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Digitale Transformation: aktuelle Reisewarnung / BearingPoints zweiter Digitalisierungsmonitor: kulturelle und strukturelle Aspekte bleiben nach technologischen Hürden die größten Herausforderungen (FOTO)

ID: 1542231

(ots) -
Unternehmen und der öffentliche Sektor im deutschsprachigen Raum
kommen bei der Digitalisierung voran, wenn auch eher langsam. Wohin
die digitale Reise gehen soll, ist allerdings in vielen Bereichen
noch unklar. Ãœber alle Industrien hinweg sind nur in wenigen
Ausnahmefällen vollständige Ziele und Digitalisierungsstrategien
definiert. Wurden im Vorjahr noch technologische Aspekte fokussiert,
ist in den vergangenen zwölf Monaten aber das Thema Strategie in den
Vordergrund gerückt. Für mittelständische Unternehmen spielen
Technologien zwar weiterhin eine wichtige Rolle, größere Unternehmen
hingegen haben bereits die Bedeutung von neuen Geschäftsmodellen
erkannt. Damit ist die Einsicht gereift, welche Faktoren für den
Erfolg der Digitalen Transformation entscheidend sind:
Unternehmenskultur, Organisationsstruktur sowie individuelle
Einstellungen der Entscheider und Mitarbeiter wie Experimentierfreude
und Inspiration. Zu diesen Erkenntnissen kommt eine aktuelle Studie
der Management- und Technologieberatung BearingPoint, für die 310
Teilnehmer aus Unternehmen und Behörden im deutschsprachigen Raum
befragt wurden.

Fortschritte zeichnen sich vor allem in der Kundenorientierung ab:
"Bereits bei unserer Studie im Jahr 2016 wurde deutlich, dass
Unternehmen mithilfe der Digitalisierung speziell auch ihre
Kundenangebote verbessern wollen", kommentiert Carsten Schulz,
Partner bei BearingPoint. "Und dieser Trend ist weiter gestiegen. Zum
Beispiel bieten inzwischen eine Vielzahl an Unternehmen ihren Kunden
unterschiedliche Vertriebs- und Kontaktkanäle an und setzen bei
Prozessen auf neue digitale Technologien, um das Kundenerlebnis zu
verbessern."

Noch kopflos: notwendige digitale Zeitumstellung in den
Organisationen

Die mit Abstand größten Herausforderungen wurden innerhalb der




eigenen Organisation identifiziert. "Besorgniserregend ist die
Selbsteinschätzung der Befragten im Bereich Organisationkultur",
erläutert Alexander Broj, Partner bei BearingPoint. "Ein Großteil der
Befragten sieht sich noch in traditionellen Organisationsstrukturen
verhaftet und vermisst eine zeitgemäße, agile und horizontale
Projektkultur. Für die Erfolgsaussichten der Digitalen Transformation
sind diese Befunde bedenklich. Ohne die richtigen Voraussetzungen
können Digitalisierungsbemühungen nicht gelingen."

"Drei Viertel der Befragten schätzen viele Probleme als
hausgemacht ein", erklärt Broj weiter. "Wie auch im letzten Jahr
spielt Geld dabei eine untergeordnete Rolle. Die Herausforderung
liegt vielmehr darin, kulturelle und strukturelle Aspekte so
anzupassen, dass eine Bereitschaft zur Veränderung entsteht. Sonst
bleiben digitale Innovationen weiterhin Inselprojekte. Finanziell
sind sie zwar ausreichend ausgestattet und auch die Unterstützung
durch das Management ist vorhanden. Allerdings fehlen die richtigen
Netzwerkstrukturen, um sie im gesamten Unternehmen zu verankern."

Als ein weiteres Hemmnis wurden veraltete IT-Systeme ausgemacht.
Dabei geht es weniger um Software-Systeme als vielmehr um
Datenbanksilos, die den Wissensaustausch im Unternehmen durch zu
wenige Schnittstellen behindern. Das hat gravierende Auswirkungen auf
alle Bereiche und Industrien, denn letztendlich können die
Unternehmen so den größten und wertvollsten Rohstoff des 21.
Jahrhunderts nicht nutzen: Daten.

