(ots) -
- Warnung vor negativen Effekten auf Realwirtschaft
- Für angemessene Kapitalausstattung von Instituten und
glaubwürdige Abwicklungsregeln
"Die Vorschläge der EU-Kommission, den Eigenhandel von Großbanken
zu verbieten und eventuell andere Handelsgeschäfte abzutrennen,
blenden die negativen Effekte auf die Realwirtschaft aus. Das
bewährte Universalbankensystem wird leichtfertig aufs Spiel gesetzt.
Finanzierung und Risikomanagement der Unternehmen werden ohne Not
beeinträchtigt." Dies erklärte Markus Kerber, Hauptgeschäftsführer
des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), anlässlich der
Vorlage einer EU-Verordnung zur künftigen Bankenstruktur am Mittwoch
in Brüssel.
"Die Realwirtschaft hätte einen Großteil der Anpassungslast zu
tragen", warnte Kerber. Unbedingt vermieden werden müsse, dass durch
überzogene Eingriffe das bewährte Universalbanken-System in seiner
Substanz gefährdet wird. Bankgeschäfte zur Risikoabsicherung und
Unterstützung komplexer Kapitalmarktfinanzierungen der Industrie
müssten weiterhin reibungslos möglich sein.
"Es ist naiv zu glauben, mit den geplanten Maßnahmen würden Banken
und Finanzmärkte wirklich stabiler und krisenfester", sagte der
BDI-Hauptgeschäftsführer. Eine höhere Kapital- und
Liquiditätsausstattung sowie ein glaubwürdiges Abwicklungsregime in
Europa seien tauglicher, um künftige Schieflagen von Banken zu
vermeiden.
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