WAITZ: Stasi-Aufarbeitung auch auf Bundesebene notwendig
(pressrelations) - >BERLIN. Zur Debatte um ehemalige Stasi-Mitarbeiter im öffentlichen Dienst der Landesverwaltungen erklärt der kultur- und medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und das BStU (Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR)-Beiratsmitglied Christoph WAITZ:
Wir brauchen dringend Aufklärung darüber, wie viele Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR schon vor der Wende im öffentlichen Dienst der Bundesrepublik und Westberlins wirkten und wie viele nach der Wende in den öffentlichen Dienst übernommen worden sind. Dabei geht es nicht nur um die mutmaßlich 17.000 Stasi-Mitarbeiter in den Landesverwaltungen. Auch auf Bundesebene muss aufgearbeitet werden, wie viele Stasi-Mitarbeiter in Bundesministerien und Bundesbehörden übernommen worden sind. So wie derzeit infolge der Kurras-Enthüllungen die damalige Westberliner Polizei auf Stasi-Spitzel untersuchen wird, sollte es auch auf Bundesebene möglich sein. Die fundierte Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Teilung erfordert, dass wir jetzt nicht die Augen vor dem Stasi-Treiben in Ost und West verschließen.
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