Gedenkveranstaltung des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma und des Verbandes der Roma in Polen
(pressrelations) - >Polnische und deutsche Sinti und Roma und Sinti und Roma aus dem Ausland, Politiker und ehemalige Häftlinge gedenken am 2. August 2009 auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau des Massenmordes an den Roma und Sinti. Am 65. Jahrestag der Auflösung des so genannten Zigeunerlagers und der Ermordung der letzten 3.000 dort gefangen gehaltenen Roma und Sinti, die sich bis zuletzt gegen ihre Liquidierung gewehrt hatten, werden Kränze niedergelegt und Kerzen angezündet.
Für die Bundesregierung erinnert der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Christoph Bergner an die Verbrechen der Nationalsozialisten. "Der Völkermord an den Sinti und Roma gehört zum kollektiven Gedächtnis des deutschen Volkes an die Schrecken und Verbrechen der Zeit des Nationalsozialismus. Die Erinnerung an die Opfer ist für ein friedliches Miteinander bleibende Verpflichtung. In Auschwitz sind die schlimmsten Verbrechen geschehen, von Menschen an Mitmenschen verübt, die über Jahrzehnte friedlich beieinander lebten, deren Kulturen seit Jahrhunderten einander ergänzten".
Dr. Bergner dankte den Überlebenden des Holocaust, dass sie den Mut aufgebracht haben mit ihrer Anwesenheit Zeugnis abzulegen von den unfassbaren Ereignissen. Vor allem der jungen Generation machten sie damit in besonders eindringlicher Weise deutlich, was die Zeit des Nationalsozialismus bedeutet hat. Er ermutigt sie, "wo und wann immer sich die Gelegenheit ergibt, von Ihren Erlebnissen zu berichten. Eine wirksamere Mahnung kann ich mir nicht vorstellen".
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