Experten halten nichts von verpflichtenden Gesundheitschecks
(firmenpresse) - Menden/Berlin, 29. Juli 2009 - Der schwere Unfall im sauerländischen Menden hat die Debatte über Gesundheitschecks für Senioren wieder angeheizt. Experten halten sie jedoch für überflüssig, wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) http://www.suedeutsche.de schreibt. So hatte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Winfried Hermann, erklärt, dass Autofahrer über 75 Jahren in den meisten Fällen die Verursacher von Unfällen seien. Dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Denn die offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden bestätigen zwar, dass Senioren, die älter als 75 Jahre alt sind, überproportional oft schuld an den Unfällen sind, in die sie verwickelt werden. Im vergangenen Jahren waren sie es zu 76 Prozent. "Allerdings steht dem entgegen, dass Senioren an allen Verkehrsunfällen 2008 nur zu elf Prozent beteiligt waren. Und das, obwohl sie derzeit 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen", so die SZ.
Wie sehen die Erfahrungen in anderen Ländern wie zum Beispiel der Schweiz, Finnland, Italien, Spanien und Australien aus, in denen Fahreignungsprüfungen für Ältere bereits existieren? "Diese Maßnahmen werden in den Ländern selbst mittlerweile eher skeptisch gesehen", sagt Heinz Jürgen Kaiser, Professor am Institut für Psychogerontologie der Universität Erlangen. So zeige sich, dass im australischen Bundesstaat Victoria, der keine Checks vorschreibt, die Verkehrssicherheitssituation älterer Autofahrer "günstiger" sei als in den anderen Bundesstaaten mit Fahreignungstests.
Gegen Zwangsmaßnahmen spricht sich auch Autoexperte Uwe Röhrig von International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de in Berlin aus. Der frühere Vertriebschef für Mercedes-Benz und Maybach ist skeptisch gegenüber vermeintlichen Patentrezepten. "In unserer Gesellschaft haben wir schon genügend Zwänge. Da brauchen wir nicht noch zusätzliche Zwangsuntersuchungen für Senioren", so Röhrig. "Populistische Forderungen nach Pflichtuntersuchungen können sogar eher zu einer Trotzreaktion bei den Betroffenen führen. Was wir angesichts des demographischen Wandels brauchen, ist eine sachliche und sachkundige Debatte darüber, wie Autos konstruiert werden können, damit sie den spezifischen Bedürfnissen der Älteren nach Sicherheit und Komfort noch besser entgegenkommen. Doch diese Diskussionen muss man in aller Ruhe führen und sollte davon abkommen, immer wieder tragische Einzelfälle für undurchdachte Vorschläge zu nutzen, die dann ganz schnell wieder verpuffen."
Warum jüngere Autofahrer oft einen so negativen Eindruck von Senioren am Steuer haben, erklärt der Altersforscher Kaiser gegenüber der SZ folgendermaßen: "Die Älteren halten sich exakt an die Verkehrsregeln, sie fahren 50, wo Tempo 50 erlaubt ist. Das nervt die Jüngeren, sie stehen ihnen im Wege." Allerdings gilt auch die Erkenntnis, dass die Unfallgefahr dort am höchsten ist, wo gegen Regeln verstoßen wird.
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