Innenstaatssekretär Dr. Bernd Weiß: "Bayerns Straßen werden zusehends sicherer ? Verkehrssicherheitsaktion wirkt"
(pressrelations) - >Innenstaatssekretär Dr. Bernd Weiß betonte heute bei einer Podiumsdiskussion der Hanns-Seidel-Stiftung unter dem Thema "Sicher unterwegs ? wie sicher sind Bayerns Straßen?": "Mit der Zunahme des Individualverkehrs wächst grundsätzlich auch das Risiko, im Straßenverkehr Schaden zu erleiden. Besonders die schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere Kinder, junge Menschen und Senioren, tragen ein ungleich höheres Verletzungsrisiko. Deshalb hat die Verkehrssicherheitsarbeit in Bayern seit je her einen hohen Stellenwert. Polizei, Landkreise und Kommunen sowie viele Ehrenamtliche arbeiten erfolgreich und vernetzt im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion ''Sicher und fair im Straßenverkehr'' zusammen", so Weiß und bilanzierte: "1970 gab es noch 3.900 Verkehrstote. 20 Jahre später 1.900 und im Jahr 2008 788. Die Zahl der Verletzten nahm ebenfalls von 94.000 im Jahr 1970 auf rund 71.000 im Jahr 2008 ab".
Weiß stellte fest, dass die Ursachen für diese insgesamt günstige Entwicklung vielfältig seien: "Die Arbeit der Verkehrsunfallkommissionen zur Entschärfung von Unfallschwerpunkten, die Verkehrsaufklärung, eine enorm verbesserte Fahrzeugtechnik im Bereich passiver Sicherheitseinrichtungen, hohe Anforderungen in der Fahrausbildung und letztlich auch eine konsequente Verkehrsüberwachung durch die Polizei zahlen sich aus". Trotz dieser grundsätzlich positiven Entwicklungen bei den Verkehrsunfallzahlen wolle man auch in den kommenden Jahren keinesfalls locker lassen: "Wir müssen uns nachhaltig der Verkehrssicherheit von Kindern, jungen Führerscheinbesitzern und Senioren im Straßenverkehr annehmen. Deshalb werden wir unsere Bemühungen im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion "Sicher und fair im Straßenverkehr" auch in den kommenden Jahren fortsetzen und weiterhin an den Hauptunfallursachen ansetzen". Bei der Zielgruppe Fahranfänger werde man durch gezielte Programme wie ''Begleitetes Fahren mit 17'' und freiwillige Kurse wie ''Könner durch Er-Fahrung'' oder ernst zu nehmende Verkehrssicherheitsarbeit (EVA) noch besser für Risiken des Straßenverkehrs sensibilisieren. Gerade diese Zielgruppe der 18- bis 24-jährigen jungen Fahranfänger mit einem Bevölkerungsanteil von rund acht Prozent sei mit circa 22 Prozent überproportional an Unfällen mit Verletzten und Getöteten beteiligt. Weiß stellte anschließend fest: "Bei der Generation ''65+'' verfolgen wir das Ziel, den Menschen möglichst lange eine freie Wahl der Verkehrsteilnahme und der Verkehrsmittel zu ermöglichen. Eine Beschränkung der Fahrerlaubnis, etwa nach dem Alter, lehnt die Bayerische Staatsregierung strikt ab und setzt in hohem Maße auf die vorhandene Eigenverantwortung und Risikoeinschätzung lebensälterer Verkehrsteilnehmer". Insgesamt zeigte sich Weiß überzeugt, dass Bayern mit seinen vielfältigen Maßnahmen auf dem richtigen Weg sei und appellierte zu fairem !Verhalten im Straßenverkehr und gegenseitiger Rücksichtnahme.
Hinweise zur Verkehrsstatistik mit genaueren Vergleichszahlen in einer Übersicht sind im Internet abrufbar unter http://www.stmi.bayern.de/imperia/md/content/stmi/sicherheit/verkehrssicherheit/sicher_auf_bayerns_strassen2/unfallstatistik_07_08.pdf
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