Ernährung sind vor allem Diabetiker,
Übergewichtige und ältere Menschen die Zielgruppe.
9. Platz: Team Gloready, Wangen im Allgäu, (Ba-Wü)
Das Team Gloready möchte Immigranten und Menschen mit
Lernbehinderung helfen. Ihre App sieht vor, wichtige Begriffe eines
Textes mit Bildern aus dem Internet zu visualisieren und dadurch das
Erlernen der Fremdsprache zu vereinfachen.
10. Platz: Team Intelligent Writing Solutions, Remscheid, (NRW)
Ein Armband ersetzt in dieser Lösung die Tastatur. Das C-Tap ist
gespickt mit Sensoren, die die Fingerbewegungen messen und ein
Tippbild erstellen, so dass auf jedem beliebigen Hintergrund
geschrieben werden kann, z.B. auf einer Fensterscheibe oder dem
Schreibtisch.
Pressekontakt:
Projektbüro Deutscher Gründerpreis für Schüler
Britta Liefländer
Am Baumwall 11, 20459 Hamburg
Tel: +49 (0)40/37 03 - 73 15
E-Mail: lieflaender.britta(at)guj.de