LENKE: Ursachen für Lohnlücken angehen
(pressrelations) - >BERLIN. Zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes über Unterschiede bei den Gehältern von Männern und Frauen erklärt die familien- und frauenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Ina LENKE:
Frauen sind besser qualifiziert als jemals zuvor. Umso unerfreulicher sind die immer wieder kehrenden Meldungen, dass die Gehaltsunterschiede von Männern und Frauen immer noch beträchtlich sind.
Die Ursachen für die Lohnlücken müssen als gesamtpolitische Aufgabe angegangen werden. Die Verbesserung der Kinderbetreuung und flexible Arbeitsbedingungen sind wichtige Voraussetzungen, um lange Erwerbsunterbrechungen von Müttern zu vermeiden, die oft mit Karriereknicks und Einkommenseinbußen verbunden sind. Frauen arbeiten oft in Branchen, in denen der Durchschnittsverdienst schlecht ist. Wenn von 400 Berufen nur 10 überproportional häufig von Frauen gewählt werden, müssen die Beeinflussung des Berufswahlverhaltens und der Abbau von Rollenklischees Ziel der Bildungspolitik sein. Die Tarifpartner müssen endlich ihrer Aufgabe gerecht werden, ihre Entgeltsysteme zu überprüfen.
Ein Gleichstellungsgesetz für die Wirtschaft würde ein zahnloser Tiger, wie das derzeitige Gleichstellungsgesetz für den öffentlichen Dienst des Bundes bisher zeigt. Auch hier bestehen weiter massive Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen.
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