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05.02.2012 09:56 - (djd). Muehevolles Absammeln, Bierfallen, Barrieren aus Rindenmulch oder Zaeune aus Metall: Die Liste der Mittel gegen die schleimigen "Raubritter" im Garten ist lang. Doch viele Geheimrezepte halten nicht das, was sich die Gartenfreunde von ihnen versprechen. So lockt beispielsweise das Freibier fuer die unerwuenschten Eindringlinge meist noch zusaetzliche Gaeste an. aehnlich geringen Erfolg zeigen Sperren aus Rindenmulch, Kalk oder Asche, deren Wirkung verpufft, sobald sie feucht werden.
Gezielter Effekt
Dagegen hat sich in Deutschland seit Jahrzehnten der Wirkstoff Metaldehyd im Kampf gegen Schnecken bewaehrt. Er wird schon seit fast 80 Jahren im Gartenbau eingesetzt und ist in der Mehrzahl der Bekaempfungsmittel von namhaften Pflanzenschutzmittelherstellern wie Scotts Celaflor, Compo, Bayer, Etisso und anderen enthalten. Nimmt eine Schnecke Metaldehyd auf, scheidet sie zunaechst grosse Mengen an Schleim aus. Dadurch verliert sie enorm viel Wasser und Energie. Zusaetzlich zerstoert der Wirkstoff die Schleimzellen des Kriechtiers. Es nimmt schon bald keine Nahrung mehr auf und stirbt. Keinen schaedlichen Einfluss hat Metaldehyd dagegen auf Nuetzlinge wie Bienen, Kaefer, Regenwuermer, Igel, Voegel, Saeugetiere sowie Bodenorganismen.
Biologischer Abbau
Dies haben zahlreiche internationale Studien nachgewiesen. So ist der Wirkstoff durch die Europaeische Kommission von 2009 bis 2011 intensiv geprueft und anschliessend im Maerz 2011 fuer weitere zehn Jahre zugelassen worden. Die Auswertung der Studien hat eindeutig ergeben, dass es sich um ein Mittel handelt, das bei Anwendung nach Gebrauchsanleitung sicher in der Wirkung ist und keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt hat. Metaldehyd wird von Mikroorganismen innerhalb von wenigen Tagen vollstaendig zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut und reichert sich nicht in Boeden, Wasser, Pflanzen oder tierischen Geweben an.
Sparsame Anwendung
Die beste Wirkung erzielen Gartenfreunde, wenn sie die blauen Schneckenkoerner gleichmaessig zwischen ihren Gartenkulturen ausstreuen, so dass die schleimigen Gartendiebe unweigerlich zuerst auf die Schneckenkoerner stossen, noch bevor sie das Gemuese oder die Zierpflanzen erreichen. "Daemme und Waelle um gefaehrdete Kulturen zu streuen, ist eine Fehlanwendung und bringt keine Wirkungsverbesserung. Besser ist ein sparsames Ausstreuen am Rand der Beete und an den uebergaengen", empfiehlt Hans Willi Konrad, Gartenexperte am Kompetenzzentrum oekologischer Landbau in Bad Kreuznach. Bei metaldehydhaltigen Schneckenmitteln genuegen je nach Marke bereits 40 bis 50 Koerner pro Quadratmeter. Unter
www.praxis-press.de gibt es fuer Hobbygaertner weitere Tipps und Informationen zur Schneckenbekaempfung.
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