Der Widerstand gegen Pegida wächst - und nimmt 
dank des Wintereinzugs allmählich witzige Züge an. Denn eine 
wachsende Zahl von Twitter-Nutzern haut unter dem Hashtag #schneegida
den "Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes"
(Pegida) deren eigene verquere Argument ...

29.12.2014

Lausitzer Rundschau: Eiskalt veräppelt Unter dem Hashtag #schneegida wird Pegida ad absurdum geführt


Der Widerstand gegen Pegida wächst - und nimmt
dank des Wintereinzugs allmählich witzige Züge an. Denn eine
wachsende Zahl von Twitter-Nutzern haut unter dem Hashtag #schneegida
den "Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes"
(Pegida) deren eigene verquere Argumente eiskalt um die Ohren.
Beispiele gefällig? Gern: "Wie viel Schnee kommt denn da noch, bevor
man beginnt ihn (ab)zu schieben?", fragt ein Nutzer. Oder: "Sollen
wir jetzt alle von diesen Schneeflocken aufnehmen? Typisch - die
kommen doch nur zu uns, weil es kalt ist!" Und: "Nicht jede
Schneeflocke ist kriminell. Aber treten sie in Massen auf, liest und
hört man doch überall vom Wintereinbruch." Und zu guter Letzt: "Es
fängt mit ein paar Flocken an - und wenn wir nicht aufpassen, haben
wir bald im ganzen Land eine geschlossene Schneedecke." Sie finden
das alles absurd? Eben! Und das Schönste ist, dass könnte man das
herrlich weiterspinnen. Wie wär's mit #kaffeegida? "Wie viel braunes
Zeug läuft denn da noch durch unser Land?", wäre ein passender
Eintrag. Schade nur, dass diese Ironie Pegida vermutlich nicht
erreicht, denn bisher haben sich die Tausenden Sympathisanten nicht
durch übermäßig viel Toleranz und Humor hervorgetan.



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