PresseKat - Industrie 4.0: Aus dem Netzwerk - in den Mittelstand!

Industrie 4.0: Aus dem Netzwerk - in den Mittelstand!

ID: 1482373

Spitzencluster it's OWL zeigt neue L├Âsungen f├╝r die intelligente Produktion

(PresseBox) - Im Technologie-Netzwerk it┬┤s OWL ? Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen gemeinsam L├Âsungen f├╝r intelligente Produkte und Produktionsverfahren, Smart Services und die Arbeitswelt der Zukunft. Anwendungsbeispiele pr├Ąsentieren 42 Aussteller auf dem OWL Gemeinschaftsstand (Halle 16 A04). Das Spektrum reicht von intelligenter Automatisierung ├╝ber vernetzte Maschinen und Fahrzeuge bis zu virtueller Produktentwicklung und kollaborativer Robotik.
Prof. Dr.-Ing. Roman Dumitrescu, Gesch├Ąftsf├╝hrer it┬┤s OWL Clustermanagement GmbH: ?Der Weg zur Industrie 4.0 ist f├╝r jedes Unternehmen unterschiedlich. Technologisch sind viele Anwendungen m├Âglich, die wir erfolgreich in kleinen und mittleren Unternehmen umgesetzt haben. Der Mensch aber bleibt im Zentrum. Wir m├╝ssen jetzt Assistenzsysteme, Verfahren der intuitiven Bedienung und neue Entwicklungsmethoden in die Unternehmen bringen und dabei die Besch├Ąftigten einbinden. Und wir m├╝ssen die Gesch├Ąftsmodelle im Mittelstand ├╝berpr├╝fen und Gesch├Ąftspotenziale durch Start Ups erschlie├čen. Das sind derzeit die Schwerpunkte unserer Aktivit├Ąten bei it┬┤s OWL.?
Der OWL Gemeinschaftsstand demonstriert auf fast 700 qm die f├╝hrende Position der Region in der Elektroindustrie und im Maschinenbau. Beteiligt sind unter anderem die Weltmarktf├╝hrer Beckhoff, Boge, B├Âllhoff, Harting, KEB, Lenze, Miele, Phoenix Contact und Weidm├╝ller sowie weitere mittelst├Ąndische Technologief├╝hrer wie Krause Biagosch, steute oder target industria.
Industrie 4.0 f├╝r den Mittelstand
Ein Schwerpunkt auf dem OWL Gemeinschaftsstand sind intelligente Automatisierungsl├Âsungen. Das Spektrum reicht von intelligenten Steuerungen und Antrieben ├╝ber Data Analytics, durchg├Ąngige Datennutzung und maschinelles Lernen bis zu kollaborativer Robotik. An Demonstratoren und in einer virtuellen Produktionsumgebung werden die Wirkungen der L├Âsungen f├╝r die Messebesucher anschaulich.




