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Gericht bestätigt positiven Effekt der Umweltzonen

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Gericht bestätigt positiven Effekt der Umweltzonen

(pressrelations) - VCD: Umweltzonen sind wirksam und müssen ausgeweitet werden

Hannover/Berlin, 21.04.09 - Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) begrüßt das heutige Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover, wonach Umweltzonen auch zur Bekämpfung der Stickstoffdioxidproblematik einen wichtigen Beitrag leisten. Das Urteil sei ein wichtiger Etappensieg für die bundesweite Bekämpfung der Schadstoffbelastung in den Innenstädten, so der VCD. Die Entscheidung mache zudem das Scheitern der FDP-Umweltpolitik in Niedersachsen deutlich. Niedersachsens Umweltminister Sander habe in jüngster Vergangenheit keine Gelegenheit ausgelassen, zusammen mit der IHK und Autoclubs Umweltzonen populistisch abzulehnen.

Michael Frömming, VCD-Landesvorsitzender Niedersachsen: *Wenn die Landesregierung an einer Verbesserung der Luftqualität wirklich interessiert gewesen wäre, dann hätte sie die Region Hannover bei ihren Bemühungen für die Umsetzung einer echten Umweltzone unterstützt. Leider war das Gegenteil der Fall. Minister Sander favorisiert sogar ernsthaft, mit *Grünen Wellen" noch mehr Autos in die City zu pumpen und den Straßenbau massiv zu fördern - und das als Umweltminister! Hannover zählt durch dieses Gerichtsurteil zum Glück noch immer neben Berlin und Köln zu den Vorreitern der Umweltzonen in Deutschland. Und das ist gut so! Denn Dieselruß führt zu Lungenkrebs und beschleunigt zudem den Klimawandel."

Bereits eine erst kürzlich veröffentlichte Untersuchung der 2008 eingerichteten Umweltzone in Berlin habe eindeutig deren positiven Effekt auf die Schadstoffminderung von Feinstaub und Stickoxiden belegt. So seien Dieselstinker ohne Plakette innerhalb eines Jahres zum Großteil verschwunden. 70 Prozent der Pkw und 55 Prozent der Lkw, die zu Beginn 2008 noch ohne Pla-kette auf Berlins Straßen unterwegs waren, seien durch neue, schadstoffärmere Fahrzeuge ausgetauscht bzw. nachgerüstet worden. Die Dieselrußemissionen aus dem Verkehr seien so um 24 Prozent und der Stickoxidausstoß um 14 Prozent zurückgegangen.





Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsexperte: *Die positive Wirkung der Umweltzonen wird sich noch deutlich verstärken, wenn die Zufahrtsbestimmungen verschärft werden. Berlin setzt mit seinem heutigen Beschluss, ab 2010 nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette in die Innenstadt zu lassen, ein wichtiges Zeichen. Hannover und andere Kommunen müssen diesem Beispiel dringend folgen. Das Feinstaubproblem muss aber auch an der Quelle bekämpft werden, also durch die Aus- und Nachrüstung von Fahrzeugen mit Partikelfiltern. Hier hinkt die Politik aber leider hinterher. Obwohl die Technik bereits zur Verfügung steht, schiebt sie die Einführung entsprechender Schadstoffnormen immer weiter hinaus."


Bei Rückfragen:
Almut Gaude, VCD-Bundespressesprecherin, Fon 030/280351-12, Fax 030/280351-10, Mobil 0171/6052409, E-Mail presse(at)vcd.org , Internet www.vcd.org
bzw. Michael Frömming, VCD-Landesvorsitzender Niedersachsen, Fon 0173 9330629, E-Mail presse-nds(at)vcd.org ; Internet: www.vcd.org/nds

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Datum: 22.04.2009 - 09:32 Uhr
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