PresseKat - Architektenwettbewerb von Axel Springer: Finale Entscheidung für den Entwurf von Rem Koolhaas (OMA)

Architektenwettbewerb von Axel Springer: Finale Entscheidung für den Entwurf von Rem Koolhaas (OMA)

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(ots) - Die finale Platzierung im Architektenwettbewerb von
Axel Springer steht fest: Das Büro OMA soll in weiterer Abstimmung
mit dem Bauherrn und den zuständigen Behörden die Details eines
genehmigungsfähigen Entwurfs erarbeiten. In einer abschließenden
beratenden Sitzung am Dienstag, 25. März 2014, sprach die Jury,
bestehend aus Fachexperten, Vertretern der Stadt Berlin und des
Unternehmens Axel Springer, eine einstimmige Empfehlung für das
Konzept des Architekturbüros von Rem Koolhaas aus. Der Entwurf setzte
sich gegen die Konzepte der zwei weiteren Gewinner des
Architektenwettbewerbs Bjarke Ingels Group (BIG) und Buro Ole
Scheeren durch.

Die Aufgabe des im Mai 2013 ausgelobten Wettbewerbs war es, Ideen
zu entwickeln, um zusätzliche Räumlichkeiten für die wachsenden
Unternehmensbereiche von Axel Springer, darunter vor allem die
digitalen Angebote, zu schaffen. Darüber hinaus sollen mit der
geplanten Baustruktur neue Standards in Atmosphäre,
Nutzungsmöglichkeiten und Raumgestaltung für eine moderne
Arbeitsumgebung gesetzt werden. 18 deutsche und internationale
Architektenbüros haben am Wettbewerb teilgenommen.

Am 12. Dezember 2013 endete mit der Prämierung der drei
Architektenbüros Bjarke Ingels Group, Buro Ole Scheeren und OMA der
operative Teil des Architektenwettbewerbs. Die Gewinnerentwürfe
wurden in den darauffolgenden Wochen vor allem auf grundsätzliche
Genehmigungsfähigkeit und Umsetzbarkeit des geplanten Neubaus
geprüft. Ein Planungsauftrag erfolgt, nachdem entschieden wurde, ob
und wann das Bauprojekt tatsächlich umgesetzt werden kann.

Zentraler Bestandteil des Gewinnerentwurfs von Rem Koolhaas ist
das über 30 Meter hohe Atrium, das sich zum bestehenden
Axel-Springer-Haus hin öffnet. Die miteinander verbundenen Terrassen
und eine öffentliche Arbeitsfläche erschaffen eine Umgebung, in dem




individuelles wie kollektives Arbeiten möglich ist. Der als "offenes
Tal" anmutende Entwurf beantwortet damit die Frage, wie Büros in
einer mobilen Arbeitswelt aussehen könnten.

Prof. Dr. Friedrich von Borries, Präsident der Wettbewerbsjury:
"Gute Architektur hat einen hohen Symbolwert. Gute Architektur
beeinflusst ihr Umfeld. Aber über diese Aspekte hinaus stellte der
Wettbewerb für den neuen Axel-Springer-Campus auch die Frage, wie wir
in Zukunft arbeiten wollen. Dafür hat der Beitrag von Rem Koolhaas
eine spektakuläre Antwort vorgeschlagen, die den zukünftigen Nutzern
eine Arbeits- und Kommunikationslandschaft eröffnet, die es so noch
nicht gegeben hat."

Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin der Berliner Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung und Umwelt: "Der Entwurf von Rem Koolhaas ist
ein Gebäude, das erst auf den zweiten Blick sein Geheimnis eröffnet,
und im Innern eine neue Form des Zusammenarbeitens architektonisch
formuliert. Der Entwurf hat eine große Symbolkraft, indem der
Mauerverlauf diagonal durch das Gebäude führt, dadurch ein Atrium
ausbildet und dieser spektakuläre Innenraum das Zusammenwachsen
dieser Stadt thematisiert. Axel Springer schreibt damit seine eigene
Architekturgeschichte an diesem Ort weiter."

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE:
"Wir freuen uns sehr unser neues Verlagshaus mit Rem Koolhaas bauen
zu können. Er hat den konzeptionell und ästhetisch radikalsten
Entwurf vorgelegt. Die grundlegende Innovation von Arbeitsräumen wird
die kulturelle Transformation zum digitalen Verlag unterstützen.
Gleichzeitig danke ich den Büros von Ole Scheeren und Bjarke Ingels
für ihre herausragenden Entwürfe, die ebenfalls kreative und
leidenschaftliche Antworten auf die von uns ausgesprochenen
Anforderungen gaben."

Rem Koolhaas: "Das ist ein wunderbarer Anlass, um erneut in Berlin
zu bauen und dann noch an diesem historischen Ort und für einen
Kunden, der Architektur mobilisiert, um radikalen Wandel zu
unterstützen...ein Arbeitsplatz in all seinen Dimensionen."

Axel Springer plant, die Einreichungen aller Teilnehmer des
Wettbewerbs im Deutschen Architektur Museum in Frankfurt am Main
auszustellen. Bereits im Dezember 2013 erhielt die Öffentlichkeit die
Möglichkeit, die 18 Modelle im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) in
Berlin zu besichtigen und sich kritisch mit den Ideen für den
geplanten Neubau auseinanderzusetzen.

Informationen zu den drei Architekturbüros der Endrunde:

Bjarke Ingels Group (BIG):

Der Kopenhagener Architekt Bjarke Ingels, Leiter des gleichnamigen
Büros, hat unter anderem den dänischen Pavillon für die EXPO 2010 in
Shanghai und das Apartment-Projekt "West 57" in Manhattan entworfen.
Ingels wurde 2011 vom "Wall Street Journal" als "Innovator of the
Year for architecture" ausgezeichnet.

Buro Ole Scheeren:

Ole Scheeren ist Leiter der gleichnamigen Architekturbüros in
Beijing und Hongkong, China. Für das niederländische Architekturbüro
"Office for Metropolitan Architecture" war er federführend am Neubau
des chinesischen Staatsfernsehen "China Central Television" (CCTV)
beteiligt, bevor er sich 2010 selbstständig machte.

OMA (Rem Koolhaas):

Rem Koolhaas ist Mitgründer des Architektenbüros "Office for
Metropolitan Architecture" (OMA) mit Niederlassungen in Rotterdam,
New York, Peking, Hong Kong und Doha. OMA hat unter anderem die
"Seattle Central Library", die "Casa de Musica" in Porto und die
Botschaft der Niederlande in Berlin entworfen. Der Harvard-Professor
Koolhaas gewann 2000 den Pritzker-Architektur-Preis.



Pressekontakt:
Bianca-Maria Brandt /
Tel: +49 30 2591 77641 /
bianca.brandt(at)axelspringer.de


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Datum: 26.03.2014 - 14:00 Uhr
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