Militärkonversion als große Chance der Stadtentwicklung - Fachtagung der Stadt Neu-Ulm und der Obersten Baubehörde in Neu-Ulm
(pressrelations) - >Die Konversion, also Umgestaltung militärischer Liegenschaften ist seit Beginn der 90er Jahre ein zentrales Aufgabenfeld der Stadtentwicklung und Stadterneuerung in Bayern. Viele Städte und Gemeinden können bereits auf erfolgreiche Konversionsprojekte zurückblicken. Die Kommunen und die Oberste Baubehörde arbeiten hier sehr eng zusammenarbeiten. Für die Konversion von Brachflächen stehen in der Städtebauförderung Mittel der EU, des Bundes und des Freistaats Bayern zur Verfügung. Seit 2004 konnten in den 21 mit der Konversion militärischer Liegenschaften befassten Kommunen mehr als 17 Millionen Euro staatliche Finanzhilfen aus dem Bund-Länder-Programm ''Stadtumbau West'' bewilligt werden. Auch staatliche Infrastrukturprojekte wie die Fachhochschulen in Ansbach, Amberg, Aschaffenburg und Neu-Ulm, Projekte der ''Siedlungsmodelle'', modellhafte Projekte der Wohnraumförderung und Studentenwohnheime haben in Bayern maßgeblich zur erfolgreichen Wiederbelebung ehemaliger Militärareale beigetragen.
Die erfolgreiche Konversion der ehemaligen US-Areale in Neu-Ulm in den zurückliegenden 15 Jahren war Anlass für die Fachtagung "Militärkonversion. Zukunft bauen ? Stadt gestalten". Das große Interesse - rund 150 Vertreter aus Fachkreisen, Politik, Wirtschaft, Verbänden und Kommunen waren zur Tagung nach Neu-Ulm gekommen - belegt, dass auch heute noch zahlreiche Städte und Gemeinden vor bedeutenden städtebaulichen Aufgaben der Militärkonversion stehen. Im Vordergrund der Veranstaltung standen die Erfahrungen erfolgreicher Konversionsmaßnahmen sowie aktuelle Aufgabenstellungen. Fachvorträge, Referate, Erfahrungsberichte und Führungen machten deutlich, welche Chancen hinter einem erfolgreichen Flächenmanagement auf ehemaligen Militärflächen stecken können.
Die Entwicklung des Stadtquartiers Wiley stand als herausragendes Beispiel erfolgreicher Militärkonversion im Freistaat Bayern im Mittelpunkt. Nach dem Abzug der amerikanischen Armee im Jahr 1994 hat die Stadt Neu-Ulm begonnen, ein ehemaliges insgesamt rund 140 Hektar großes amerikanisches Militär- und Kasernengelände städtebaulich zu entwickeln. Heute, 15 Jahre später, hat es die Stadt geschafft, auf den zur Verfügung stehenden wertvollen innenstadtnahen Flächen das neue Stadtquartier Wiley zu entwickeln. Dieses umfasst rund 80 der 140 Hektar.
"Das Interesse an der Veranstaltung war überaus hoch", resümiert Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg. Die Fachtagung sei ihrem Ziel, eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen und den Wissenstransfers für sämtliche Themengebiete und Aufgaben im Rahmen der Militärkonversion zu bilden, überaus gerecht geworden. "Die Stadt Neu-Ulm kann heute, nach 15 Jahren erfolgreicher Arbeit, auf ein herausragendes Kapitel Stadtentwicklung zurückblicken. Hierbei war es für uns besonders wichtig, die Bürgerschaft in die Prozesse der Konversion einzubinden und sie daran teilhaben zu lassen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass genau dies der richtige Weg war und noch immer ist. Wir haben heute unser Ziel erreicht und mit Wiley ein Stadtquartier entwickelt, in dem Wohnen und Arbeiten möglich ist, in dem sich unsere Bürger wohl fühlen", so Noerenberg.
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