404 Struktur- / Kulturwandel not found

Dass grundlegende strukturelle Veränderungen bisher nicht
eingetreten sind, zeigt auch ein weiteres Ergebnis der Befragung:
Chancen von beispielweise Automatisierungsprozessen bleiben
weitgehend unerkannt. Unternehmen haben eher klassische Erwartungen
an Automatisierung und versprechen sich vor allem eine höhere
Effizienz von Arbeitsabläufen, geringeren Personalbedarf und
niedrigere Kosten. Weitere Vorteile wie beispielsweise neue
Leistungen, Produkte oder neue Geschäftsmodelle werden bislang kaum
in Betracht gezogen.

Die kulturellen Defizite zeigen sich auch bei den Mitarbeitern,
die als digitale Visionäre gelten. Waren 2016 noch viele Unternehmen
auf der Suche nach dem digitalen Heilsbringer, ist in den letzten
Monaten die Einsicht eingekehrt, dass visionäre Köpfe als
Einzelperson wenig Handlungserfolg haben. Vielmehr geht es darum,
eine kritische Masse an digitalen Visionären in die Organisation zu
integrieren. "Digitale Vordenker werden allerdings nicht systematisch
gesucht und es fehlt bereits im Recruiting an Maßnahmen zur Förderung
von digitalen Visionären", ergänzt Schulz. "Somit gibt es zahlenmäßig
nicht nur wenige Vordenker - sie werden auch unzureichend eingebunden
und haben kein unterstützendes Netzwerk. Dies macht sie zu großen
Teilen handlungsunfähig und ihre Kraft, etwas im Unternehmen zu
ändern, ist daher eher gering."

Handlungsempfehlungen

Auf Basis der Studienergebnisse hat BearingPoint fünf Ansätze
formuliert, die Unternehmen bei der weiteren Digitalen Transformation
unterstützen:

1. Orientieren am Kundennutzen - "Was will der Kunde" als erste
und letzte Frage

2. Inspirieren und inspirieren lassen - Austausch
unterschiedlicher Köpfe suchen und fördern

3. Ganzheitliches Durchspielen neuer Möglichkeiten - Innovation
konsequent zu Ende denken und das gesamte Unternehmen darauf
einstellen

4. Fehler dürfen nicht teuer sein - Beschränkte Ressourcen auf
möglichst vielen Ideen einsetzen und bei Erfolgen und Misserfolgen
schnell reagieren

5. Ohne leistungsfähige IT geht es nicht - Laufende Prozesse
hinterfragen und ungenutzte Möglichkeiten identifizieren

Ãœber die Studie

Die Studie "Roboter, Rebellen, Relikte. Ãœberkommene Strukturen
behindern die Digitale Transformation." wurde von Mitte April bis
Mitte Juli 2017 durchgeführt und umfasste rund zehn Prozent mehr
Teilnehmer als im Vorjahr. Insgesamt wurden 310 Mitarbeiter aus
Unternehmen und Behörden im deutschsprachigen Raum befragt. Die
Online-Befragung wurde ergänzt durch 17 vertiefende Interviews.
Mehrheitlich nahmen Führungskräfte mit Personalverantwortung teil,
darüber hinaus waren aber auch Mitarbeiter ohne Personalverantwortung
repräsentiert. Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichsten Branchen.
Stark vertreten waren unter anderem die Industrien Produktion &
Logistik, Finanz- und der öffentliche Sektor.

Die Studie ist unter dem folgenden Link verfügbar:
http://ots.de/2jXUP

Ãœber BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und
Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite.
Das Unternehmen agiert in drei Bereichen: Consulting, Solutions und
Ventures. Consulting umfasst das klassische Beratungsgeschäft,
Solutions fokussiert auf eigene technische Lösungen in den Bereichen
Digital Transformation, Regulatory Technology sowie Advanced
Analytics, und Ventures treibt die Finanzierung und Entwicklung von
Start-ups voran. Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit
führenden Unternehmen und Organisationen. Das globale
Beratungs-Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000 Mitarbeitern
unterstützt Kunden in über 75 Ländern und engagiert sich gemeinsam
mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

Weitere Informationen:
Homepage: www.bearingpoint.com
Geschäftsbericht 2016: http://ots.de/3wZJ2
Toolbox: http://toolbox.bearingpoint.com/de/digitalisierung
LinkedIn: http://www.linkedin.com/company/bearingpoint
Twitter: (at)BearingPoint_de



Pressekontakt:
Alexander Bock
Manager Communications
Telefon: +49 89 540338029
E-Mail: alexander.bock(at)bearingpoint.com

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Datum: 19.10.2017 - 09:00 Uhr
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