(ots) - Warum riechen Rosen heute oft gar nicht mehr -
oder nur noch muffig? Diese Frage interessiert mittlerweile auch die
Forschung, meldet das Magazin GEO in seiner Juli-Ausgabe. Denn
eigentlich gibt es keinen Mangel an Rosensorten. Heute sind mehr als
30.000 von ihnen registriert, viele davon basieren auf Kreationen aus
der Blütezeit der Rosenzucht im 19. Jahrhundert. Doch merkwürdig:
Etwa 90 Prozent aller Züchtungen verlieren den Duft der
Elterngeneration; und von den verbliebenen "Duftern" riechen etwa
zehn Prozent ganz anders als die Vorgänger: "Manche duften dann etwa
nach Ananas", sagt der Biologe Jean-Claude Caissard von der
Université Jean Monnet in Saint-Étienne.
Offenbar, so der Forscher, vererbt sich die Duft-Eigenschaft durch
die Veredelung nur sehr schwer. Insbesondere, da der Wunsch nach
längerer und häufigerer Blütezeit der Rosen oder nach kräftigeren
Farben genetisch schlecht vereinbar mit starkem Duft ist. Zudem geht
intensiver Geruch oft einher mit weniger widerstandsfähigen
Blütenblättern - was den Transport duftender Rosen über lange
Strecken erschwert. Zugunsten von weltweiter Transportfähigkeit und
Aussehen verzichten vor allem international tätige
Schnittrosenproduzenten ganz bewusst auf den Geruch. Die größten
Firmen dieser Art - in Ostafrika und Südamerika - vertreiben ohnehin
lediglich zwei auf ihre Transportbedürfnisse optimierte Typen von
Rosen.
Die aktuelle Ausgabe von GEO ist ab sofort im Handel erhältlich,
hat 148 Seiten und kostet 7 Euro.
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