(ots) - Trendforscherin: Erlebnis wichtiger als das
Reiseziel
Frankfurter Zukunftsinstitut sieht Trend zu Urlaub ohne Smartphone
wieder beendet
Osnabrück. Bei Reisen wird in Zukunft das Erlebnis im Vordergrund
stehen, glaubt Anja Kirig vom Zukunftsinstitut in Frankfurt am Main.
In einem Interview mit der "Neue Osnabrücker Zeitung"
(Montagsausgabe) sagte die Trendforscherin: "Nicht mehr der Ort oder
das spezielle Ziel ist wichtig, sondern das Erlebnis, das vor Ort
möglich ist." Das sei viel wichtiger, als die Frage, ob das Ziel
Deutschland, Kasachstan oder Spanien heißt. Wer etwa in den Alpen
wandern gehen wolle, dem sei es fast egal, ob er in Österreich,
Deutschland, der Schweiz oder Frankreich unterwegs ist. Daneben würde
sich der Trend zum "Baukasten-Prinzip" bei der Reiseplanung noch
weiter verstärken. So würden die Reisen durch den Veranstalter
komplett durchorganisiert, und der Kunde könne individuell das eine
oder das andere dazu buchen oder weglassen. Solche Angebote lägen
nicht nur im Low-Budget-Bereich im Trend, sondern auch zunehmend in
der Luxusklasse. Den Trend zu Offline-Ferien, also Urlaub ohne
technische Geräte wie Smartphones oder Tablet-Computer, hält Kirig
dagegen für beendet. "In den letzten Jahren haben wir schon
beobachtet, dass es da ein Phänomen in diese Richtung gibt. Doch das
wird sich in Zukunft wieder etwas normalisieren, und zwar wenn wir
gelernt haben, mit dem Online-Dasein umzugehen. Gerade für die
nachfolgende Generation, die Digital Natives, spielt diese
Möglichkeit überhaupt gar keine Rolle mehr", sagte Kirig.
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