(ots) - Seit Jahrzenten herrscht ein blutiger
Bürgerkrieg im Sudan. Etwa vier Millionen Binnenflüchtlinge mussten
bisher ihr Zuhause verlassen. Andere haben Zuflucht in den
Nachbarländern gesucht; Geschätzte 70 Prozent der Flüchtlinge sind
Kinder, die dringend humanitärer Hilfe bedürfen.
"Solange der Konflikt andauert, werden die Kinder am meisten unter
den Folgen von Krieg und Vertreibung leiden. Sie werden zu einer
verlorenen Generation heranwachsen, ohne Bildung und ohne
Perspektive", warnt Wilfried Vyslozil, Vorstand der SOS-Kinderdörfer
weltweit in München. In Hinsicht auf die derzeit stattfindenden
Wahlen ergänzt Vyslozil: "Das Ergebnis der Wahlen muss Frieden sein."
Im Sudan ist Kinderarbeit weit verbreitet, berichtet die
Hilfsorganisation, die sich seit vielen Jahren um Not leidende Kinder
kümmert, weiter. Kinder müssen in Fabriken oder auf dem informellen
Sektor arbeiten, putzen Schuhe, waschen Autos oder verkaufen
Kleinwaren auf der Straße; andere müssen betteln gehen. In den
ländlichen Gebieten arbeiten Kinder in der Landwirtschaft. Mädchen
sind besonders benachteiligt, da sie noch seltener eine Schule
besuchen können und häufig in jungen Jahren zwangsverheiratet werden.
In den Kampfgebieten werden viele Kinder als Kindersoldaten
rekrutiert.
"Die Kinder sind dem Konflikt schutzlos ausgeliefert", sagt
Vorstand Vyslozil. "Kinder verlieren den Schutz ihrer Familien, weil
sie entweder auf der Flucht gewaltsam von den Eltern getrennt werden
oder aufgrund der enormen Armut. Hier besteht dringender
Handlungsbedarf und dafür muss der Krieg aufhören", appelliert
Vyslozil.
Weitere Informationen unter: www.sos-kinderdoerfer.de
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SOS-Kinderdörfer weltweit
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