Innenminister Joachim Herrmann fordert höhere Strafen für Angriffe auf Polizeibeamte ? Besuch bei verletztem Polizeibeamten der Bundespolizei
(pressrelations) - >Innenminister Joachim Herrmann hat eine deutlich höhere Strafe für Angriffe auf Polizeibeamte gefordert: "Zum einen muss eine Mindeststrafe von drei bis sechs Monate eingeführt werden und die Höchststrafe muss von derzeit zwei auf drei Jahre angehoben werden. Wir werden nicht hinnehmen, dass so genannte Fußballfans, wie zuletzt in Würzburg, Polizeibeamte verletzen. Rechtsbrecher müssen und werden die volle Härte des Gesetzes spüren."
Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung am 22. August 2009 mit Fußballrandalierern der Ultra-Gruppierung ''Schickeria München'' auf dem Würzburger Hauptbahnhof waren drei Bundespolizeibeamte verletzt worden. Einem 39jährigen Beamten der Bundespolizeiinspektion Würzburg wurden dabei zwei Rippen gebrochen und er ist derzeit immer noch krank geschrieben. Innenminister Joachim Herrmann wünschte dem Beamten bei einem Besuch in dessen Wohnung gute Genesung: "Ich hoffe, dass Sie bald möglichst wieder vollständig dienstfähig sein werden und danke für Ihren umsichtigen und entschlossenen Einsatz". Bei dem Einsatz konnten zwei Randalierer festgenommen werden. Der Zug mit mehreren dutzend Anhängern der Ultra-Gruppierung fuhr zunächst weiter und wurde am Bahnhof Aschaffenburg von starken Polizeikräften aus Bayern und Hessen durchsucht. Dabei wurden 20 mutmaßliche Randalierer vorläufig festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt. In den letzten Jahren sei die Anzahl der bei Widerstandshandlungen verletzten Polizeibeamten bundesweit angestiegen. "Diese Entwicklung ist nicht hinnehmbar. Polizeibeamte dürfen nicht zum ''Freiwild'' von gewalttätigen Rechtsbrechern werden", so Herrmann.
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