Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im Juni 2009
(pressrelations) - >Die Auftragseingänge in der Industrie sind vorläufigen Angaben zufolge [1] im Juni preis- und saisonbereinigt [2] erneut kräftig um 4,5 % angestiegen. Bereits im Mai war ein Auftragsplus um 4,4 % zu verzeichnen. Der Umfang an Großaufträgen im Juni war leicht unterdurchschnittlich. Die maßgeblichen Nachfrageimpulse kamen zuletzt vom starken Anstieg der Auslandsbestellungen um 8,3 %. Dabei zogen insbesondere die Bestellungen aus der Eurozone an (+13,2 %) und hierbei lag der Schwerpunkt auf Investitionsgütern. Die Inlandsnachfrage erhöhte sich leicht um 0,2 %. Getragen wurde die lebhafte Bestelltätigkeit in der Industrie zuletzt durch deutliche Auftragszugänge bei den Investitions- und Vorleistungsgüterproduzenten um +5,0 % bzw. +4,6 %. Die Hersteller von Konsumgütern hatten dagegen ein leichtes Auftragsminus um 0,5 % zu verzeichnen.
Im Zweimonatsvergleich (Mai/Juni gegenüber März/April) erhöhte sich die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen preis- und saisonbereinigt um 6,8 %. Die Auslandsbestellungen stiegen dabei mit +8,8 % noch kräftiger an als die ebenfalls stark expandierende Inlandsnachfrage (+4,7 %). Innerhalb der industriellen Hauptgruppen zeigt sich die Nachfrage nach Vorleistungsgütern mit +9,1 % inzwischen steil aufwärts gerichtet, aber auch die Investitionsgüterproduzenten verbuchten einen deutlichen Auftragszuwachs von 6,0 %. Bei den Herstellern von Konsumgütern erhöhten sich die Bestellungen um 3,5 %.
Nach dem kräftigen Einbruch im Winterhalbjahr 2008/2009 hat sich die Bestelltätigkeit in der Industrie seit nunmehr vier Monaten in Folge nachhaltig belebt. Die deutlich stärkeren Impulse kommen derzeit weiterhin aus dem Ausland, die Inlandsbestellungen nehmen tendenziell aber ebenfalls spürbar zu. Die Belebung ist breit über viele Industriezweige angelegt und besonders ausgeprägt im Bereich der Vorleistungs- und der Investitionsgüterproduzenten. Damit haben sich die Aussichten für die Industrieproduktion in den kommenden Monaten weiter verbessert.
[1] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
[2] Verfahren Census X-12-ARIMA.
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