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Manuela Schwesig: Jugendarbeit darf nicht weiter ausbluten

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Manuela Schwesig: Jugendarbeit darf nicht weiter ausbluten

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Zu der aktuellen Debatte über Jugendgewalt erklärt die Ministerin für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, im Team Steinmeier zuständig für Jugend, Familie, Frauen und Senioren:

Die Forderung der schwarz-gelben Kanzlerkandidatin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Jugendgewalt mit mehr Polizei und mehr Videoüberwachung zu bekämpfen, greift zu kurz. Das Phänomen hat tiefere gesellschaftliche Ursachen, die wir angehen müssen. Deswegen ist es auch dringend nötig, dass bundesweit mehr Schul- und Jugendsozialarbeiter eingestellt werden, um stärker präventiv arbeiten zu können.

Die SPD hat sich schon vor Monaten in ihrem Regierungsprogramm darauf festgelegt, den Einsatz von Schulsozialarbeitern zu unterstützen und auch Kindertagesstätten zu Eltern-Kind-Zentren auszubauen. Denn je früher Kinder und Eltern stark gemacht werden, gewaltfrei durchs Leben zu gehen, desto eher können wir Gewaltausbrüche verhindern.

Auch dürfen die Angebote der freiwilligen Jugendarbeit nicht regelmäßig kaputt gespart werden. Dazu ist eine vernünftige finanzielle Ausstattung der Kommunen unabdingbar. Deswegen sind weitere Steuersenkungsgeschenke für Reiche von Union und FDP Gift für eine erfolgreiche Jugendarbeit. Jugendarbeit darf nicht weiter ausbluten.


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Datum: 21.09.2009 - 15:48 Uhr
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