Bahnstrecke Münster-Lünen wird zweigleisig ausgebaut / Land streckt Planungskosten vor
(pressrelations) - >(Düsseldorf, 21. August 2009) Verkehrsminister Lutz Lienenkämper und DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube haben am Donnerstag (20. August) den Vertrag über die Vorfinanzierung der Planungskosten für den zweigleisigen Ausbau der Strecke Münster-Lünen unterzeichnet. Darüber hatten sich die Deutsche Bahn und das Land bereits Ende 2008 grundsätzlich verständigt und die Maßnahme in den am 12. Dezember 2008 vom Land und der Bahn verabschiedeten "Masterplan NRW" aufgenommen. Zugleich hatte der Bund den Vorstoß zum Planungsbeginn ausdrücklich begrüßt und dies in einem "Memorandum of Understanding" mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Bahn verankert.
Die heute noch eingleisige Strecke verläuft nordöstlich des Ruhrgebiets. Um die Kapazität der knapp 45 Kilometer langen elektrifizierten Strecke zu erhöhen und auch die geplanten Mehrverkehre des Rhein-Ruhr-Express mit 18 Zugpaaren im Stundentakt auf dieser Strecke aufzunehmen, ist der Bau eines zweiten Gleises notwendig.
"Der konkrete Planungsbeginn für den zweigleisigen Ausbau der Strecke war lange zurückgestellt. Nun ist der Durchbruch geschafft", betonte Minister Lienenkämper. "Die Beseitigung des Engpasses ist überfällig. Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) darf nicht in Dortmund enden, sondern soll auch bis Münster fahren. Deshalb unterstützen wir die Aufnahme der Planung, damit der Gesamterfolg des RRX gesichert wird", so der Minister weiter.
Dr. Grube erklärte: "Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem Land Bewegung in den Ausbau der Strecke Münster-Lünen bringen und die Planung nun mit Hochdruck vorantreiben können. Mit dem Ausbau machen wir die Strecke deutlich schneller - von heute 160 auf zukünftig 200 Kilometer pro Stunde Höchstgeschwindigkeit. Davon versprechen wir uns eine höhere Pünktlichkeit, attraktive Fahrzeiten und Verbindungen im Personenfernverkehr und ein insgesamt flexibleres Angebot auf der Schiene."
Die technische Vorplanung soll 2011 abgeschlossen werden. Ab 2012 soll sukzessive mit der Einleitung der notwendigen Planfeststellungsverfahren zur Erlangung des Baurechtes begonnen werden.
Der Ausbau liegt sowohl im regionalen als auch im überregionalen Interesse. Als Teil der IC-Verbindung Dortmund-Hamburg und als wichtige Nahverkehrsverbindung mit starkem Pendlerverkehr steigert der Ausbau die Qualität und Kundenzufriedenheit im Nah- und Fernverkehr, indem Fahrplanrestriktionen beseitigt und die Reisezeiten verkürzt werden.
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