(ots) - Auch nach dem Abflauen des Orkantiefs "Niklas" rät
der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) heute noch zur Vorsicht. Viele
Gefahrenstellen werden erst jetzt entdeckt. Deshalb gefährden noch
immer Bäume, abgeknickte Äste und lose Trümmerteile Fußgänger und
Autofahrer. Bäume, die in ihrer Standfestigkeit beeinträchtigt sind,
können immer noch umstürzen, gelockerte Dachteile herabfallen. Die
Feuerwehren appellieren an Hausbesitzer und Unternehmen,
Liegenschaften bei Tageslicht in Augenschein zu nehmen und zu
sichern.
Nach den Erfahrungen vergleichbarer bundesweiter Sturmtiefs wie
"Kyrill" im Januar 2007 wird sich die Zahl der Feuerwehreinsätze in
ganz Deutschland auf mehrere zehntausend belaufen. Schätzungsweise
bis zu 100.000 Feuerwehrleute waren gestern und in der Nacht
bundesweit im Einsatz und stehen auch für den heutigen Tag bereit.
"Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen Feuerwehrangehörigen, die
ihre Freizeit oder Arbeitszeit im Einsatz für die Bevölkerung
verbringen!", zollt DFV-Präsident Hans-Peter Kröger der gezeigten
Leistung Respekt. "Die Feuerwehren in Deutschland haben bei ,Niklas'
ihren schlagkräftigen Einsatz bei Unwetterlagen unter Beweis
gestellt", erklärt Kröger.
Unterstützt vom Technischen Hilfswerk, den Rettungsdiensten und
der Polizei, aber auch in enger Zusammenarbeit mit den
Verkehrsunternehmen, Straßenmeistereien und kommunalen Bauhöfen haben
die Feuerwehren vor allem akute Gefahrenstellen beseitigt und bis in
die frühen Morgenstunden hinein die wichtigsten Straßen und
Bahnstrecken von umgestürzten Bäumen, Dach- und anderen Trümmerteilen
geräumt. Leider wurde dabei in Nordrhein-Westfalen ein 23-jähriger
Feuerwehrmann durch einen umstürzenden Baum lebensgefährlich
verletzt. In Niedersachsen verunglückte ein Feuerwehrfahrzeug durch
eine plötzliche Sturmböe.
Die Freiwilligen Feuerwehren bildeten nicht nur in der Fläche das
Rückgrat des Katastrophenschutzes, sondern wurden auch in vielen
Städten, in denen die Berufsfeuerwehr das Tagesgeschäft abwickelt,
zur Abarbeitung der Einsatzspitzen in Anspruch genommen. So wurden
etwa aus München und Berlin jeweils weit mehr als 1.000
unwetterbedingte Einsätze gemeldet. Kröger: "Dies zeigt einmal mehr
die Wichtigkeit von Personalreserven für das flächendeckende
Feuerwehrsystem in Deutschland."
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