Die Rentner sollen sich die zum Leben 
notwendigen Euro doch bitte selbst dazu verdienen. So etwa lässt sich
die Idee zusammenfassen, die Zuverdienstgrenzen für vorzeitige 
Ruheständler anzuheben. Damit gesteht die Koalition gleich zwei Dinge
ein. Erstens reichen die Alterseinkommen für künftige Re ...

31.01.2011

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Anhebung der Zuverdienstgrenze
Eingeständnis
WOLFGANG MULKE


Die Rentner sollen sich die zum Leben
notwendigen Euro doch bitte selbst dazu verdienen. So etwa lässt sich
die Idee zusammenfassen, die Zuverdienstgrenzen für vorzeitige
Ruheständler anzuheben. Damit gesteht die Koalition gleich zwei Dinge
ein. Erstens reichen die Alterseinkommen für künftige Rentner oft
nicht mehr zum Leben. Zweitens fehlt es an Ideen, wie der drohenden
Ausbreitung von Altersarmut wirksam begegnet werden kann. Der
Vorschlag hilft nur auf den ersten Blick weiter. Was soll schon
falsch daran sein, wenn sich Frührentner mehr als bisher dazu
verdienen können? Als Problemlösung gegen Altersarmut taugt das
Instrument aber nicht. Die besonders davon gefährdeten Berufsgruppen
steigen vorzeitig aus dem Berufsleben aus, weil sie kaputt sind.
Allenfalls schlecht bezahlte, einfache Jobs sind da noch drin. Doch
spätestens nach ein paar Jahren ist es auch damit vorbei und das
Problem des geringen Einkommens wäre wieder da. Alle Schuld an der
für viele prekären Entwicklung auf die Rente mit 67 zu schieben,
hilft ebenso wenig. Das klingt nur plakativ und kommt am Stammtisch
gut an.



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