PresseKat - AKTIVITÄTEN-UPDATE Nepal, 6. Mai 2015: Viele Dörfer noch immer von Außenwelt und Hilfe abgeschnit

AKTIVITÄTEN-UPDATE Nepal, 6. Mai 2015: Viele Dörfer noch immer von Außenwelt und Hilfe abgeschnitten

ID: 1209040

(ots) - Im Erdbebengebiet in Nepal sind Teams von Ärzte
ohne Grenzen per Helikopter und zu Fuß in entlegene Bergdörfer
unterwegs. Viele Dörfer sind noch immer durch Erdrutsche und Lawinen
von der Außenwelt abgeschnitten. Insgesamt sind derzeit rund 120
Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen im Erdbebengebiet im Einsatz. Die
Teams leisten medizinische Grundversorgung, unterstützen
Krankenhäuser mit Materialien und Personal, haben eigene temporäre
Kliniken errichtet und führen chirurgische Eingriffe durch. Mehr als
80 Tonnen Material und Hilfsgüter wurden eingeflogen, darunter auch
ein aufblasbares Krankenhaus.

Das Erdbeben vom 25. April hat das Gebiet nördlich und westlich
der Hauptstadt Kathmandu besonders hart getroffen, vor allem die
Bezirke Dhadhing, Gorkha, Rasuwa und Sindhupalchok. Teams von Ärzte
ohne Grenzen erreichen per Helikopter entlegene Dörfer, die oft noch
keine oder kaum Hilfe erhalten haben. Vom 29. April bis 4. Mai haben
die medizinischen Teams Bewohner in mehr als 15 Dörfern untersucht
und behandelt.

Am 3. Mai hat ein Team von Ärzte ohne Grenzen im Bezirk Dhadhing
eine temporäre Klinik errichtet und mit basismedizinischer Versorgung
und kleinen chirurgischen Eingriffen begonnen. Das Team versorgt auch
die Menschen aus den umliegenden Dörfern. Am 4. Mai ist ein weiteres
Team in Lapubesi im Bezirk Gorkha in einem Tal im Himalaya gelandet
und wird dort einige Tage medizinisch helfen.

Die meisten Menschen brauchen am dringendsten Unterkünfte. In
einigen besonders isolierten Bergdörfern fehlt es auch an
Nahrungsmitteln. Teams von Ärzte ohne Grenzen haben daher in den
Bezirken Rasuwa und Sindhupalchok spezielle Energieriegel und Decken
verteilt. Außerdem haben sie in Gorkha mehr als 500 Notunterkünfte
bereitgestellt. Die Mitarbeiter suchen nach effizienten Lösungen, um




Nahrungsmittel und Notunterkünfte in die Berge zu transportieren, wo
die Temperatur nachts auf weniger als Null Grad Celsius fallen kann.

Die größten Krankenhäuser in und um Kathmandu mussten in den
ersten Tagen nach dem Erdbeben mit einem Ansturm von Patienten fertig
werden. Mittlerweile ist die Phase der Behandlung von Patienten mit
akuten Erdbeben-Verletzungen vorbei. An einige Krankenhäuser der
Hauptstadt hat Ärzte ohne Grenzen Material geliefert. In Kathmandu
und Pokhara haben die zuständigen Behörden lokale Nierenspezialisten
zur Behandlung des Crush-Syndroms mobilisiert.

In Bhaktapur in den Außenbezirken von Kathmandu hat ein
Chirurgenteam von Ärzte ohne Grenzen drei Tage lang das Krankenhaus
bei Operationen unterstützt. In der Stadt Arughat im Bezirk Gorkha
hat Ärzte ohne Grenzen ein aufblasbares 20-Betten-Krankenhaus zur
Behandlung von Verletzten errichtet.

Wegen des erheblichen Bedarfs an psychologischer Hilfe, der auf
die traumatische Erfahrung eines Erdbebens zurückzuführen ist,
verstärkt Ärzte ohne Grenzen die Teams mit Psychologen.

Nach derzeitigem Stand der Planung ist die medizinische Nothilfe
von Ärzte ohne Grenzen in Nepal durch die bislang erhaltenen Spenden
finanziert.



Pressekontakt:
Christiane Winje, christiane.winje(at)berlin.msf.org, 030 700 130 240,
Svenja Kühnel, svenja.kuehnel(at)berlin.msf.org, 030 700 130 230,
www.aerzte-ohne-grenzen.de


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Datum: 06.05.2015 - 14:52 Uhr
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