Regionale Wirtschaft weiter in guter Verfassung

Wirtschaftslagebericht der IHK Heilbronn-Franken für das 1. Quartal 2015

ID: 1209958
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(PresseBox) - Die Konjunktur im IHK-Bezirk Heilbronn-Franken ist im Frühjahr 2015 auf hohem Niveau stabil geblieben. Die regionalen Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage insgesamt genauso günstig wie im Vorquartal. Industrie, Baugewerbe, Großhandel und Dienstleister berichten von einer ähnlich guten konjunkturellen Situation wie am Jahresanfang 2015. Verhalten bleibt die Entwicklung im Einzelhandel - trotz einer leichten Lageverbesserung profitieren die Einzelhändler nur wenig von der derzeit guten Konsumstimmung. Hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung fallen die Erwartungen nahezu unverändert positiv aus.
Die aktuelle Geschäftslage bewerten die Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken per saldo genauso positiv wie im Vorquartal. 46 Prozent (Vorquartal 48 Prozent) der an der Umfrage teilnehmenden Betriebe bezeichnen die aktuelle Lage als gut, während nur 7 Prozent (Vorquartal 8 Prozent) der Unternehmen mit dem Geschäftsverlauf unzufrieden sind.
Auch hinsichtlich des Geschäftsverlaufs in den nächsten zwölf Monaten bleiben die Erwartungen unvermindert positiv. 30 Prozent (Vorquartal 31 Prozent) der Unternehmen gehen von einer günstigen Geschäftsentwicklung aus, 11 Prozent (Vorquartal 10 Prozent) der Betriebe blicken skeptisch in die Zukunft.
Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken:
"Die regionale Wirtschaft zeigt sich in guter Form. Wachstumsimpulse kommen von einem schwachen Eurokurs, niedrigen Zinsen und einer geringen Inflationsrate. Die Unternehmen sind optimistisch, dass dies auch so bleibt - trotz geopolitischer Konflikte, Griechenland-Krise und zusätzlicher Belastungen seitens der Politik."
Industrie unverändert gut Die Industrie bewertet die aktuelle Lage per saldo ähnlich günstig wie im Vorquartal. 49 Prozent (Vorquartal 50 Prozent) der Unternehmen sprechen von einem guten Geschäftsverlauf, während 7 Prozent (Vorquartal 9 Prozent) der Betriebe sich unzufrieden über die aktuelle Lage äußern.


