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27.01.2012 02:40 - (djd). Weit unter der Erde erwartet die Besucher der Eifelstadt Mendig eine einmalige Landschaft, die hier kaum jemand vermuten wuerde: die Lavakeller. In mehr als 30 Metern Tiefe verbirgt sich fernab vom Tageslicht auf einer Flaeche von fast drei Quadratkilometern ein faszinierendes Netz beeindruckender Keller. Die Stollen und Schaechte entstanden, als die Buerger im spaeten Mittelalter im erkalteten Lavastrom unterhalb der Stadt den kostbaren Basalt abbauten. 150 Stufen - oder ein bequemer Aufzug - fuehren von der vulkanischen Erlebniswelt des Lava-Domes hinunter in diese bizarre Umgebung, die man im Rahmen von Fuehrungen entdecken kann.
Spektakulaere Kraefte der Natur
Auch der Lava-Dome selbst ist ein Muss im Besichtigungsprogramm, wenn man Mendig besucht. Die Erlebniswelt begeistert mit Ausstellungen zum Mitmachen. Kinder wie Erwachsene koennen hier - ganz gefahrlos - einen Vulkanausbruch miterleben. Die Finger verbrennen sie sich dabei nicht. Aber das Zittern der Erde werden sie spueren, als waeren sie direkt bei dem tosenden Ausbruch dabei. Der Ausstellungsbereich "Im Land der Vulkane" demonstriert multimedial die spektakulaeren Kraefte der Natur.
Unter Tage mit den Roemern
Im Roemerbergwerk Meurin berichten steinerne Zeugen davon, wie in der Antike im groessten roemischen Untertage-Tuffbergwerk noerdlich der Alpen Schwerstarbeit geleistet wurde. 2.000 Jahre ist das Bergwerk alt, in dem der weisse Tuffstein gewonnen wurde, der aus den maechtigen Ablagerungen des Laacher-See-Vulkanausbruchs stammte. Die Archaeologen des Vulkanparks fuehren die Besucher in enge Gaenge, in denen schlechte Lichtverhaeltnisse und staubige Luft einst den Alltag der Arbeiter bestimmten. Wo heute Grossleuchtbilder und Audioguides die antike Arbeitswelt unter Tage erklaeren, wird das schwere Leben der Menschen wieder lebendig.
Geysir-Erlebniszentrum
Keine unterirdische, sondern eine oberirdische Sehenswuerdigkeit ist der Geysir Andernach. Mit 60 Metern ist er der hoechste Kaltwassergeysir der Welt. Ein Erlebniszentrum in den Andernacher Rheinanlagen erklaert den Besuchern, wie es zu diesem ungewoehnlichen Naturschauspiel kommen kann. Danach geht es per Schiff zur Wasserfontaene. In der Ausstellung sind Anfassen und Mitmachen uebrigens ausdruecklich erwuenscht. Selbst den Juengsten werden die Zusammenhaenge in Audiodialogen und Hoerspielen vermittelt. Besonders eindrucksvoll ist es aber, mit dem Fahrstuhl virtuell ins Erdinnere zu fahren und dort zu erleben, wie CO2-Molekuele zur Erdoberflaeche aufsteigen und dort die riesige Fontaene in die Hoehe schleudern.
Im Vulkanpark Infozentrum Plaidt/Saffig wiederum gibt es einen grossartigen ueberblick ueber den gesamten Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz. Rund um die Geologie der Osteifel und den historischen Steinabbau kann man hier viel Interessantes erfahren. Von hier aus kann man - versorgt mit den passenden Informationen - mit dem Fahrrad oder auf Schusters Rappen hinaus in die Natur starten. Etwa zum Mayener Grubenfeld, einer ehemaligen Abbaustaette fuer Basaltlava, oder zum Laacher See, wo vor 13.000 Jahren eine der gewaltigsten Eruptionen stattfand.
Informationen zu diesen und vielen weiteren Stationen stehen unter
www.vulkanpark.com im Internet.
Kurztext
Natur und Bergbau in der Eifel
Die Vulkaneifel hat viele Facetten: In Mendig erwartet die Reisenden ein Netz unterirdischer Lavakeller. Im angeschlossenen Lava-Dome wird erklaert, was bei einem Vulkanausbruch geschieht und wie der weisse Tuffstein einst unter der Stadt abgebaut wurde. Eine andere Attraktion ist der Kaltwassergeysir Andernach, der mit 60 Metern weltweit der hoechste seiner Art ist. Im nahen Erlebniszentrum erfahren die Besucher, wie es zu diesem ungewoehnlichen Naturschauspiel kommt. Eine andere Perspektive auf die Landschaft und ihre Menschen eroeffnet das Roemerbergwerk Meurin. Wer sich einen ueberblick ueber den gesamten Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz verschaffen moechte, ist im Vulkanpark Infozentrum in Plaidt an der richtigen Adresse. Unter
www.vulkanpark.com gibt es mehr Informationen.
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