Ein Beispiel ist die hochperformante Steuerungstechnik f├╝r intelligente Fertigungsanlagen von Beckhoff. Maschinenbetreiber w├╝nschen eine effiziente und flexible Produktion hochwertiger Produkte. Dies kann realisiert werden durch u. a. schnelle, flexible und hochgenaue Produkthandhabung und -transporte, Teileverfolgung sowie einer Zustands- und Prozess├╝berwachung zur vorausschauenden Wartung und Qualit├Ątssicherung. Der Betrieb einer Maschine mit einem derartigen Funktionsumfang erfordert pr├Ązise Messtechnik, eine extrem schnelle und zugleich deterministische Daten├╝bertragung, -verarbeitung und -analyse sowie eine hohe Rechenleistung. Eine L├Âsung daf├╝r sind Scientific Automation, die XFC-Technologie sowie Many-Core Rechner.
Harting integriert und kombiniert flexible mechatronische Komponenten in modularen Fertigungslinien dynamisch durch einen ?Plug and Produce?-Ansatz. Ein kollaboratives Robotiksystem dient als universelle Handhabungs- sowie Montagekomponente und erlaubt die Teil- oder Vollautomatisierung von anspruchsvollen Montageprozessen. Die Anpassung an neue Aufgaben kann interaktiv durch den Prozessexperten ohne aufwendig manuelle Programmierung durchgef├╝hrt werden. Neue robotergest├╝tzte Produktionsschritte integrieren sich dabei nahtlos in die prozessgesteuerte Laufzeitumgebung der Fertigungslinie.
Weidm├╝ller entwickelt innovative Hardware- und Software-Technologien f├╝r die Verarbeitung von Zustandsdaten aus Fertigungsprozessen. Dadurch k├Ânnen Funktionen wie Zustands├╝berwachung, Daten-Verschl├╝sselung und Selbstkonfiguration direkt in die Mikrochips und Automatisierungsger├Ąte implementiert werden. Der Einsatz erfolgt nicht nur in Cloud-basierten Systemen, sondern auch in direkter Prozessn├Ąhe ? ?on premise?. Maschinendaten k├Ânnen so schneller und sicherer ausgewertet werden. Die Einstellungen der Maschinen passen sich automatisch an ihren Zustand und an neue Prozesse an.
Intelligentes Transportfahrzeug TORsten
Diese Automatisierungs- und Antriebsl├Âsungen sind die Basis f├╝r intelligente Maschinen, Fahrzeuge und Ger├Ąte. Ein Beispiel ist das fahrerlose Transportsystem ?TORsten? der Torwegge GmbH & Co. KG. Das omnidirektionale Transportfahrzeug bewegt nicht nur bis zu sieben Tonnen schwere Lasten durch Produktions- und Logistikhallen, sondern navigiert auch selbstst├Ąndig. Im Gegensatz zu vielen anderen fahrerlosen Transportsystemen ist TORsten dabei mit einer eigenen Sensorik ausgestattet und nicht an eine induktive oder optische Spurf├╝hrung gebunden. Die flache und kompakte Bauweise erm├Âglicht das Unterfahren zahlloser individueller Transportplattformen und Aufbauten. Auf diese Weise kann TORsten von der Gitterbox ├╝ber die Europalette bis hin zu sieben Tonnen schweren Einzelbauteilen alles bewegen, was in Lager- und Produktionshallen von A nach B transportiert werden muss.
TORsten findet bereits ein hohes Interesse bei namhaften Unternehmen aus zahlreichen Branchen. Das Produkt ist gleich zwei Mal mit dem Industriepreis des Huber Verlags f├╝r neue Medien 2017 ausgezeichnet worden: als Gesamtsieger und in der Kategorie Intralogistik. Auf der Messe kann man TORsten live erleben: Auf einer Fl├Ąche von 30 qm zeigt er seine Wendigkeit sowie f├╝r ihn typische Anwendungen.
Neue Wege in der Produktentwicklung
Die steigende Komplexit├Ąt von Maschinen und Anlagen stellt neue Anforderungen an die Entwicklungsarbeit. Ingenieure entwickeln in weltweit verteilten Teams gemeinsam neue Produkte und Produktionsverfahren. Durch digitale Technologien k├Ânnen bisher getrennte Unternehmensbereiche wie Vertrieb, Service oder Entwicklung effizienter zusammenarbeiten. Das Fraunhofer-Institut f├╝r Entwurfstechnik Mechatronik IEM macht beispielsweise Technologien wie Augmented Reality (AR) f├╝r Unternehmen verf├╝gbar. Dadurch k├Ânnen digitale Zusatzinformationen als virtuelle Objekte, Bilder oder Videos ├╝ber eine Datenbrille in das Sichtfeld des Nutzers eingeblendet werden.
Wie AR in der Produktentwicklung funktioniert, kann der Besucher auf der Messe am Beispiel der Entwicklung einer Industriezentrifuge erleben, die f├╝r die Produktion von Milch oder Apfelsaft eingesetzt wird. Die Zentrifuge wird bereits im Entwurfsstadium optimal an ihren sp├Ąteren Einsatzort angepasst. Eine Datenbrille projiziert aktuelle Entwicklungsentw├╝rfe direkt an den sp├Ąteren Verbauungsort. So erkennt der Vertriebsmitarbeiter vor Ort erforderliche Anpassungen und kann sie digital an sein Entwicklerteam weiterleiten. Korrekturschleifen k├Ânnen so auf ein Minimum reduziert werden. Der Aufwand f├╝r Produktentwicklung, Test, Einbau und Inbetriebnahme verringert sich deutlich. Von der Bestellung einer neuen Maschine bis zu ihrer Inbetriebnahme k├Ânnen Unternehmen k├╝nftig Zeit und Kosten in erheblichem Umfang sparen.
