Kapitalmarktrechtler halten den Übernahmeversuch des Sportwagenherstellers für haftungsrelevant
(firmenpresse) - München, 21. August 2009 – Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking wegen des Verdachts der Kursmanipulation und des Insiderhandels. Auch der Ex-Finanzchef des Unternehmens, Holger Härter, ist ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Nach einer Meldung des „Tagesspiegel“ ist die Strafanzeige der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bereits Anfang August bei der Staatsanwaltschaft eingegangen.
Hintergrund der Ermittlungen ist der gescheiterte Übernahmeversuch des Sportwagenherstellers, der im Oktober letzten Jahres zu Kurskapriolen bei der VW-Aktie führte. „Hätte Porsche von Anfang an offen gelegt, dass eine Übernahme von VW geplant ist, wäre es nicht zu diesen irrationalen Ausschlägen gekommen.“ meint Rechtsanwalt Franz Braun von der auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte. „Denn in diesem Fall wäre nicht in gleichem Maße auf fallende oder sich seitwärts bewegende Kurse bei der VW-Aktie gesetzt worden.“ begründet er seine Einschätzung. Und dann hätte die Offenlegung der Übernahmepläne im Oktober eben nicht diese katastrophalen Auswirkungen gehabt. Freilich hätte Porsche dann weit höhere Mittel für die geplante Übernahme aufbringen müssen.
Porsche hatte immer bestritten, dass bereits Anfang 2008 die Übernahme geplant gewesen sei. „Die Ermittlungen der BaFin dürften diese Einlassung widerlegt haben, da sonst die Staatsanwaltschaft nicht tätig werden würde“ meint Braun. Die Kanzlei CLLB sieht sich durch die jetzt bekannt gewordenen Ermittlungen deshalb bestätigt. Nach Auffassung der Anwälte hätten die bereits Anfang 2008 kursierten Übernahmegerüchte jedenfalls nicht ausdrücklich dementiert werden dürfen. Anspruchsberechtigt dürften dabei vor allem – aber nicht nur – institutionelle Anleger sein, die von der Offenlegung der Übernahmepläne im Oktober 2008 überrascht wurden.
Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte wurde im Jahr 2004 in München gegründet. Neben den vier Partnern István Cocron, Steffen Liebl, Dr. Henning Leitz und Franz Braun sind mittlerweile auch Alexander Kainz, Thomas Sittner (LL.M.) und Hendrik Bombosch als Anwälte mit an Bord. Erklärter Schwerpunkt der wirtschaftsrechtlich ausgerichteten Kanzlei ist Kapitalmarktrecht. Daneben umfasst das Beratungsspektrum aber auch Gesellschafts- und Steuerrecht. Seit Oktober 2007 ist CLLB Rechtsanwälte mit eigenem Büro in Berlin vertreten.
CLLB Rechtsanwälte
Liebigstr. 21
80538 München
Tel.: +49-89-552 999 50
Fax.:+49-89-552 999 90
mail: kanzlei(at)cllb.de
web: http://www.cllb.de
CLLB Rechtsanwälte
Liebigstr. 21
80538 München
Tel.: +49-89-552 999 50
Fax.:+49-89-552 999 90
mail: kanzlei(at)cllb.de
web: http://www.cllb.de