Im Vergleich zum Vorquartal hat sich die Zahl der Auftragseingänge aus dem Ausland per saldo etwas erhöht. Ein Drittel (Vorquartal 25 Prozent) der Betriebe konnte einen Anstieg der Auslandsorders verbuchen. 24 Prozent (Vorquartal 18 Prozent) der Industrieunternehmen melden hingegen einen Rückgang. Das Niveau der inländischen Auftragseingänge hat sich gegenüber dem Vorquartal per saldo nicht geändert. 26 Prozent (Vorquartal 25 Prozent) der Unternehmen weisen steigende Inlandsorders aus, während 21 Prozent (Vorquartal 20 Prozent) der Betriebe Einbußen verkraften mussten.
Die Beurteilung des weiteren Umsatz- und Geschäftsverlaufs fällt trotz eines leichten Rückgangs weiterhin positiv aus. Insgesamt erwarten 40 Prozent (Vorquartal 44 Prozent) der Betriebe Umsatzsteigerungen. Nur ein Zehntel (Vorquartal 11 Prozent) rechnet mit rückläufigen Umsätzen. 32 Prozent (Vorquartal 34 Prozent) der Unternehmen rechnen mit einem günstigeren Geschäftsverlauf. 8 Prozent (Vorquartal 9 Prozent) der Betriebe blicken pessimistisch in die Zukunft. Dank des derzeit schwachen Euro bleiben die Aussichten im Export gut, auch wenn sie gegenüber dem Vorquartal etwas weniger günstig ausfallen. 36 Prozent gehen von höheren Exporten in den nächsten zwölf Monaten aus, 9 Prozent erwarten einen Rückgang. Die Investitionsbereitschaft in der Industrie bleibt verhalten positiv. 34 Prozent der Betriebe planen mit steigenden Inlandsinvestitionen, während 18 Prozent einen Rückgang erwägen.
Dienstleister weiterhin stark
Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage durch die regionalen Dienstleister ist seit einem Jahr per saldo auf hohem Niveau weitestgehend stabil. 45 Prozent (Vorquartal 50 Prozent) der Unternehmen halten die aktuelle Lage für gut, während lediglich 4 Prozent (Vorquartal 9 Prozent) der Betriebe mit dem Geschäftsverlauf unzufrieden sind. Besonders zufrieden zeigen sich die Informations- und Telekommunikationsdienstleister sowie die Bereiche Beratung und wirtschaftsnahe Dienstleister und Arbeitnehmerüberlassung. Einen Zuwachs beim Auftragsvolumen verbuchten 36 Prozent (Vorquartal 38 Prozent) der Dienstleister und 15 Prozent (Vorquartal 18 Prozent) berichten von einem Rückgang.
Bei der Beurteilung der zukünftigen Geschäftsentwicklung gehen wie im Vorquartal 31 Prozent der Betriebe von einer positiven Entwicklung aus, während 15 Prozent (Vorquartal 12 Prozent) einen ungünstigen Geschäftsverlauf erwarten.
Baugewerbe auf hohem Niveau stabil aber skeptischer
Das Stimmungsbild im regionalen Baugewerbe ist seit gut neun Monaten nahezu unverändert. 47 Prozent (Vorquartal 45 Prozent) der Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage als gut und nur 3 Prozent (Vorquartal 0 Prozent) der Betriebe bezeichnen den Geschäftsverlauf als schlecht. Allerdings berichten die Unternehmen von einer per saldo ungünstigeren Ertragslage und von einer verschlechterten Kapazitätsauslastung (72 Prozent vs. 80 Prozent im Vorquartal).
Die Auftragseingänge insgesamt haben sich hingegen im Vergleich zum Vorquartal erheblich verbessert. 45 Prozent der Baubetriebe verzeichneten Auftragszuwächse, während nur 11 Prozent einen Rückgang verbuchten. Der Straßen- und Tiefbau sowie der gewerbliche Hochbau melden eine überwiegend positive Auftragslage. Dagegen überwiegt im Wohnungsbau noch leicht die Zahl der Unternehmen, die über rückläufige Auftragseingänge klagen. Das Schlusslicht bei den Auftragseingängen bildet erneut der öffentliche Hochbau.
Deutlich eingetrübt hat sich die Geschäftserwartung. Nur noch 13 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verbesserung (Vorquartal 31 Prozent). Ebenfalls 13 Prozent der Betriebe (Vorquartal 14 Prozent) rechnen mit einer Eintrübung. Das größte Geschäftsrisiko sehen die Betriebe im Fachkräfteengpass (80 Prozent).
Lage im Großhandel unverändert
Im Bereich des Großhandels hat sich das Stimmungsbild gegenüber dem Vorquartal per saldo kaum geändert. Während 44 Prozent (Vorquartal 48 Prozent) der Großhändler von einem guten Geschäftsverlauf sprechen, bezeichnen lediglich 6 Prozent (Vorquartal 9 Prozent) der Unternehmen die aktuelle Lage als schlecht. Deutlich verbessert im Vergleich zum Vorquartal hat sich das Bestellverhalten. 34 Prozent (Vorquartal 15 Prozent) der Betriebe melden einen Anstieg und nur noch 13 Prozent der Großhändler (Vorquartal 22 Prozent) berichten von rückläufigen Bestellungen.
In Bezug auf die weitere Geschäftsentwicklung zeigen sich die Großhandelsunternehmen per saldo optimistischer als im Vorquartal. 38 Prozent (Vorquartal 29 Prozent) blicken mit Zuversicht in die Zukunft, 13 Prozent (Vorquartal 7 Prozent) der Betriebe schätzen den weiteren Geschäftsverlauf hingegen eher skeptisch ein.
Einzelhandel kann leicht zulegen
Gegenüber dem Vorquartal hat sich die Lagebeurteilung im regionalen Einzelhandel per saldo leicht verbessert. 23 Prozent (Vorquartal 17 Prozent) der Einzelhändler bezeichnen den Geschäftsverlauf als gut, während 17 Prozent (Vorquartal 13 Prozent) der Betriebe mit der aktuellen Lage unzufrieden sind. Insgesamt profitiert der Einzelhandel nur wenig von der guten Konsumstimmung. Die Beurteilung des Kaufverhaltens der Kunden durch die Einzelhändler fällt ähnlich wie im Vorquartal aus. 60 Prozent (Vorquartal 63 Prozent) der Betriebe bezeichnen das Kaufverhalten der Kunden als kauffreudig oder saisonüblich angemessen. 40 Prozent (Vorquartal 37 Prozent) der Einzelhändler sprechen von einem zurückhaltenden Kaufverhalten.
Hinsichtlich der Beurteilung des zukünftigen Geschäftsverlaufs in den nächsten zwölf Monaten zeigt sich der Einzelhandel verhalten optimistisch. 30 Prozent (Vorquartal 25 Prozent) der Unternehmen gehen von einer günstigen Geschäftsentwicklung aus, 17 Prozent (Vorquartal 25 Prozent) rechnen mit einem schlechteren Geschäftsverlauf.
Arbeitsmarkt bleibt dynamisch
Am regionalen Arbeitsmarkt setzt sich die positive Entwicklung mit einer leicht abgeschwächten Dynamik fort. Die Beschäftigungsplanungen der Unternehmen für die kommenden zwölf Monate haben sich geringfügig verschlechtert. Wie im Vorquartal planen 21 Prozent der Unternehmen eine Erhöhung der Beschäftigtenzahl. 12 Prozent (Vorquartal 10 Prozent) der Betriebe sehen einen Personalabbau vor. Nach wie vor bietet der Dienstleistungssektor sehr gute Beschäftigungschancen. 35 Prozent der Betriebe ziehen Neueinstellungen in Betracht. In der Industrie, die maßgeblich die regionale Wirtschaftsentwicklung bestimmt, planen 18 Prozent der Unternehmen eine Personalaufstockung.
An der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Heilbronn-Franken haben rund 340 Unternehmen mit insgesamt rund 79 000 Beschäftigten aus dem gesamten IHK-Bezirk teilgenommen.



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Datum: 08.05.2015 - 13:11
Sprache: Deutsch
News-ID 1209958
Anzahl Zeichen: 9009
Kontakt-Informationen:
Firma: Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken
Stadt: Heilbronn


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