Wie Konstruktionsdaten f├╝r Anwendungen im Bereich virtuelle und augmentierte Realit├Ąt (VR und AR) in der Produktentwicklung genutzt werden k├Ânnen, zeigt Miele am Beispiel eine Professional Sterilisators. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem 4D-Sensor des Sterilisators, der die Effektivit├Ąt des Dampfsterilisationsprozesses zuverl├Ąssiger ├╝berwacht als alle bislang verf├╝gbaren Systeme. Derart komplexe Systeme erfordern interdisziplin├Ąre Entwicklungsmethoden und profitieren von den vielf├Ąltigen digitalen Visualisierungsm├Âglichkeiten mittels AR und VR. Auf dem Messestand kann der Entwicklungsprozess bis zur VR-Visualisierung live erlebt werden.
Mensch und Maschine in der Arbeitswelt der Zukunft
Auch in anderen Unternehmensbereichen ver├Ąndern Informations- und Kommunikationstechnologien die Arbeitswelt. So werden beispielsweise in der Produktion Tablets zur Unterst├╝tzung der Arbeitsabl├Ąufe oder Assistenzsysteme f├╝r komplexe Montagevorg├Ąnge eingesetzt. Die Lemgoer Forschungsinstitute Fraunhofer-Anwendungszentrum IOSB-INA und Institut f├╝r industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL demonstrieren an einem wandlungsf├Ąhigen Produktionssystem Einsatzm├Âglichkeiten von mobilen Assistenzsystemen in der Fertigung: Eine SmartWatch steuert die OPC-UA Module der Multi-Vendor-Anlage. Virtuelle Post-its k├Ânnen ├╝ber eine App auf einem Tablet oder Smartphone beispielsweise Fehlermeldungen dokumentieren und so die Anlagenwartung und den Anlagenbetrieb vereinfachen. Und ├╝ber eine Datenbrille wird der Mensch intuitiv und interaktiv mittels Augmented Reality-basierten Visualisierungen von Montageinformationen beim Arbeitsvorgang unterst├╝tzt.
Das Institut f├╝r Systemdynamik und Mechatronik ISyM der Fachhochschule Bielefeld zeigt ein kollaborierendes Zweiarm-Robotersystem, das mit einem neuartigen Dreifingergreifer inklusive Kraftsensorik ausgestattet ist. Das System ist so in der Lage, gleichwertige Aufgaben wie ein Mensch zu erf├╝llen und als Interaktionspartner gemeinsam mit dem Menschen komplexe Aufgaben zu bew├Ąltigen. So kann es beispielsweise ein Objekt mit der einen Hand halten und mit der anderen bearbeiten. Aufgrund ihrer elastischen Gelenke erkennen die Roboterarme im Demonstrator die Positionen von drei ├Ąhnlichen Objekten mit unterschiedlicher Masse nur durch ?Ertasten?. Nach dem Anheben werden die Objekte aufgrund ihres Gewichtes sortiert. Weiterhin k├Ânnen die Roboter durch Ber├╝hrungen des Benutzers in verschiedene Arbeitszust├Ąnde versetzt werden.
Smart Services: Maschinen-Manager mit IQ
Eine neuer Schwerpunkt des Gemeinschaftsstandes sind Smart Services. Acht Unternehmen ? darunter drei Start-Ups ? zeigen, wie sie innovative Methoden der Analyse und Verarbeitung von Daten f├╝r bedarfsgerechte Serviceangebote f├╝r das verarbeitende Gewerbe nutzen. Darunter ist das Bielefelder Start Up WERKBLiQ, das 2015 gegr├╝ndet wurde und bereits 15 Besch├Ąftigte hat. Das Unternehmen hat eine herstellerunabh├Ąngige Instandhaltungsplattform f├╝r Maschinen entwickelt. Sie ist einfach in der Anwendung und umfassend in den Funktionalit├Ąten. Erstmals finden damit Maschinenbetreiber, Serviceunternehmen, Maschinenhersteller und H├Ąndler in einer gemeinsamen Online-Community zusammen. Serviceauftr├Ąge lassen sich deutlich schneller und einfacher abwickeln. Das Ersatzteilmanagement macht die Instandhaltung wesentlich effizienter. Und die L├Âsung bietet den direkten ? auch mobilen ? Zugriff auf alle Daten rund um den Maschinenpark und erh├Âht damit die Kosten- und Datentransparenz.
Das digitale Maschinentagebuch sorgt f├╝r eine transparente Maschinenverwaltung und Dokumentation. Hierdurch bleiben alle notwendigen Unterlagen jederzeit auf dem aktuellen Stand. Dem Servicetechniker werden l├Ąstige und zeitaufw├Ąndige Arbeiten in der Verwaltung von Serviceauftr├Ągen abgenommen, so dass er sich wieder auf seine eigentliche Kernkompetenz konzentrieren kann. So ist beispielsweise die Dokumentation der erledigten Arbeiten k├╝nftig ein Kinderspiel und kann vor Ort direkt beim Kunden abgearbeitet werden. Auch WERKBliQ wurde mit dem Industriepreis 2017 ausgezeichnet ? in der Kategorie IT und Software f├╝r die Industrie.

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
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Datum: 22.04.2017 - 12:10 Uhr
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Kategorie:

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